Schweiz: Älplermakronen

Jetzt nehme ich dich mit auf eine Reise im Kopf: Stell‘ dir vor, es ist eiskalt draußen, es schneit dicke weiße Flocken, vor deiner Tür erstrecken sich hohe Berghänge und tiefe Täler, alles ist still und friedlich. Das perfekte winterliche Idyll. Wie sieht das optimale Gericht aus, wenn du von einem Spaziergang wiederkommst?

Ich würde sagen, es ist mit ein paar Wörtern beschrieben: Schnell zubereitet, cremig, lecker, nudelig und einfach glücklich machend. Das perfekte Soulfood. Und genau das habe ich heute mitgebracht: Schweizer Älplermakronen.

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Älplermakronen verbinden genau diese Attribute und liefern viele leckere und cremige Kohlehydrate, die einfach glücklich machen. Definitiv handelt es sich hier um kein Diätgericht, aber wer will so etwas schon (ständig) essen?

Der Name wird abgeleitet von den Älplern, also den Bewohnern der Alpen, und der einen Hauptzutat, den Maccheroni. Als Ende des 19. Jahrhunderts der Gotthardtunnel gebaut wurde, kamen die Maccheroni in die Schweiz und die Älplermakronen wurden kreiert, indem die Nudeln mit einheimischen günstigen Kartoffeln gestreckt wurden.

Aelplermakronen1

Ich bin sicher, es gibt  tausende Interpretationen dieses Traditionsgerichtes und ich hoffe, dass ich euch eine präsentiere, die auch meine Leser aus der Schweiz lecker finden. Da ich ein echtes Nordlicht bin, freue ich mich über viele Kommentare aus der Schweiz: Kennt ihr das Gericht? Ist es eine Kindheitserinnerung von euch? Wie macht ihr eure Älplermakronen?

Übrigens: Abwasch macht dieses Gericht auch kaum! Man benötigt lediglich einen Topf, einen großen Rührlöffel und Teller und Besteck zum Essen. Das war’s schon.

Eng verwandt sind die Älplermagronen mit dem amerikanischen Mac’n‘Cheese.

Aelplermakronen3

Zutaten:

2-3 mittelgroße Zwiebeln

Etwas Öl / Butter zum Anbraten

300 gr Kartoffeln, geschält gewogen

320 gr Nudeln (klassisch sind Maccheroni, ich habe Penne verwendet)

600 ml Gemüsebrühe

200 g Sahne

200 g Käse (klassisch sind natürlich Schweizer Bergkäse o.ä., es geht aber auch mit Emmentaler)

Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  • Die Zwiebeln schälen, in mittelgroße Stücke schneiden und zusammen mit dem Öl / der Butter in einen großen Topf geben und langsam bräunen lassen. Dabei immer mal umrühren, damit die Zwiebeln nicht verbrennen.
  • In der Zwischenzeit die Kartoffeln schälen und in Würfel mit ca. 1 cm Kantenlänge schneiden. Sobald die Zwiebeln gebräunt sind, die Kartoffeln mit in den Topf geben und kurz mit anrösten.
  • Die Nudeln und die Gemüsebrühe mit in den Topf geben, alles einmal umrühren und je nach Nudelart 10 bis 15 Minuten bei geschlossenem Topfdeckel weich kochen. Zwischendurch umrühren, besonders am Ende kann das Ganze leicht anbrennen, weil das Wasser von den Nudeln aufgesogen wurde. Gegebenenfalls noch etwas Wasser oder Brühe nachgießen.
  • In der Zwischenzeit den Käse reiben.
  • Sobald die Nudeln fertig gekocht sind, die Sahne dazu gießen, einmal aufkochen lassen, dann den Käse ebenfalls dazu geben, alles umrühren und mit Salz und Pfeffer nach Geschmack würzen.

En guete!

 

P.S. Und da für mich dieses Gericht der Inbegriff des Winter Soulfoods ist, nimmt es am folgenden Blog-Event von bushcooks kitchen teil:
3 Jahre Bushcooks Kitchen - Blog-Event Winter-Soulfood

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9 Antworten zu Schweiz: Älplermakronen

  1. Pingback: Rezension: Helvetia vegetaria | Cooking around the world

  2. Das ist ja schön, ich habe dieses Gericht in Sizilien kennen und lieben gelernt. Natürlich mit einem anderen Käse. Ich mag es sehr.
    LG aus dem Ruhrgebier, Monika!

    • Becky schreibt:

      Das ist spannend: Unter sizilianischem Essen hatte ich andere Ideen im Kopf, aber dass dort auch Älplermakronen gegessen werden… Sehr interessant. 🙂
      LG aus dem Norden, Becky

  3. Anna schreibt:

    Apfelmus ist Pflicht! Die Kombination macht das Gericht erst aus. 😉 Wir Schweizer essen z.B. auch den Klassiker „Hörnli mit Ghacktem“ (eine Art Nudeln mit „Bolognese“) immer mit Apfelmus… Liebe Grüsse aus Zürich!

    • Becky schreibt:

      Na dann muss es die Älplermakronen wohl demnächst bei uns dringend noch einmal in der vollständigen Kombination geben. 😉 Haben Schweizer allgemein eine Schwäche für Apfelmus?
      Liebe Grüße aus Norddeutschland!

  4. bushcook schreibt:

    Liebe Becky,
    die Älplermakronen habe ich bei meinem Arbeitsjahr in der Schweiz auch kennen und lieben gelernt. Eine sehr gute Idee, dass Du sie zum Winter-Soulfood machst. Vielen Dank für Deinen schönen Beitrag.

  5. steffimatt schreibt:

    Hallo Becky
    Ich lebe in der Schweiz und ich liebe Älplermakronen. Ich kenne kaum jemanden, der diese wunderbar leckere Kalorienbombe nicht mag. Ich war ja ein Jahr in Neuseeland und das Gericht wurde auch von meiner Gastfamilie heiss geliebt. Wir essen es oft in den Winterferien nach einem kalten Tag auf der Piste. Es schmeckt übrigens super duper lecker mit Apfelmus als Beilage. Mhmmmm… Bei dem Gedanken daran krieg ich gleich ein Loch im Bauch 😀
    Liebe Grüsse
    Steffi

    • Becky schreibt:

      Hallo Steffi,
      Vielen Dank für deinen Kommentar direkt aus der Schweiz, es ist immer toll, wenn man direkte Rückmeldung von Leuten bekommt, für die diese Gerichte ganz normal sind, das zeigt mir, wie gut die Auswahl war. 🙂
      Ich kann mir die Älplermakronen auch genau für solche Wintertage gut vorstellen, bei denen man den ganzen Tag unterwegs war und wenn man dann nach Hause kommt, gibt es so etwas Feines… Da wünscht man sich gleich den Winter wieder zurück. 😉 Von dem Apfelmus als Beilage habe ich gelesen, so recht kann ich es mir noch nicht vorstellen, aber bei uns gibt es auch ein Gericht, bei dem man Bratkartoffeln mit Apfelmus isst, also warum nicht… Ich werde es auf jeden Fall mal ausprobieren.
      Liebe Grüße, Becky

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