Ukraine: „Faule“ Wareniki

Wareniki sind Teigtaschen, die als ukrainisches Nationalgericht gelten, aber auch darüberhinaus in großen Teilen Osteuropas bekannt und beliebt sind. Normalerweise handelt es sich bei dem Gericht um Teigtaschen, die alle einzeln gefüllt und dann gekocht werden – ähnlich wie Ravioli. Um ehrlich zu sein, bin ich für diese Art der Zubereitung etwas zu faul und nutze meine Zeit lieber anders. Das scheint auch einigen anderen Menschen so zu gehen und deswegen gibt es die sogenannten faulen Wareniki!

Ukrainische Wareniki

Ukrainische Wareniki – für „Faule“

Faule Wareniki sind ganz einfach zu erklären: Statt den Teig auszurollen, zu füllen und zu kochen, teilt man den Teig, kocht ihn und gibt die eigentliche Füllung einfach anschließend darüber. Das ist viel schneller und einfacher zu machen, schmeckt aber ebenfalls wunderbar! Von Start zu essensfertig dauert es bei dieser Variante nicht mal eine halbe Stunde.

Ukraine - Wareniki

Bei den „Füllungen“, bzw. hier eigentlich eher den Toppings, ist man grundsätzlich ziemlich frei. Klassischerweise gibt es dazu Sauerrahm und etwas geschmolzene Butter, zusätzlich kann man aber auch Marmeladen, Apfelmus oder herzhaft geschmorte Zwiebeln dazu essen.

Über die Aktion #cookforukraine habe ich euch bei den ukrainischen Pamuschky (herrlich aromatischen Hefebrötchen) erzählt, schaut dort unbedingt auch noch vorbei!

Zutaten:
250 g Hüttenkäse
1 Ei
1/2 TL Salz
Optional: 1 EL Zucker
100 – 150 g Mehl
Ein großer Topf, mit Wasser gefüllt
Zubereitung:
In einem Topf etwa 2,5 l Wasser zum Kochen bringen – ich mache das immer hauptsächlich im Wasserkocher und etwas im Topf direkt.
Hüttenkäse, Ei, Salz und optional Zucker in eine Rührschüssel geben und mit einer Gabel oder den Knethaken des Mixers verrühren. 100 g Mehl dazu geben und alles zu einem Teig verkneten. Je nachdem, wie groß das Ei oder wie weich der Hüttenkäse war, noch etwas mehr Mehl dazu geben. Der Teig sollte nicht zu hart werden, aber auch nicht mehr zu sehr kleben.
In zwei Teile teilen und auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einer Rolle rollen, etwa 3 – 4 cm im Durchmesser. Die Rolle leicht platt drücken und mit einem Messer in etwa daumendicke Scheiben schneiden. Das muss alles nicht exakt sein, sondern soll nur als grobe Anhaltspunkte dienen.
Die Stücke in das kochende Wasser geben und warten, bis sie an die Oberfläche kommen. Wenn sie das nach ein paar Minuten gar nicht tun, mit einem Schöpflöffel leicht am Boden lockern. Etwa 2-3 Minuten köcheln lassen, wenn sie schon an der Oberfläche schwimmen. Leicht siedendes Wasser ist perfekt.
In der Zwischenzeit kann man in einer Pfanne etwas Butter schmelzen, darin kann man die Vareniki gut schwenken und gleichzeitig warm halten.
Außerdem die andere Hälfte des Teiges genauso vorbereiten.
Die fertig gekochten Vareniki in die Pfanne geben und die andere Hälfte des Teiges genauso kochen. Am besten warm mit etwas Sauerrahm oder Joghurt servieren.
Guten Appetit!

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