Neue Reiselektüre…

Leider kann man selbst nicht immer jede Reise unternehmen, die man gerade im Kopf hat… Toll sind da umso mehr Bücher über das Reisen und da ich sehr gern welche lese, möchte ich euch heute noch einmal ein paar vorstellen. Viel Freude daran!

Markus Huth hat gerade einen richtigen Tiefpunkt: Job weg, Freundin so gut wie weg. In diesem Moment schreibt ihm ein Freund und fragt, ob er mit nach Kirgisistan kommt. In zwei Wochen! Die zwei, kein wirklicher Plan, einfach los und das Land erkunden. Klingt ein bisschen abstrus? Ja, aber das sind ja oft die besten Anfänge für große Veränderungen (auf jeden Fall in Büchern). Warte, hier geht es weiter! …

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Bücher über das Reisen

Heute gibt es mal wieder drei Bücher auf einen Schlag. Mitgebracht habe ich euch Bücher, die alle auf ihre Weise über Reisen erzählen. Von dem Couchsurfing durch Russland, über eine Familien-Weltreise, bis zu der Familie, die eigentlich nur noch auf Weltreise ist. Alle drei Bücher haben mir sehr gut gefallen und so möchte ich sie euch nicht vorenthalten. Vielleicht findet ihr ja das passende Buch für euch?!

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Wie lernt man ein Land am besten kennen und verstehen? Indem man seine Bewohner kennenlernt und am besten mit ihnen lebt. So versteht man am besten, warum ein Land so ist, wie es ist und Vorurteile lösen sich sowieso am besten auf, wenn man sie auf die Probe stellt – einige Vorurteile werden ohne Frage auch immer wieder bestätigt…
Stephan Orth bereist als Cousurfer Russland, er besucht die großen Städte, aber auch die entlegenden Regionen ganz im Süden, die Krim, den Kaukasus bis hin nach Wladiwostok ganz im Osten. Allein die geographischen Ausmaße lassen schon erahnen, wie vielfältig auch die Menschen, ihre Lebensumstände und damit auch die Erlebnisse sein würden. Von der schnelllebigen Großstadt, bis hin in die ruhigsten Dörfer einer Sonnensekte führt in die Reise. Wie das beim Couchsurfing ist, trifft er auf viele Menschen, die ihm ein Schlaflager zur Verfügung stellen, die oft auch als persönlicher Reiseführer fungieren und ihre ganz eigene Sicht auf Russland, seine Beziehung zur restlichen Welt und zu ihrer Stadt teilen. Das ist manchmal bizarr, aber trotzdem immer spannend und nebenbei auch kurzweilig – ich musste mich an keiner Stelle des Buches zwingen, weiterzulesen.
Von dem Autor ist auch „Couchsurfing im Iran“ erschienen, was ich bis jetzt noch nicht gelesen habe, was mich aber nach diesem Buch noch mehr interessiert. Hat es jemand von euch gelesen?
Mein Fazit: Stephan Orth ist hier ein lesenswertes Buch gelungen: Es ist kurzweilig, benennt einige Ungereimtheiten oder (aus westlicher Sicht) irritierende Argumentationen, wertet aber kaum. Toll fand ich beim Lesen vor allem, dass viele Orte und Regionen besucht wurden, die man hier kaum im Blick hat. Man hat vielleicht schon einmal von Elista, Jakutien und Mirny gehört, aber doch insgesamt recht wenig Ahnung von diesen Punkten der russischen Landkarte. Wer hier ein Buch über das Couchsurfen an sich sucht, wird mit diesem wahrscheinlich nicht glücklich. Wer ein Buch über die entlegenden Punkte Russlands sucht mit kleinen Einsichten in verschiedene Mikrokosmen, schon mehr!

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Im zweiten Buch dieser kleinen Sammlung nimmt uns Bettina Pohlmann einmal mit um die Welt. Gemeinsam mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern erfüllt sie sich nämlich einen Traum: Eine Weltreise! Zu viert, etwas weniger als ein halbes Jahr, über fünf Kontinente.
In ihrem Buch „Frühstück mit Giraffen“ erzählt die Autorin von dem Entschluss, den Weltreisetraum wahr zu machen, von einigen Vorbereitungen (beispielsweise musste die ältere der beiden Töchter von der Schule befreit werden) und auch einer anfänglichen Skepsis ihres Mannes. Der größte Teil des Buches nimmt uns dann mit auf die Reise, die zuerst nach Südafrika führt, dann über einige asiatische Länder wie Indien, Kambodscha und Nepal – wo sie noch vor dem verherenden Erdbeben einige tolle Begegnungen haben durften, bevor sie in Vancouver von dem Erdbeben erfahren. Anschließend geht es nach Australien, Neuseeland, über die Cook Inseln und schließlich in die USA und Kanada. All diese Länder und die Menschen hinterlassen ihre ganz eigenen Eindrücke. Die meisten davon sind positiv, von einer Gastfreundlichkeit und Vertrauen geprägt, was ihnen auch als Touristen entgegen gebracht wurde.
Meine Kleine rezensiert und bewertet die Bücher im Hintergrund immer fleißig mit und ich möchte euch kurz erzählen, was ihr besonders wichtig ist: Bei einem Reisebuch muss es eine Weltkarte geben, am besten muss eingezeichnet sein, wo Stationen waren. Dann muss es Bilder geben, gerne mit Kindern und Tieren! Beides wurde hier erfüllt und so nahm sie das Buch auch gern in die Hand und blätterte darin, einiges habe ich ihr auch vorgelesen. Was dieses Buch außerdem zu ihrem Favoriten hat werden lassen: Der Titel!
Mein Fazit: Mir hat das Buch extrem gut gefallen, weil Bettina Pohlmann uns Leser an vielem teilhaben lässt. Wir bereisen zum einen die Länder mit ihr und ihrer Familie, erfahren Eindrücke und Erlebnisse vor Ort, aber auch immer wieder einiges über den Familienalltag mit Kindern auf der Reise. Selbstverständlich läuft so eine Reise bei jedem anders, aber es ist trotzdem schön, solch einen Einblick zu bekommen. Für alle, die eine ähnliche Unternehmung planen, gibt es am Ende dann noch ein paar Tipps zur Organisation, überflüssigen oder sehr wichtigen Gepäckstücken.

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„Nirgendwo wohnen, überall leben“… Das ist der Untertitel des Buches „Mit 6 Kindern um die Welt“. Geschrieben hat es Ka Sundance, der Vater der Großfamilie, die sich vor allem einen Namen durch ihre Youtube-Videos gemacht hat. Die Sundance Familie lebt ein digitales Nomadentum, wie es inzwischen ja tatsächlich nicht mehr komplett überraschend ist – zumindest nicht, wenn man Reise-Bloggern folgt. Trotzdem gibt es hier einen großen Unterschied, denn Ka Sundance reist eben nicht allein oder vielleicht noch mit seiner Frau Katie um die Welt, sondern mit inzwischen sechs gemeinsamen Kindern!
Kennengelernt haben die beiden sich 1997 in Neuseeland, um dann festzustellen, dass sie gar nicht sooo weit voneinander weg in Deutschland leben. 2000 kam dann ihr erstes Kind auf die Welt und das Reisen haben sie seit dem Kennenlernen eigentlich nie wirklich aufgegeben. Es gab Zeiten, in denen sie öfter gereist sind, zwischendurch waren sie auch mal stationärer, aber immer wollten beide mehr von der Welt sehen und entdecken und vor allem wollten sie raus aus dem – aus ihrer Sicht – bedrückenden Deutschland, sie wollten Sonne und das im Äußeren und Inneren Sinne. Nun kenne ich inzwischen viele Menschen, die meine unbändige Reiselust (die ich in den letzten Jahren nicht ausgelebt habe) überhaupt nicht nachvollziehen können und diese können mit dem Lebensentwurf der Sundance Famlie vermutlich noch weniger anfangen. Das ist auch überhaupt nicht schlimm, aber für all die, die am Liebsten ständig reisen würden, die Welt entdecken und auch ihre Kinder mitnehmen wollen, für die ist das Buch sicher sehr spannend und motivierend. Denn Ka und Katie sind nicht mit dem goldenen Löffel im Mund geboren, sie mussten hart arbeiten und sich ebenso einschränken, um ihren Traum leben zu können. Über die komplette Zeit von 1997, dem ersten Verlieben, dem gemeinsamen Reisen, dem Umweg über England, den ersten Erfahrung auf Costa Rica und dem Aufbau ihres Online Businesses wird in diesem Buch geschrieben. Das Buch ist chronologisch aufgebaut und so kann man die Entwicklung sehr gut nachvollziehen. Man durchlebt Höhen und Tiefen mit der Familie und mich hat es beeindruckt, mit welcher Hartnäckigkeit die beiden an ihren Traum geglaubt haben.
Mein Fazit: Das Buch ist sehr kurzweilig zu lesen, es überzeugt vor allem durch eine große Nahbarkeit und Nachvollziehbarkeit. Nicht für jeden ist ein freies Leben mit vielen Reisen und nicht immer einem festen zu Hause ein Traum. Aber für die, die auch dieses Nomadengen in sich tragen, die sollten unbedingt mal bei der Sundance Familie vorbei schauen. Am Ende jedes Kapitels gibt es einen kleinen „Das ist die Moral der Geschicht'“-Kasten und die Gedanken, die dort stehen, sind im Prinzip auch vollkommen unabhängig von Reisen zu sehen. Klar geht es in diesem Buch um eine große Reise, aber der Gedanke, seinen Traum zu leben und der Rest fügt sich drumherum, wenn man wirklich bereit ist, dafür zu arbeiten, der ist allgemein und kann sich auf jeden individuellen Traum beziehen.

 

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Das Buch „Couchsurfing in Russland“ von Stephan Orth umfasst 250 Seiten, kostet 16,99 Euro und erscchien bei Malik.
Das Buch „Frühstück mit Giraffen“ von Bettina Pohlmann umfasst 320 Seiten, kostet 14,99 Euro und erschien bei Blanvalet.
Das Buch „Mit 6 Kindern um die Welt“ von Ka Sundance umfasst 240 Seiten, kostet 16,99 Euro und erschien bei Riva.
Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

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USA: Chocolate Cookies

… und zwar nach einem Rezept der Mast Brothers aus dem großartigen Kochbuch von Daniel Humm.

Das reicht noch nicht ganz, um euch zu überzeugen, sie nachzubacken? Wie wäre es damit: Diese weichen, saftigen Cookies bestehen gefühlt zu 90 % aus Schokolade und genau so schmecken sie auch. Leckere Schokoladenkekse, die schmecken wie feine Schokolade und sich anfühlen wie wundervolle Cookies. Ohne Frage gibt es schon milliarden guter Cookie-Rezepte und jeder hat wohl so seinen Favoriten. Gebt diesem Rezept die Chance, euer neuer Liebling zu werden! Nebenbei sind sie auch wunderbare Nervennahrung und ein toller Snack für unterwegs, weil sie unheimlich satt machen. Warte, hier geht es weiter! …

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Baking Science Traveller {Neuer Blog!}

Ich habe super-spannende Neuigkeiten für euch! Nach langem Überlegen und innerlichem Hin und Her habe ich mich entschieden, dass ich es wage und einen neuen Blog eröffne: Baking Science Traveller!

Wolltest du schon immer mal wissen, warum Sonnenuntergänge so toll bunt werden können?

Wie einige von euch bestimmt wissen, bin ich Mathematikerin und ich finde es unheimlich schade, dass die Mathematik ein eher ungeliebtes Image hat. Warum ist das so? Sie steckt in so vielen Alltagsgegenständen, so vieles wäre gar nicht möglich ohne sie… Ich möchte euch vor allem den Spaß an der Mathematik zeigen, ihre Schönheit, endlich Antworten auf die Frage: „Wofür brauche ich das eigentlich…?“ geben, etwas aus dem Nähkästchen plaudern und vor allem Geschichten hinter berühmten Namen und Sätzen erzählen.

Wahrscheinlich die leckerste Erde überhaupt…

Es wird also im Kern um mathematische und naturwissenschaftliche Themen gehen, verständlich erklärt, manchmal zum Essen und hoffentlich immer interessant. Denn selbstverständlich lasse ich auch das (nerdige) Backen und Entdecken nicht sein und nehme euch mit!

Qualmen und Verbrennen gehört selbstverständlich zur Chmie dazu!

Nun geht unsere Reise also los, ich hoffe, ihr freut euch auch schon! Schaut doch mal rüber, lasst mir ein Like da und werdet Follower. Folgt mir auch gern auf Facebook und Instagram. Ich würde mich riesig freuen!
Becky

 

 

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Rezension: Malakeh

Heute entführt uns ein Kochbuch mal wieder in eine ganz andere Welt. Es geht in ein Land, was in den letzten Jahren leider so gut wie immer mit traurigen Nachrichten Schlagzeilen macht: Syrien! Die Autorin des Buches – Malakeh Jazmati – war in Syrien eine prominente TV-Köchin. Da sie bei einem Assad-kritischen Sender gearbeitet hat, musste sie 2015 fliehen und lebt inzwischen in Berlin. In ihrem Kochbuch möchte sie uns mit in ihr Land nehmen oder besser gesagt, es ein Stückchen zu uns holen.

Über einen Aspekt, der mir persönlich zwar sehr wichtig ist, den ich aber für so extrem individuell halte, dass ich ihn kaum erwähne, möchte ich gleich zu Beginn etwas sagen: Ihr seht ja die schönen Muster auf dem Cover. Wenn ihr das Buch in die Hand nehmt, könnt ihr die Muster nicht nur sehen, sondern auch spüren und das Gold schimmert bezaubernd schön. Das ist ein tolles Gefühl in der Hand und war auch für meine Kleine sehr anziehend.

Die Rezepte sind bunt gemischt und es gibt für jede Tageszeit, jeden Geschmack und auch jede Schwierigkeitsstufe etwas. Warte, hier geht es weiter! …

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Kirgistan: Zwiebelbrot aus der Pfanne

Kirgistan, Kirgisistan, Kirgisien… Ganz egal, wie ihr das Land nennt, ich finde es sehr faszinierend. Manchmal habe ich das Gefühl, als wäre die ganze Region ein weißer Fleck auf der Landkarte. Selbstverständlich ist das nicht der Fall, aber im Alltag spielt die Politik hier kaum eine Rolle und auch so liest man recht wenig darüber, wenn man nicht gezielt danach sucht. In den letzten Jahren stolpere ich immer mal wieder über Berichte oder auch Bilder aus dem Land und der Region und ich muss sagen, ich finde sie sehr faszinierend und ansprechend. Gerade die Landschaft sieht großartig aus. Ich hoffe, ich reise irgendwann mal in diese Länder.

Mitgebracht habe ich euch heute eine Zwiebel-Fladenbrot, was in der Pfanne gebacken wird. Das geht super schnell und passt zu allen saucigen, suppigen Gerichten. Toll schmeckt es auch einfach mit einem Klecks Joghurt. Warte, hier geht es weiter! …

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Dänemark: Essiggurken

Das heutige Rezept mag denkbar einfach klingen, aber als ich es das erste Mal ausprobierte, war es eine großartige Erkenntnis, dass diese Leckerei so einfach und schnell hergestellt werden kann!

Essiggurken aus Dänemark

Normalerweise bin ich kein großer Fan von eingelegtem Obst oder Gemüse, auch von Fermentation bin ich persönlich nicht so überzeugt – geschmacklich vor allem. Aber es gibt eine Ausnahme: Zwischendurch mag ich ganz gern ein paar kleine, eingelegte Cornichons und quasi ständig könnte ich dänische Gurkenscheiben aus dem Glas essen. Kennt ihr die? Großartig! Und noch großartiger ist es, dass man diese Gurken tatsächlich ganz schnell und einfach zu Hause herstellen kann – deutlich günstiger, als die gekauften sind sie dann nebenbei auch noch. Warte, hier geht es weiter! …

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