Rezension: Das Leben ein Fest

Das heutige Buch ist ein echter Wälzer und könnte zu einer Art Standardwerk werden! In der Wissenschaft sagt man oft, dass die Standardwerke eher dröge und leider auch oft nicht richtig gut verständlich sind. Bei diesem Kochbuch ist das zum Glück nicht der Fall! Es ist vollgepackt mit den spannendsten Geschichten, etwas geschichtlicher Einordnung, tollen Bildern und vor allem über 300 Rezepten aus der islamischen Welt!

Im Buch unternehmen wir eine Reise durch die verschiedenen Küchen der Weltregionen, die arabische geprägt sind, von Nordafrika, über den Nahen Osten, arabische Länder, bis hin nach Asien. Dass das kein leichter Unterfangen ist, kann man allein schon an diesen geographischen Ausmaßen erkennen. So schreibt die Autorin auch selbst, dass sie sich auf die Klassiker und einige Lieblingsrezepte beschränken musste. Aber keine Angst, bei über 300 Rezepten sind noch sehr viele dabei, die man neu entdecken kann!

Toll finde ich die vielen Geschichten und Einordnungen zu den einzelnen Kapiteln, aber auch zu den Rezepten selbst. Bei jedem Rezept steht außerdem dabei, woher es stammt, bzw. wo es in erster Linie gegessen wird. Teilweise gibt es auch Variationsvorschläge, wenn es unterschiedliche Gerichte in leicht abgewandelter Form in anderen Gebieten ebenfalls gibt. Die Rezepte selbst variieren stark zwischen ganz einfacher Alltagsküche, bis hin zu aufwändigeren Gerichten. Ich konzentriere mich wie immer beim Ausprobieren eher auf die Alltagsküche… Bilder gibt es zu vielen, aber nicht zu allen Gerichten, das hätte den Umfang wahrscheinlich gesprengt.

Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe:
H’rissa: Im Prinzip die syrische Version der Basboussa, ein saftiger Grießkuchen mit Nüssen darauf und vollgesogen mit Sirup. Ich liebe solche Süßigkeiten und war froh, endlich mal wieder eine gebacken zu haben. Der Teig wird hier deutlich teigiger als bei meinem Basboussa-Rezept, wo das Ganze eher grießiger bleibt. Sehr fein!

Mast-o Khiyar: Die Kombination aus Gurke, Joghurt und Knoblauch ist offenbar auch im Iran sehr beliebt und einfach lecker! In unserem Fall gab es sie zu…

Petits pains sénégalais: Der Name verrät eigentlich schon alles: Kleine Brötchen aus dem Senegal. Das Besondere an ihnen ist sicherlich dei Form. Beim Essen kann man die Brötchen schön abrollen und prima in verschiedene Dips tunken. Sehr fein!

Mein Fazit: Ein tolles Buch, in dem man ewig blättern und immer wieder etwas Neues finden kann! Ich hatte es bereits in Schottland in der Hand, aufgrund des Umfangs und Gewichtes hatte ich es aber nicht gekauft, umso froher bin ich, dass es jetzt auf Deutsch ershcien und ich es hier vorstellen darf. Wer sich für die islamische Kochkultur interessiert, der kommt um dieses Buch nicht herum!

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Das Buch „Das Leben ein Fest“ von Anissa Helou umfasst 543 Seiten, kostet 48 Euro und erschien im at Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

Eine weitere, umfangreiche Rezension findet ihr übrigens drüben bei Magentratzerl.

 

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