Italien: Calzone con cipolla e olive

Heute holen wir uns ein bisschen Italien nach Hause, genau genommen geht es nach Apulien – also in den Absatz des „italienischen Stiefels“. Eine Calzone ist dort etwas ganz anderes, als man so intuitiv meist als erstes dazu im Kopf hat.

Hier wird die Calzone nämlich in einer runden Form gebacken und nicht mit Käse gefüllt, sondern in erster Linie mit süßlichen Zwiebeln. Toll an dem Gericht ist auch, dass es ein prima Streetfood ist und man auch die abgekühlte Calzone wunderbar am nächsten Tag noch essen oder als Snack mitnehmen kann. Durch die Füllung bleibt der Teig schön saftig.

Zutaten:
Für den Teig:
500 g Mehl
7 g Trockenhefe
90 ml Olivenöl
200 ml Wasser, lauwarm
1/2 TL Salz
Für die Füllung:
2 EL Olivenöl
400 g Lauch (das sind etwa 2 Stangen)
5 Frühlingszwiebeln
600 g Zwiebeln (bei mir braune)
100 g gehackte Tomaten (wenn Tomaten keine Saison haben, am besten aus der Dose)
100 g Sultaninen (da ich die absolut nicht mag, habe ich stattdessen Cranberrys genommen)
100 g Oliven, entsteint
1 TL Salz
1/2 – 1 TL Pfeffer
1 – 2 EL Kapern (im Original 10 eingelegte Sardellenfilets)
Zum Bestreichen: 1 Ei mit einem kleinen Schuss Milch, gut verquirlt
1 Springform, 26 – 28 cm Durchmesser, ausgelegt mit Backpapier und an den Rändern eingefettet
Zubereitung:

  • Zuerst den Teig vorbereiten: Dazu alle Zutaten in eine große Rührschüssel geben und mit den Knethaken oder den Händen zu einem glatten, homogenen Teig kneten. Falls nötig, noch ein wenig mehr Wasser oder Mehl dazu geben. Mit einem Geschirrhandtuch abdecken und an einen warmen, nicht zugigen Ort für 1-2 Stunden gehen lassen.
  • In den Zwischenzeit die Füllung vorbereiten: Zuerst Lauch, Frühlingszwiebeln und Zwiebeln schälen, bzw. waschen und die Enden abschneiden. Alles grob hacken.
  • In einer großen Pfanne das Öl erhitzen und den Lauch, Frühlingszwiebeln und Zwiebeln hinein geben und bei mittlerer Hitze etwa 30 Minuten schmoren lassen. Die Zwiebeln sollten weich und leicht gebräunt sein. Immer mal wieder umrühren.
  • Die Sultanien / Cranberrys und Oliven in der Zwischenzeit grob hacken.
  • Wenn die Zwiebelmischung fertig ist, die restlichen Zutaten für die Füllung (Tomate, Sultaninen, Oliven, Kapern und Gewürze) ebenfalls in die Pfanne geben und alles vermischen. Noch einmal erhitzen und ohne Deckel solange einköcheln lassen, bis die Mischung zwar noch saftig, aber nicht flüssig ist. Anschließend vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
  • Nach der Gehzeit den Backofen auf 180 °C vorheizen.
  • Den Teig eindrücken und in zwei Hälften teilen, die eine sollte etwas größer sein. Die größere Hälfte ausrollen – möglichst rund und vom Durchmesser her etwas größer, als die Springform. Die Hälfte in die Springform legen und den Teig an den Rändern etwas hochziehen.
  • Die Füllung darauf geben und gleichmäßig verteilen.
  • Die andere Teighälfte ebenfalls ausrollen – ebenfalls rund, dieses Mal vom Durchmesser genauso, wie die Springform. Diesen ausgerollten Teig als Deckel auf die Füllung legen und den Teig an den Rändern verschließen (das muss nicht perfekt sein).
  • In den Deckel oben eine kleine Öffnung ritzen – bei uns in Form eines Pis. Zum Abschluss noch mit dem verquirlten Ei bestreichen.
  • Im Backofen auf mittlerer Schiene etwa 1 Stund ebacken, bis die Oberfläche goldbraun ist. Etwas abkühlen lassen und dann genießen!

Guten Appetit!

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Habt ihr eines meiner Rezepte ausprobiert? Ich würde mich über eine Rückmeldung freuen! Gerne mit Bild für meine Nachgemachtseite!

Oder markiert mich bei Instagram gerne mit @beckyskoestlichkeiten.

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Das Rezept stammt aus dem Buch „Italia a mano“ von Paola Bacchia. Hier gibt es jede Menge Rezepte zu italienischem Streetfood. Enthalten sind dabei viele Klassiker, aber auch einiges, was nicht so bekannt ist. Vorgestellt werden uns die Leckereien in kurzen Einleitungstexten, dazu gibt es ansprechende Fotografien. Als Vegetarier fallen leider schon relativ viele Rezepte direkt weg, was ich etwas schade fand. Trotzdem bleiben aber noch einíges zur Auswahl übrig.
Ebenfalls ausprobiert habe ich „Cinque e cinque“, das ist ein Ciabatta-Brötchen, gefüllt mit einem Kichererbsenpfannkuchen und marinierter Aubergine. Komplett überzeugen konnte uns vor allem der Kichererbsenpfannkuchen nicht. Funktioniert hat das Rezept aber problemlos.
Mein Fazit: Ein bisschen italienisches Streetfood-Feeling für zu Hause“ Schöne Bilder und leckere Rezepte! Für Vegetarier leider nur mit Einschränkungen zu empfehlen, abgesehen davon ein schönes Buch!

 

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Das Buch „Italia a mano“ von Paola Bacchia umfasst 270 Seiten, kostet 29,99 Euro und erschien im Christan Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

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2 Antworten zu Italien: Calzone con cipolla e olive

  1. Das klingt ja wahnsinnig lecker! Dankeschön, für das tolle Rezept!

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