Rezension: Heimwehküche

Es wird Herbst und irgendwie finde ich, das heutige Buch passt wunderbar in den Herbst. Eigentlich geht es zwar nicht um diese Jahreszeit im Buch, aber das Thema „Heimwehküche“ oder „Lieblingsessen aus Omas Küche“ passt gut in den Herbst und Winter, weil diese Rezepte oft sehr herzhaft sind und sich wunderbar zum Einkuscheln zu Hause eignen!

Was soll man zu dem Thema sagen: Es gibt Gerichte aus der klassischen, deutschen Küche. Die allermeisten herzhaften Gerichte sind sehr deftig und fast immer mit Fleisch, manchmal Fisch, selten vegetarisch. Das ist schade als Vegetarier, aber nicht überraschend. Sehr positiv auf der anderen Seite: Fast die Hälfte des Buches wurde süßen Hauptgerichten und Gebäck gewidmet und hier findet man auch als Vegetarier viel Auswahl!

Oft habe ich in diesen Büchern, die sich der deutschen Küche widmen, das Gefühl, dass Norddeutschland fast gar nicht vorkommt. Und auch bei diesem Buch würde ich sagen, dass lange nicht alle Regionen ähnlich gut repräsentiert sind. Das ist etwas schade. Trotzdem ist die Vielfalt relativ hoch und das finde ich sehr positiv! Kleine Einleitungstexte helfen bei der Einordnung des Gerichts und sowohl die Zutatenlisten, als auch die Zubereitungshinweise sind gewohnt übersichtlich. Schön finde ich immer, wenn in Rezepten nicht einfach Zeitangaben stehen, sondern vor allem beschrieben wird, wie etwas aussehen oder riechen soll. Das wird hier ebenfalls gemacht. Wer bereits geübt in der Küche ist, kann die Zubereitung also eher überfliegen, aber man kann mit diesem Buch das Kochen auch lernen.

Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe:
Dampfnudeln: Ich habe eine Schwäche für Hefeteig und Dampfnudeln sind einfach toll! Ich habe sie in einer Pfanne und nicht (wie im Rezept angegeben) in einem Topf gegart, weil ich meinen Töpfen nicht so richtig traue, was das Anbrennen angeht. Irgendwie war es zu viel Wasser für die Pfanne und die Dampfnudeln wurden eher kompakt. Insgesamt in Ordnung, aber mein Lieblingsrezept wird dieses wohl nicht ablösen. (Mein Rezept für Dampfnudeln findet ihr bereits hier.)
Becher-Butterkuchen: Hier in Norddeutschland ist Butterkuchen eine Institution und gehört auf jeden Kuchentisch bei größeren Feiern – besonders bei älteren Menschen. Nun wird der klassische mit einem Hefeteig gebacken, der mit jeder Menge Butter, Sahne und Zucker übergossen wird. Die zweite Möglichkeit ist ein recht flüssiger Rührteig, der halb gebacken und dann mit einem Topping begossen weiter gebacken wird. Solch einer ist dieser. Statt der klassischen Mandeln habe ich ihn mit Sonnenblumenkernen gebacken. Schnell gemacht, sehr lecker und saftig!

Mein Fazit: Ein sehr schönes Buch zum Thema! Wer klassische, deutsche Hausmannskost mag, wird in diesem Buch fündig werden (und noch viel mehr, wenn ihr Fleisch und Fisch esst). Mir gefällt die recht unaufgeregte Aufmachung gut, ein Fan der kleinen Einleitungstexte bin ich sowieso und auch die Bilder machen Appetit!

 

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Das Buch „Heimwehküche“ von B. Hamm und L. Schmidt umfasst 190 Seiten, kostet 19,95 Euro und erschien im DK Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

 

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6 Antworten zu Rezension: Heimwehküche

  1. Pingback: Norddeutschland: Butterkuchen | Cooking around the world

  2. Anna C. schreibt:

    der Butterkuchen sieht ja mal toll aus….

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