Rezension: Abrahams Küche

Israelische Küche und all ihre Einflüsse und Eigenheiten waren hier schon häufig Thema und warum ich sie so liebe, könnt ihr an vielen Stellen nachlesen. Immer wieder zieht es mich zu dieser Küche, den Zutaten, den Aromen und damit auch zu allen Neuerscheinungen dieser Richtung. Klar, dass ich mir auch „Abrahams Küche“ von David Haliva genauer anschauen musste!

Das Buch überzeugt schon auf den ersten Blick durch die 300 Seiten Stärke und das schöne, puristische Titelbild. Schlägt man es dann auf, wird direkt deutlich, dass dieses Buch weit über ein einfaches Kochbuch hinaus geht. Die Einteilung der Kapitel ist schon bemerkenswert, denn es wird nach Landschaften und Städten unterschieden – was für mich immer vermittelt, dass sich hier jemand viele Gedanken gemacht hat und sich auch auskennt, weil er die verschiedenen Gerichte noch detaillierter zuordnen kann.
Jedes Kapitel beginnt dann auch mit einem Text zu Besonderheiten der Region, was die Gerichte auszeichnet und dazu gibt es jede Menge Fotografien von Landschaft, Menschen und selbstverständlich Essen und Zutaten. Darüberhinaus gibt es immer wieder weitere Texte zu bestimmten Themen – beispielsweise koscherem Essen.

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Trotz all dieser versammelten Informationen machen die Rezepte den Hauptteil des Buches aus. Die Auswahl ist sehr vielfältig, es gibt Fisch und Fleisch, aber glücklicherweise auch vieles Vegetarisches und Süßes. Die Bilder, die es zu jedem Rezept gibt, sind sehr schön: Hell, freundlich, das Gericht steht im Fokus und sie sind meist relativ puristisch. Auch einen Einleitungstext zum Einordnen gibt es immer. Das Schöne an der israelischen Küche ist in meinen Augen auch, dass man die allermeisten Zutaten auch hier ohne Probleme bekommt. Abschließend gibt es einen Index, der zwar sehr ausführlich ist, aber vor allem nach Zutaten geordnet ist. Das macht die Suche nach einem Rezept manchmal etwas kompliziert.

Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe:
Halvaschnecken mit Schokolade: Was soll man da sagen… Weicher, luftiger Teig, aufgerollt zu Schnecken mit Schokolade und Halva. Das ist himmlisch!

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Jerusalem Bagels: Das Besondere an diesen Bagels ist zum einen die andere Form: Die meisten bekannten Bagels bei uns sind eher kreisrund, während diese elliptisch sind. Außerdem werden sie mit einer Natronlauge betrichen, was ihnen einen interessanten Geschmack verleiht.

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Marinierte Auberginen: Ich liebe Auberginen! Und so war ich sehr glücklich, als ich im örtlichen Supermarkt ein tolles Angebot für sie sah und habe uns direkt ordentlich eingedeckt. Hier werden die Auberginen in Scheiben geschnitten, gebacken und anschließend in einer Mischung aus Kräutern, Öl und Knoblauch mariniert. Unfassbar gut mit frischen Bagels.

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Mein Fazit: Es wurde wohl schon deutlich: Mir gefällt das Buch sehr gut und ich halte es für eine tolle Bereicherung für meine Nahost-Sammlung. Hier gibt es für alle Kenntnisstufen des Kochens etwas, viele Rezepte, aber auch überdurchschnittlich viele Hintergrundinformationen und Nonfood-Bilder. Die Rezepte haben wunderbar funktioniert und waren alle drei glücklichmachend!

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Das Buch „Abrahams Küche“ von David Haliva umfasst gute 300 Seiten, kostet 35 Euro und erschien im Gestalten Verlag.
Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

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3 Antworten zu Rezension: Abrahams Küche

  1. Anna C. schreibt:

    Schon der Titel klingt so schön…

  2. Frau Traumenit schreibt:

    Das erste Mal denke ich wirklich über die Anschaffung eines Kochbuchs nach… Danke für die tollen Bilder!

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