Kuba: Pay de mermelada de fruta

Marmelade und Mürbeteig, eine typische Weihnachtskombination. Findet ihr nicht auch?

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Den Klassiker der Weihnachtsbäckerei habe ich euch heute mal etwas abgewandelt mitgebracht. Perfekt für alle, die keine Zeit und / oder Lust haben, zwanzig kleine Plätzchen zu formen und füllen. Wie wäre es stattdessen mit einem großen Mürbeteigplätzchen, gefüllt mit wunderbarer Marmelade nach Wunsch? Ich fand die Vorstellung jedenfalls schon beim ersten Sehen wunderbar und so muss ich euch diesen kubanischen Kuchen unbedingt noch schnell vor Weihnachten zeigen. Er macht sich bestimmt auch wunderbar als Mitbringsel.

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Füllen könnt ihr den Kuchen mit der Marmelade eurer Wahl. Sehr gut passt eine, die leicht säuerlich ist, Erdbeere ist aber natürlich immer eine gute Wahl. Den Teig könnt ihr direkt am Backtag zubereiten (dann müsst ihr aber etwas Kühlzeit einrechnen) oder auch schon bis zu maximal einer Woche vorher. Dann gut in Frischhaltefolie eingewickelt im Kühlschrank zwischenlagern. Wer direkt eine große 26er Form füllen möchte, nimmt einfach das doppelte Rezept.

Zutaten:
130 g Butter, zimmerwarm
65 g Zucker
1 Eigelb (das Eiweiß nicht wegtun, wenn ihr den Kuchen direkt backt)
200 g Mehl
1/3 TL Backpulver
1 Prise Salz
100 g Marmelade nach Wunsch, vgl. oben
1 Eiweiß (gerne das passende zum Eigelb oben, aber nicht, wenn ihr den Teig mehrere Tage im Voraus vorbereitet, dann nehmt bitte hier ein neues Ei)
1 Springform, 18 cm Durchmesser, gut eingefettet
Zubereitung:

  • Die Butter zusammen mit dem Zucker in eine Rührschüssel geben und gut vermischen. Dann das Eigelb dazu geben und ebenfalls gut unterrühren. Mehl, Backpulver und Salz dazu geben und solange mischen, bis gerade ein homogener Teig entstanden ist. Möglichst wenig kneten. Den Teig in zwei Hälften teilen, jeweils zu einer Scheibe plattdrücken und in Frischhaltefolie schlagen. Mindestens 20 Minuten in den Kühlschrank legen.
  • Den Backofen au f 180 °C vorheizen, wenn ihr bereit seid, den Kuchen zu backen.
    Die eine Hälfte des Teiges auf etwa 20 cm Durchmesser ausrollen und in die Springform legen – der Boden sollte komplett bedeckt sein und es sollte einen kleinen Rand von knapp einem Zentimeter Höhe geben. Im Ofen 10 Minuten backen.
  • In der Zwischenzeit könnt ihr den zweiten Teil schon ausrollen. Ich mache das übrigens gern auch der Frischhaltefolie, in dem er auch eingewickelt war. So klebt er nicht an der Arbeitsplatte und man kann ihn auch leicht transportieren.
  • Wenn der erste Boden gebacken ist, aus dem Ofen nehmen. Ein paar Minuten auf dem Balkon, Terrasse oder ähnlichem abkühlen lassen. Anschließend die Marmelade darauf verstreichen und den zweiten Boden darüber legen und an den Rändern etwas festdrücken. Mit dem Eiweiß bestreichen (ihr werdet wahrscheinlich nicht das Ganze brauchen) und den Kuchen etwa 25 Minuten im Ofen fertig backen. (Wie ihr auf den Bildern vielleicht erahnen könnt, ist bei mir der Teig nicht komplett durchgebacken, seid also ruhig etwas mutiger mit der Farbe.)

Genießt euren Kuchen!

Ihr habt dieses oder ein anderes meiner Rezepte ausprobiert? Ich würde mich über eine Rückmeldung freuen! Gerne mit Bild für meine Nachgemachtseite!

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DCF 1.0

Das Rezept stammt aus einem Buch, das ein toller Weihnachtstipp für alle Kuba-Liebhaber sein dürfte: „The Taste of Havana“. Ich hatte in der Vergangenheit ja bereits „The Taste of Istanbul“ und „The Taste of Marrakesh“ vorgestellt und ich muss sagen, dass mir jeder einzelne Band dieser Reihe außerordentlich gut gefällt. Dieses kubanische setzt da noch einmal einen drauf, obwohl mir zugegebenermaßen diese Küche am Anfang die Fremdeste war. Allerdings schaffen es die Autoren, den Leser mit in die kubanische Lebensart zu ziehen. Lutz Jäkel steuert mal wieder tolle Bilder bei und so fühlt man sich direkt wie im Urlaub. Auch viele der Gerichte wurden so abgelichtet, dass man tatsächlich zu erkennen meint, dass sie vor Ort geschossen wurden. Das ist super und trägt sehr zur spürbaren Authentizität bei. Die Rezeptnamen werden – wie immer in dieser Reihe – in der Landessprache und einer deutschen Übersetzung angegeben, was ich für die optimale Lösung halte. Die Rezeptauswahl ist sehr vielfältig, es ist für jede Tages- und Nachtzeit etwas dabei, vom Frühstück, über das Mittagessen, über Herzhaftes, Süßes und den Drink am Abend. Einziger Wehrmutstropfen: Die allermeisten herzhaften Gerichte sind sehr fleisch- oder fischlastig. Glücklicherweise gibt es aber auch viele süße Speisen, sodass ich trotzdem schnell fündig wurde. Persönliche EInleitungstexte gibt es zu manchen, aber lange nicht allen Rezepten. Davon hätte es gern mehr geben dürfen. Ansonsten sind die Rezepte an sich aber gut und klar verständlich beschrieben, die Zutatenlisten sind übersichtlich und auch bei Kuchen stehen die Backformgrößen leicht zu finden dabei. Zusätzlich dazu gibt es auch noch Portions-, Zeit- und Schwierigkeitsangaben,
Mein Fazit: Das Buch macht Lust auf Kuba! Es gibt tolle Bilder darin, die Straßenszenen, Essen und natürlich die Gerichte zeigen. Das wirkt alles sehr einladend. Die Rezepte sind sehr vielfältig und man braucht nicht allzu viele exotische Zutaten zum Nachkochen. Einem Vegetarier würde ich das Buch allerdings trotzdem nur unter „Warnung“ empfehlen, denn es gibt einfach kaum herzhafte, vegetarische Gerichte im Buch. Die Süßspeisen verlocken allerdings!

Passend zu dem Buch gibt es übrigens eine tolle Website mit noch mehr Bildern, Musik, Videos,…  Wer mal schauen möchte: Klick!

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Das Buch „The Taste of Havana“ von Lutz Jäkel und Dayami Grasso-Toledano umfasst 240 Seiten, kostet 25 Euro und erschien in der Edition Fackelträger.
Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

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