Rezension: Carpatia

Mit dem heutigen Buch verreisen wir kulinarisch in die Karpaten, also nach Rumänien! Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und behaupte, dass dieses Land für viele noch eher ein weißer Punkt auf der kulinarischen Landkarte ist. Oder wie sieht es bei euch aus?

Ganz am Anfang der Weltreise hatte ich euch schon mal Mamaliga vorgestellt, ein fester Maisbrei, der typisch rumänisch ist. Damit hörte mein Wissen über die rumänische Esskultur aber dann im Prinzip auch schon wieder auf… Bis dieses Buch den Weg zu mir fand! Gerade bei Länderküchen und speziell bei eher unbekannten, ist es wichtig, eine Geschichte zu erzählen, den Leser gewissermaßen an die Hand zu nehmen und etwas über Land, Leute und Gerichte zu erzählen und genau dies gelingt Irina Georgescu in ihrem Buch wunderbar! Um diese Geschichte noch anschaulicher zu machen, finden wir im Buch zusätzlich viele Fotografien von der Landschaft oder auch Städten, das macht wirklich Lust, Rumänien einmal selbst zu erkunden (wenn man denn wieder reisen kann…).

Zuerst einmal erfahren wir schon in der Einleitung, dass die rumänische Küche stark geprägt ist von türkischen, slawischen und griechischen Einflüssen, genauso aber auch von ungarischen, österreichischen und siebenbürgisch-sächsischen. Das ist eine wilde Mischung und daran kann man immer schon viel über die Geschichte eines Landes erahnen, wie ich finde. Bis auf wenige Ausnahmen werden alle Gerichte von einem großen Bild begleitet und zusätzlich gibt es einen ausführlichen Einleitungstext, in dem wir etwas über das Gericht, den Ursprung, die Gelegenheiten, zu denen es auf den Tisch kommt, oder anderes Wissenswertes erfahren. Die verendeten Zutaten sind insgesamt problemlos zu besorgen und zwischendurch gibt es auch immer mal Allternativvorschläge, wenn es bei gewissen Zutaten schwierig werden könnte, sie außerhalb Rumäniens zu bekommen.

Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe:
Piperchi: Hierbei handelt es sich um eine Art Paprika-Geschnetzeltem mit Tomatensauce und Kräutern. Was mich erstaunte war, dass weder Zwiebeln, noch Knoblauch hinein kommen. Das Gericht wird traditionell zum Frühstück gegessen, bei uns kam es als Abendessen auf den Tisch und konnte absolut überzeugen. Dazu gab es…

Cascaval pané: Das ist ein panierter und dann gebratener Käse. Da man den original Käse außerhalb Rumäniens schlecht bekommt, wurde alternativ Bergkäse empfohlen. Was soll ich sagen: Panierter Käse? Ein Traum!

Covrigi: Auch dieses gab es zum gleichen Essen dazu und ich kann die Kombination nur weiterempfehlen! Covrigi sind Hefeteigkringel oder -brezeln mit Mohn bestreut. Ein fluffiger Teig, die Mengenverhältnisse passten und das Ergebnis war feines, frisches Brot.

Mein Fazit: Im Vorfeld war ich sehr gespannt auf das Buch und freute mich sehr, als es eintraf. Beim Durchblättern war ich dann auf der einen Seite begeistert, weil das Buch Spaß macht, spannend ist und uns die rumänische Kultur ein Stück näher holt. Allerdings sind die Auswahlmöglichkeiten für Vegetarier etwas begrenzt. Wenn man dann etwas genauer schaut, findet man aber zum Glück doch einige Leckereien. In meinen Augen eine tolle Ergänzung für meine Kochbuchsammlung.

 

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Das Buch „Carpatia“ von Irina Georgescu umfasst 222 Seiten, kostet 26 Euro und erschien bei ars vivendi. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

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2 Antworten zu Rezension: Carpatia

  1. Anna C. schreibt:

    Kaskaval findet man manchmal in türkischen Lebensmittelgeschäften, ich verwende den gerne zum Überbacken oder für Pizza! Das BUch klingt spannend…

    • Becky schreibt:

      Danke für den Tipp! Werde ich beim nächsten Mal auf jeden Fall schauen, ob ich welchen finde!
      Das Buch ist wirklich spannend! Mal eine unbekanntere Küche, die aber trotzdem auch für uns total alltagstauglich ist.

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