Rezension: Asien vegetarisch

Heute geht es mal wieder nach Asien für uns! Genauer machen wir eine kleine Rundreise durch verschiedenste asiatische Küchen oder Gerichte, die davon inspiriert wurden. Und besonders schön für mich: Alle Gerichte sind vegetarisch, viele vegan oder mit veganen Varianten!

Das Buch ist entstanden, als die Autorin gerade ein Baby bekommen hatte und als dieses Kind ein Kleinstkind war und genau das merkt man an den Gerichten auch – und zwar im allerbesten Sinne! Hier werden keine aufwändigen Rezepte präsentiert, für die man ewig in der Küche stehen muss oder 10 Schüssel braucht. Die Gerichte sind alle relativ schnörkellos und konzentrieren sich auf guten Geschmack und frische Zutaten. Das gefällt mir extrem gut! Das einzige, was nicht immer ganz praktikabel sind, sind die Zutaten an sich. Die meisten bekommt man problemlos in jedem Supermarkt, zwischendurch werden aber auch immer mal wieder „exotischere“ benutzt, die man nur im Asia Markt bekommt. Lebt man auf dem Land – wie ich – ist es gerade im Moment nicht so einfach, diese zu bekommen. Entsprechend habe ich diese Gerichte für mich erst einmal aussortiert für entspanntere Zeiten. Trotzdem blieben noch jede Menge übrig, die ich gern ausprobieren möchte!

Zu den allermeisten Rezepten gibt es Bilder, die allesamt sehr ansprechend sind – wie könnte es auch sein, wenn David Loftus sie geschossen hat. Außerdem werden sie von einem persönlichen Einleitungstext über den Geschmack, die Herkunft oder auch mögliche Austauschzutaten begleitet. Dazu kommt noch ein kurzer Hinweis auf speziellere Kochutensilien oder ähnliches. Die Zutatenlisten sind sehr übersichtlich und auch die Zubereitungsanweisungen sind sehr ausführlich und gut verständlich. Ein umfangreiches Register erleichtert das Finden von konkreten Rezepten.

Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe:
Sommerpilaw mit Tomaten, Cashewkernen und Kokosmilch: Der Titel beschreibt es schon ganz gut: Dieses Pilaw steckt voller Geschmack und passt vor allem durch die Tomaten wunderbar in den Sommer. Das Tolle: Alles wird in einer Pfanne zubereitet und auch der Reis gart darin und saugt sich dadurch mit dem Geschmack etwas voll. Die Portionen waren sehr groß, beim Würzen hätte man etwas mutiger sein dürfen, aber das habe ich dann einfach so nachgeholt.

Nudeln mit Frühlingszwiebeln & Ingwer: Bei diesem Gericht geht es eigentlich um die Sauce, wie die Autorin selbst schreibt. Sie ist in Anlehnung an David Chang entstanden und besteht vor allem aus Frühlingszwiebeln, etwas Ingwer, Sojasauce und etwas Essig. Riecht und schmeckt sehr frisch, für mich gern noch etwas Chilikick…

Geschmorter Tofu mit Honig, Ingwer & Sojasauce: Hierbei handelt es sich laut Einleitungstext um eine Mogelversion von dubu jorim und da hier alle das koreanische Tofugericht lieben (Rezept gibt es hier), wanderte auch diese Version direkt auf die Nachmachliste. Als „Mogelzutat“ wird geriebene Birne zur Sauce gegeben, die tatsächlich eine tolle Süße abgibt, ohne die Sauce übertrieben süß zu machen. Insgesamt eine großartige Version, die mir extrem gut gefallen hat!

Malai-kari mit Kürbis: Ich weiß, Kürbis ist so gar nicht saisonal, aber ich hatte ihn hier noch von Ende Februar liegen und da es hier im Norden gerade recht kühl und regnerisch ist, passte das Wetter zu diesem Curry wunderbar. Das Gericht ist einfach zuzubereiten und herzhaft. Im Herbst werde ich es bestimmt noch mal machen!

Mein Fazit: Ein super Buch, ich bin wirklich froh, dass ich es hier habe einziehen lassen, obwohl ich in der Vorschau noch nicht überzeugt war. Die Rezeptauswahl ist sehr vielfältig, das Buch bildet viele verschiedene Teile asiatischer Esskultur ab, die Rezepte sind leicht zu kochen und lecker. Ebenfalls positiv: Es wird sich hier meist auf Gerichte konzentriert, die von Haus aus vegetarisch / vegan sind und nicht künstlich und „mit Gewalt“ in das entsprechende Muster gepresst werden. Was mich wunderte war, dass die Gewürze eher sparsam eingesetzt werden, aber da kann man ja beliebig nachjustieren. Insgesamt sehr empfehlenswert!

 

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Das Buch „Asien vegetarisch“ von Meera Sodha umfasst 303 Seiten, kostet 26,95 Euro und erschien im DK Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

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Eine Antwort zu Rezension: Asien vegetarisch

  1. Ira Moritz schreibt:

    Hallo Becky, sehr schöne Rezension! Ich habe gerade noch mal bei den von mir probierten Rezepten geschaut, weil ich es sehr pikant liebe. Ich hatte eigentlich kein Rezept in der Mache, das mit weniger als einer halben entkernten Chilischote auskam. Häufig war es sogar eine ganze oder schon mal ¾ TL Kaschmiri-Chili-Pulver für das schwarze Dal. 12 Curryblätter im Sommer-Pilaw sind für mich rein Gewürz technisch auch eine Ansage. Es liegt vermutlich daran, dass mein Daumen unbewusst immer da hängen geblieben ist, wo ich mich geschmacklich zu Hause fühle 😉…. Liebe Grüße aus Frankfurt Ira.

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