Rezension: Tokyo stories

Dieses Buch ist ein wenig meiner extremen Antriebslosigkeit zu Beginn der Quasi-Quarantäne zum Opfer gefallen und liegt inzwischen schon ein bisschen länger bei mir auf dem Schreibtisch… Nun möchte ich es euch aber nicht weiter vorenthalten und so geht es für uns heute nach Tokio!

Der Autor ist Tim Anderson, Küchenchef und Eigentümer eines japanischen Rastaurants in Brixton (GB). Er war bereits achtmal in Japan und beschäftigt sich schon seit er ein Teenager war mit der Kultur und Küche des Landes. Wir haben es hier also mit einem echten Fan der japanischen Küche zu tun und genau das merkt man auch beim Lesen. Die Begeisterung, mit der die Einleitungstexte zu den einzelnen Gerichten verfasst wurden, ist durch die Seiten hindurch ansteckend. Durch die zahlreichen Fotografien hat man noch einmal mehr das Gefühl, ebenfalls durch Tokio zu schlendern.

Die Rezepte sind an sich sehr vielfältig, es gibt Getränke, aufwändigere Gerichte, einfacheres nach dem Vorbild von Verkaufsautomaten kreierte, Mittagssnacks und auch ein paar süße Gebäcke. Süße Desserts und vor allem Kuchen – wofür die Japaner ja durchaus auch bekannt sind – gibt es allerdings eher wenige in diesem Buch, was ich etwas schade fand. Da in Japan auch recht oft Fisch oder Fleisch gegessen wird, ist das Buch für Vegetarier leider auch nur eingeschränkt zu empfehlen. Die Zutaten sind – bis auf ein paar Ausnahmen – erfreulich gut auch hier in Supermärkten zu bekommen. Gerade jetzt im Moment möchte man ja nicht erst für ein paar wenige Rezepte in 3 verschiedene Läden rennen…

Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe:
Afternoon Milk Tea: Hier wird Tee nicht mit Wasser gekocht und schließlich kommt ein wenig Milch hinzu, sondern der Tee zieht direkt in der Milch. Getrunken wird das Ganze dann kalt und ist ein bisschen wie ein Tee-Milchshake. Ich könnte mir vorstellen, dass es das diesen Sommer hier noch öfter geben wird.

Eine super Idee finde ich auch den aufgemotzten Ramen. Hier bereitet man sich einfach eine Schüssel von diesen einfachen Nudelsuppen zu und verfeinert sie mit frischer Frühlingszwiebeln, Sojasauce, einem gekochten Eis oder ähnlichem. Einfach, aber sehr wirkungsvoll!

Mein Fazit: Im Vorwort schreibt Anderson , dass das Buch zwar in erster Linie ein Kochbuch sei, man es aber auch gut als Reiseführer nehmen kann. Sollte ich mal nach Tokio kommen, werde ich vorher sicherlich noch einmal dieses Buch zur Hand nehmen (und zwischendurch auch schon). Die Gerichte wirken authentisch, unaufgeregt und trotzdem extrem fernwehweckend.

 

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Das Buch „Tokyo stories“ von Tim Anderson umfasst 255 Seiten, kostet 35 Euro und erschien im südwest Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

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Eine Antwort zu Rezension: Tokyo stories

  1. Pingback: Japan: Milk Tea | Cooking around the world

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