Rezension: Palästina

Dies ist die erste Rezension, die ich seit der ganzen Corona-Quarantäne / Selbstisolation schreibe. Die ersten zwei Wochen hatte ich überhaupt keine Motivation oder Energie, mich um die hier liegenden Kochbücher zu kümmern. Geändert, und mir etwas Freude am Kochen zurück gegeben, hat das dieses Buch! (Ein weiteres fand ich ebenfalls sehr schön, daraus zeige ich euch vielleicht demnächst etwas.)

Sami Tamimi ist kein Unbekannter, er führt gemeinsam mit Yotam Ottolenghi Restaurants in London und ist auch Co-Autor von einigen seiner Bücher. Tara Wigley gehört seit 2010 zur „Ottolenghi-Familie“ und ist in diesem Buch der „Reisebegleiter“, sie schreibt über das Essen und die verfasste die Rezepte, die Sami Tamimi entwickelte. Entsprechend hoch waren auch meine Erwartungen an dieses Buch und – Spoiler – sie wurden voll erfüllt!

Die Rezepte sind sehr vielfältig und obwohl es zwei Kapitel gab, die für mich gar nicht in Frage kamen (Fisch und Fleisch), habe ich gleich zwei Post-It-Zettel mit Rezepten vollgeschrieben, die ich ausprobieren möchte. Es gibt tolle kleine Snacks, Salate, Gemüsegerichte und besonders die beiden Kapitel über Gebäcke (meist herzhaftes) und Süßspeisen haben mich voll überzeugt und ich würde mich am liebsten einmal komplett durchprobieren! Zusätzlich zu den konkreten Rezepten gibt es auch immer wieder Sieten mit Geschichten über den Landstrich, über konkrete Zutaten und ähnliches. So kann man auch in diesem Kochbuch noch ein wenig über Palästina und seine Küche lernen, wenn man möchte.

Sehen diese Tahini – Rollen nicht großartig aus?!

Die meisten Rezepte werden von einem freundlichen, hellen Bild begleitet – nicht überladen und die Speisen stehen immer im Vordergrund. Dazu kommt dann jeweils ein Einleitungstext, der uns weiteres über das Gericht erzählt – diese Texte sind sehr informativ, weil sie nicht nur allgemein gehalten sind, sondern es oft noch Tipps zum Vorausplanen, Lagern oder Zutatentipps gibt. Anschließend folgen eine übersichtliche Zutatenliste und ausführliche Zubereitungsbeschreibungen.

Die Zutatenlisten sind nicht kurz – das wird niemanden verwundern, der die Ottolenghi-Bücher kennt. Allerdings sind sie auch oft nicht so „schlimm“, wie sie auf den ersten Blick aussehen: Wer beispielsweise einen gut eingerichteten Gewürzvorrat hat, der kann meist gefühlt die Hälfte der Zutaten allein damit abhaken. Die Zutaten an sich sind typisch nahöstlich, man sollte für das Nachkochen also auf jeden Fall ein paar Basics wie Tahini, Kreuzkümmel, Zitronen und Co zu Hause haben. Wirklich exotische oder schwer zu bekommende Zutaten werden aber sehr wenig benutzt, man kann also direkt viel nachkochen, wenn man möchte.

Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe:
Hefeschnecken mit Sumach-Zwiebeln: Dieses tolle Rezept war das erste, was wir nach dem Aufschlagen sahen und das erste, was wir ausprobierten. Das Ergebnis war großartig und das Rezept findet ihr bereits auf dem Blog. HIER klicken oder direkt auf das Bild:

Schoko – Qahwa – Kuchen: Dieser Kuchen passte perfekt zur Coronazeit, denn er kommt komplett ohne Mehl aus. Dafür ist er eine ganz schöne Bombe, wie eine Art gebackener Schokotrüffel mit Kaffeearoma und einer karamellisierten und knusprigen Hülle. Wunderbar!

Fatayer sabanekh: Hierbei handelt es sich um dreieckig geformte Spinattaschen. Der Teig ließ sich sehr gut formen, die Füllung war lecker, aber etwas zu wenig, weswegen ich in einen Teil noch etwas Feta gekrümelt habe. Der Sesam gehört eigentlich nicht zum Rezept, aber alles sieht doch irgendwie hübscher aus, wenn noch Sesam darüber gestreut wurde, oder?

Mein Fazit: Tolles Buch, super Rezepte, unbedingt zu empfehlen für alle, die diese Küche lieben oder kennenlernen wollen!

 

Übrigens findet ihr ein ganz ähnliches Rezept, wie die Tahini-Schnecken schon auf dem Blog. Einfach auf das Bild klicken…

 

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Das Buch „Palästina“ von Sami Tamimi und Tara Wigley umfasst 352 Seiten, kostet Euro und erschien im DK Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

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