Südafrika: Malva Pudding

Vor einem Weilchen hatte ich euch berichtet, dass ich schon seit Jahren „Haupia“ aus Hawaii kochen wollte. Genau so lange steht auf „Malva Pudding“ aus Südafrika auf meiner Liste und ähnlich, wie mit der Haupia fiel mir nun ein Buch in die Hände, das mir den endgültigen Stupser gegeben hat.

Malva Pudding ist ein südafrikanisches Dessert. Die Zutaten klingen erst einmal nicht besonders spektakulär, aber das Ergebnis ist es dafür umso mehr! Zuerst backt man einen einfachen Kuchen, der eine leichte Aprikosennote hat. Nach dem Backen wird der Kuchen danach mit einer Butterscotch Sauce. Einfach super!

Ein ähnliches Rezept ist auch schottischer Sticky Toffee Pudding. Ebenfalls absolut großartig und empfehlenswert! Der Malva Pudding ist allerdings nicht ganz so dunkel und auch ein wenig leichter.

Übrigens gibt es zwar ein paar Theorien dazu, woher der Name des Puddings kommt, aber eine wirkliche Antwort kennt wohl niemand. Vielleicht kommt es von dem Begriff „malvalekker“ aus dem Afrikaans, das Marshmallow bedeutet und auf die Konsistenz anspielt. Eine andere Idee zum Namensursprungs spielt auf die Bedeutung von „Malva“ im Afrikaans an: Geranien! Eventuell wurde der Malva Pudding früher mit Pelargonien (hierzulande oft als Geranien bezeichnet) aromatisiert.

Zutaten:
Für den Teig:
175 g Mehl
3 TL Natron
200 g Zucker
2 Eier
3 TL Essig
3 TL Butter, geschmolzen (man kann auch Öl nehmen)
3 TL Aprikosenmarmelade
250 ml Milch
1/2 TL Salz
Für die Sauce:
125 ml Sahne
125 ml Milch
125 g Butter
50 g Zucker
125 ml Wasser
1 TL Zimt
Optional: 2 EL Rum
1 Auflaufform, etwa 23 x 23 cm, gut eingefettet
Zubereitung:

  • Den Backofen auf 180 °C vorheizen
  • Zuerst den Teig zubereiten: Dafür Mehl, Natron und Zucker in eine große Rührschüssel geben und vermischen. In einer anderen Schüssel alle restlichen Zutaten für den Teig verquirlen. Anschließend die flüssigen Zutaten in die andere Schüssel geben und kurz vermischen, bis alles homogen ist.
  • In die vorbereitete Form gießen und glatt streichen. Im vorgeheizten Backofen auf mittlerer Schiene 40 Minuten backen. Der Teig sollte leicht braun und aufgegangen sein.
  • Nach der Hälfte der Backzeit alle Zutaten für die Sauce in einen kleinen Topf geben und einmal aufkochen. Dabei immer wieder rühren. Die Butter und der Zucker sollten komplett geschmolzen sein. Vom Herd nehmen.
  • Den fertig gebackenen Kuchen von der Folie befreien und mit der Sauce vorsichtig übergießen, sodass nichts daneben tropft. Etwas einziehen lassen und am besten warm genießen. Schmeckt toll mit Vanillesauce oder Eis!

Guten Appetit!

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Habt ihr eines meiner Rezepte ausprobiert? Ich würde mich über eine Rückmeldung freuen! Gerne mit Bild für meine Nachgemachtseite!

Oder markiert mich bei Instagram gerne mit @beckyskoestlichkeiten.

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Das Buch, aus dem ich mich habe inspirieren lassen, heißt „Food Jam“. Das Konzept des Buches ist, jeweils mehrere Gerichte zu einem Hauptthema zu präsentieren und diese möglichst mit mehreren Leuten zusammen zuzubereiten und zu essen. Ein großes, gemeinsames Fest also im Prinzip. Passend dazu steht auch zu jedem Kapitel eine lange Einkaufsliste, für den Fall, dass man alle Gerichten zubereiten möchte. Trotzdem gibt es noch einmal eine Zutatenliste pro Rezept, man kann sich also auch einzelne Gerichte raussuchen.
Die Themen sind sehr vielfältig und international. Die Rezepte passen zu den jeweiligen Themen, ich hätte mir noch ein bisschen mehr vegetarische Auswahl gewünscht, aber das Angebot ist ok und ein Thema ist auch komplett vegetarisch. Den Zubereitungsschritten kann man leicht folgen und zu Beginn des Kapitels stehen immer kurze Hinweise, mit welchem Teil man zuerst beginnen sollte, das finde ich sehr hilfreich und dadurch wirkt das Konzept sehr erprobt. Die Bilder im Buch sind in Ordnung, man erkennt das Gericht und bekommt eine Vorstellung, allerdings sind sie schon recht dunkel und wirken dadurch leider öfter mal etwas farblos. Die Bilder von gemeinsamen Kochaktionen runden das Ganze ab. Ein Register gibt es nicht.
Mein Fazit: Insgesamt ein sehr vielfältiges Buch, das gut durchdacht und erprobt wirkt. Die Idee finde ich sehr gut und auch die Themen sprechen mich an. Die Bilder finde ich nicht so gelungen und eine größere vegetarische Auswahl hätte mich gefreut.

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Das Buch „Food Jam“ von Anthony Chira und Georg Renöckl umfasst 210 Seiten, kostet 29 Euro und erschien im Braumüller Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

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