Levante – Doppelrezension

Heute gibt es gleich eine Doppelrezension für euch, weil es sich einfach perfekt anbot: Zwei Bücher, zwei Verlage, zwei Autorinnen, ein Thema und sogar ein Buchtitel: Levante! Dass ich die Küche, die Zutaten und die Geschmäcker des Levante liebe, ist inzwischen kein Geheimnis mehr und dass mich diese beiden Neuerscheinungen direkt angesprochen haben, dürfte deswegen auch niemanden wundern.

Das Buch von Rawia Bishara hatte ich in Schottland schon mehrfach in der Hand und hätte es am liebsten direkt mitgenommen, da ich wusste, dass es mich zurück in Deutschland bereits erwarten würde, habe ich das natürlich gelassen…
 

Was habe ich denn für euch dabei? Zum einen ist da das Buch von Rawia Bishara. Sie ist Köchin, wurde in Palästina geboren und betreibt das Restaurant Tanoreen in New York. Ihr erstes Buch hatte ich euch auch schon vorgestellt: KLICK! Die Autorin berichtet in ihren Buch von vielen Kindheitserinnerungen und kombiniert die klassischen Gerichte und Geschmäcker mit neuen Zutaten oder Zubereitungsmethoden. Das finde ich spannend und durch die vielen persönlichen Anekdoten und Einleitungstexte ergibt alles Sinn und ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass man richtig mitgenommen wird. Das Buch wirkt auf eine tolle Weise rund und einladend. Es gibt nicht zu allen Gerichten Bilder, die enthaltenden sind unaufgeregt, man erkennt das jeweilige Gericht gut und sie vermitteln ein Gefühl, dass man das Rezept ebenfalls so auf den Teller bringen könnte.

Klasse fand ich an vielen Rezepten die Anmerkung, dass man beispielsweise mit der Form des Gebäcks ruhig kreativ werden kann. Wer keine Zeit hat, kleine Bällchen zu formen, backt das Ganze einfach als große Rolle oder ähnliches. Solche Kleinigkeiten zeigen mir, dass jemand mitdenkt und die Rezepte auch im Alltag getestet hat. Ich persönlich benuze Kochbücher eigentlich immer als Inspiration und empfinde Autoren als anstrengend, die glauben, sie hätten das Goldene vom Ei entwickelt, was keinesfalls etwas verändert werden darf. Die Zutaten sind ingsesamt gut zu beschaffen, ein paar (wie Mastix, Mahlab oder ähnliches) muss man etwas suchen. Für Vegetarier gibt es ebenfalls eine gute Auswahl, wobei das Buch auch viele nicht-vegetarische Gerichte enthält.

Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe:
Grüne Za’atar Bällchen: Eine Füllung aus Halloumi, Za’atar, Schalotten und noch ein paar Gewürzen, die ummantelt von einem saftigen Hefeteig gebacken wird. Sehr fein!
Bourekas: Bourekas sind im Prinzip Teigtaschen, oft aus Blätterteig und hier mit einer Spinat-Feta-Füllung. Immer wieder sehr lecker und leicht und schnell gemacht. Für mich ein tolles Essen, wenn ich keine Lust habe, Stunden in der Küche zu verbringen.

Bourekas: Blätterteigtaschen sind immer eine gute Idee, oder? Hier gefüllt mit Spinat, Feta, Hüttenkäse und ein paar Gewürzen. Lecker! Nicht mehr, nicht weniger! Perfekt auch, um ein paar mehr zu backen und mitzunehmen auf einen Ausflug.

Was mir bei beiden Rezepten aufgefallen ist: Es wird sehr viel Füllung und viel Olivenöl verwendet. Beides habe ich jeweils etwas reduziert.

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Kommen wir zum zweiten Buch: Dieses wurde von Tanja Dusy verfasst, deren letztes Buch Nihon ich sehr gelungen fand und die für ihre vielen, vielen Kochbücher bekannt ist. Dieses Mal hat sie sich also der Küche des Nahen Ostens zugewendet!

Das Buch beschäftigt sich mit Mezze, also all den kleinen Gerichten, die man oft mit vielen anderen gemeinsam auf den Tisch stellt und genießt. Wer also ein tolles Buffet zu dem Thema zusammenstellen möchte, ist hier genau an der richtigen Adresse. Es gibt kleine Kapiteleinführungen, aber keine zu den jeweiligen Gerichten. Die Zutaten sind alle sehr gut zu beschaffen, hier wurde darauf geachtet, möglichst klassische Gerichte vorzustellen, die nur Zutaten verwenden, die man auch hierzulande problemlos bekommt. Dazu kommen noch helle, freundliche Bilder, die einen dazu bringen, direkt in die Küche laufen zu wollen.

Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe:
Schnelle Gurken – Pickles: Die Kleine liebt eingelegte Gurken und so wanderten diese direkt auf die Nachmachliste. Ganz klassisch werden sie mit Zucker, Salz, Essig, Dill und Senfkörnern eingekocht, dazu kommen noch Knoblauch und Chili. Sie sollen 2-3 Tage ziehen, man kann sie aber auch auf Vorrat machen. Sehr gut zu frischem Brot und…

Rote Bete Falafeln: Ich liebe Falafeln, backe sie aber immer im Ofen und nicht in Fett aus. Hier werden sie durch Rote Bete herrlich rot und machen sich toll gemeinsam mit…

Hönig – Möhren mit Minz-Joghurt: Gebackene süß-scharfe Möhren haben wir letztes Jahr für uns entdeckt und seitdem gibt es sie immer wieder. Dazu noch ein frischer Joghurt und fertig ist ein tolles Gericht! Wenn ihr das noch nicht ausprobiert habe, wird es Zeit!

Mein Fazit: Zwei richtig tolle Bücher zum Thema „Levante“ und seine Küche. Beide liefern tolle Rezepte, die alltagstauglich, aber trotzdem besonders sind. Das Buch von Rawia Bishara wirkt auf mich noch persönlicher, es ist voller Geschichten und Erlebnisse, man merkt, dass es sich hier um IHRE Küche handelt. Das macht sehr viel Spaß! Das Buch von Tanja Dusy ist ebenfalls toll. Empfehlen würde ich es eher Menschen, die gerade erst anfangen, sich mit der Küche zu beschäftigen, hier findet man alle Klassiker, die man einfach kennen sollte! Aber auch hier gibt es noch einiges zu entdecken, wenn man sich schon mehr mit der Levante beschäftigt hat.

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Das Buch „Levante – Meine kreative orientalische Küche“ von Rawia Bishara umfasst 222 Seiten, kostet 25 Euro und erschien bei der Edition Fackelträger. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Das Buch „Levante – Gemeinsam orientalisch genießen“ von Tanja Dusy umfasst 160 Seiten, kostet 22 Euro und erschien bei der Edition Michael Fischer. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

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2 Antworten zu Levante – Doppelrezension

  1. maradakamui schreibt:

    Super, danke für die Rezensionen! 🙂 Für mich geht es ja dann im November nach Jordanien, da passt das hervorragend.

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