Rezension: Libanesisch essen

Make food not war!

So lautet das Motto von Kamal Mouzawak, dem Autor des heutigen Buches. Wer möchte da schon widersprechen? Der Libanese wuchs im Norden von Beirut auf, rief einen Souk ins Leben, der Menschen miteinander verbinden soll und hat uns nun ein tolles Buch mit den Rezepten seines Landes geschrieben.

Obwohl ich mich jetzt schon seit einigen Jahren mit der nahöstlichen Küche beschäftige, ist die libanesische dabei eher noch ein weißer Fleck geblieben. Dass sich das jetzt mit diesem Kochbuch ändert, finde ich klasse. Das Buch ist aufgeteilt in 10 Kapitel, jedes beschäftigt sich mit einer anderen Region des Landes. Denn wie wir im Vorwort erfahren, ist der Libanon zwar klein (kleiner als Schleswig-Holstein), aber die Regionen sind landschaftlich so extrem unterschiedlich, dass auch die verfügbaren Zutaten und damit die Küche sich extrem unterscheiden. Start- und Endpunkt sind Beirut, die Hauptstadt bekommt also 2 der 10 Kapitel, wobei das letzte den süßen Speisen gewidmet ist. Neben den Rezepten gibt es im Buch viele, einseitige Porträts von Frauen, die für den Souk (in diesem Fall eine Art Bauernmarkt) kochen. Auch Bilder des Landes gibt es im Buch immer wieder und so hat man das Gefühl, dass man beim Lesen und Blättern tatsächlich in das Land eintaucht.

Die Rezepte sind an sich gut beschrieben, auch die Zutaten sind gut zu beschaffen – bis auf ein paar Ausnahmen, die Mischung finde ich persönlich genau richtig. Allerdings sind die Zubereitungsbeschreibungen nicht unbedingt etwas für Anfänger. Bei den Maakroun beispielsweise steht keine Wasserangabe für den Teig, sondern lediglich so etwas wie „nehmen Sie so viel, wie benötigt“. Kein Problem, wenn man schon öfter solch einen Teig hergestellt hat, ansonsten könnte es verwirren. Am Ende des Buches gibt es übrigens genau für solche grundsätzlichen Fragen eine großartige Antwortliste, die ich sehr sympathisch finde. Auch ein ausführliches Register hilft beim Finden des passenden Rezeptes.

Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe:
Maakroun b Toum: Eines der Gerichte aus der Kategorie: Deutlich leckerer, als es aussieht. Hierbei handelt es sich um einfache Mehl-Hefe-Klöße, die mit zweierlei Saucen serviert werden. Das erste ist Toum, eine Knoblauchsauce, die es richtig in sich hat und wie eine Art Mayonnaise hergestellt wird. Das zweite ist eine Tahinisauce, namens, die für etwas mehr Cremigkeit und Milderung der Schärfe sorgt.

Sfouf: Ein extrem schnell gemachter Kuchen, der mit Grieß und Kurkuma eine tolle Konsistenz und Farbe bekommt. Eine klasse Neuentdeckung! Kam bei einer Geburtstagsrunde sehr gut an und wurde direkt wieder vorbestellt.

Mein Fazit: Ein spannendes Buch! Die nahöstliche Küche ist an sich kein Geheimtipp mehr, die libanesische Küche bringt aber noch einmal einige weitere Geschmackskombinationen und -entdeckungen. Das Buch ist sehr gut und hochwertig gemacht und nach den beiden tollen Rezepten werde ich bestimmt noch mehr ausprobieren.

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Das Buch „Libanesisch essen“ von Kamal Mouzawak umfasst rund 320 Seiten, kostet 32 Euro und erschien im Knesebeck Verlag. Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.
Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.

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2 Antworten zu Rezension: Libanesisch essen

  1. Anna C. schreibt:

    Klingt interessant- stellst du den Kuchen noch näher vor?

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