Jemen: Kubaneh

Von diesem wunderbaren Brot hatte ich euch bereits im Zuge der Rezension von „Masel tov!“ vorgeschwärmt und heute habe ich das Rezept für euch!

Bei Kubaneh handelt es sich um das jemenitische Form des Sabbatbrotes und damit um eine Art Verwandte, der bekannteren Challah. Beide Brote esse ich unheimlich gerne, heute möchte ich aber das Rezept für das Kubaneh mit euch teilen.

Das Rezept stammt von Gil Hovav, der ein bekannter Journalist, Autor, Rezeptentwickler und einiges mehr ist. Er arbeitet in Israel, reist aber durch die ganze Welt und öffnet beispielsweise jemenitische Pop-up-Restaurants. Oft backt er dafür auch dieses Brot, was von seiner Großmutter stammt. Sie buk es jede Nacht von Freitag auf Samstag, sodass es zum Brunch am Samstag fertig war. Traditionell wird das Kubaneh in einem Topf gebacken, da ich nicht sicher war, ob das mit meinen Töpfen eine gute Idee wäre, habe ich eine einfache Springform verwendet.

Das Brot besteht im Prinzip aus einem ganz einfachen Hefeteig, der in Portionen geteilt wird. Jede dieser Portionen wird dann mit Butter (oder wahlweise auch einer Mischung aus Butter und Olivenöl) bestrichen, ausgewalzt und so gefaltet und eingerollt, dass eine hübsche Rosenform entsteht. Durch die Backweise und die Butter wird das Kubaneh sehr saftig und man kann ehrlich gesagt kaum mit dem Essen aufhören, weil es so lecker ist!

Zutaten:
Für den Teig:
500 g Mehl, Type 550
60 g Vollkornmehl (hatte ich nicht da, ich habe stattdessen nur weißes Mehl genommen)
1 Pck. Trockenhefe
1 EL Zucker
3 TL Salz
400 ml lauwarmes Wasser
Zum Bestreichen:
150 g Butter, geschmolzen, aber nicht mehr heiß (bei mir reichte die Hälfte locker)
Backform, 26 cm Durchmesser, mit Backpapier ausgelegt
Zubereitung:

  • Zuerst wird der Hefeteig hergestellt: Dazu alle Zutaten bis auf das Wasser in eine Rührschüssel geben und vermischen. Anschließend etwa 3/4 des Wassers dazu geben und mit den Händen oder Knethaken des Mixers zu einem Teig kneten. Nach und nach so viel Wasser dazu geben, dass ein geschmeidiger Teig entsteht, der nicht mehr an der Schüsselwand klebt. Mindestens 10 Minuten kneten. Anschließend mit einem Küchenhandtuch abdecken und 45 Minuten an einem warmen, nicht zugigen Ort gehen lassen.
  • In der Zwischenzeit die Butter vorsichtig schmelzen und soweit abkühlen lassen, dass sie nicht mehr heiß, aber noch flüssig ist.
  • Nach der Gehzeit den Teig kurz durchkneten und in 10 Stücke teilen.
  • Jedes Stück zu einer Kugel formen und rundherum mit der Butter bepinseln. Mit den Händen oder einem Nudelholz vorsichtig zu einem Rechteck ausrollen – laut Originalrezept sollte das Rechteck die Maße 15 x 20 cm haben, meine waren etwas kleiner. Noch einmal mit etwas Butter bepinseln. Über die lange Seite einmal halbiert zusammenklappen, sodass man ein noch längeres Rechteck hat. Nun über die Längsseite zusammenrollen, sodass man eine kleine Rose hat. In die Backform setzen und den kompletten Teig so verbrauchen.
  • Noch einmal an einen warmen, nicht zugigen Ort stellen und weitere 15 – 20 Minuten gehen lassen.
  • In der Zwischenzeit den Backofen vorheizen auf 180 °C.
  • Das Kubaneh im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene etwa 60 Minuten backen. Es sollte von oben schön goldbraun sein – meines ist eher noch etwas zu hell. Am besten lauwarm genießen!

Guten Appetit!

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Habt ihr eines meiner Rezepte ausprobiert? Ich würde mich über eine Rückmeldung freuen! Gerne mit Bild für meine Nachgemachtseite! Oder markiert mich bei Instagram gerne mit @beckyskoestlichkeiten.

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Ich habe das Rezept leicht verändert, was die Arbeitsschritte angeht.

Zur ausführlichen Rezension von Masel tov! geht es hier: KLICK!

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4 Antworten zu Jemen: Kubaneh

  1. Anna C. schreibt:

    die sehen sehr hübsch aus und das Rezept liest sich als ob sie auch sehr gut schmecken!

  2. treibsandblog schreibt:

    Klingt lecker und sieht hübsch aus. Muss ich probieren.

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