Rezenzion: Heimatküche

Während dieser kulinarischen Weltreise haben wir inzwischen schon viele Länder bereist, was immer wieder spannend ist! Ebenfalls spannend ist es aber auch, die deutsche Küche und ihre regionalen Spezialitäten kennenzulernen! Gerade erst hatte ich euch ja den Stuten aus meiner niedersächsischen Heimat vorgestellt, heute habe ich ein Buch im Gepäck, dass uns die „besten Rezepte vom Lande“ verspricht…

Das Buch bringt uns bodenständige Klassiker aus ganz Deutschland. Es gibt herzhafte Hauptgerichte, etwas für den kleinen Hunger, süße Hauptspeisen und auch Kuchen und anderes Backwerk. Die meisten Rezepte sind bebildert. Die Aufnahmen sind hell, freundlich und man erkennt die Gerichte sehr gut darauf. Der Stil ist eher etwas älter, was aber nicht grundsätzlich stört.

Die Auswahl der Rezepte ist sehr vielfältig. Es gibt die echten Klassiker wie Brezeln, Spätzle mit Linsen, Erbseneintopf, Marmorkuchen, Backfischbrötchen, Blechkuchen, … Aber auch eher neuere Gerichte, die nicht ursprünglich deutsche Heimatküche sind, sind enthalten – wie beispielsweise Lasagne, Würstchen im Schlafrock, Linzer Torte, Pizza oder ähnliches. Spezielle Zutaten werden keine verwendet, was man bei diesem Thema auch nicht erwarten dürfte.

Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe:
Zwiebelbaguette: Ein feines Brot mit eingebackenen Röstzwiebeln. Das Ergebnis war sehr lecker, allerdings sind 500 g Mehl und 125 ml Flüssigkeit nicht ganz passend für einen geschmeidigen Teig. Da muss man selbst dann mehr Flüssigkeit hinzugeben.


Laugenbrötchen: Laugengebäck kommt hier immer gut an und so habe ich das Buch gern als Anlass genommen, welche zu backen. Gewundert habe ich mich ein bisschen, dass keinerlei Butter in den Teig kam, das kenne ich anders. Auch die Flüssigkeitsmenge war wieder deutlich zu wenig im Rezept. Die fertigen Brötchen schmeckten trotzdem – auch wenn ihnen leider die typische glatte, glänzende Oberfläche fehlte.


Obatzter: Wenn schon Laugengebäck, dann gab es direkt Obatzter dazu! Da hier überhaupt kein Bier getrunken wird, habe ich es in der Masse durch Malzbier ersetzt, das kommt Bier noch am nächsten… Irgendwie verband sich die Masse nicht so sehr, normalerweise stelle ich Obatzter auf einer Camembert-Frischkäse-Basis her, hier besteht sie aus einer Camembert-Butter-Basis. Ehrlich gesagt fand ich das Ergebnis nicht besonders überzeugend, dem zweiten Testesser schmeckte es allerdings sehr.

Mein Fazit: Mir hat die Auswahl der Rezepte wirklich gut gefallen! Noch schöner wäre das Buch gewesen, wenn es eine kurze, geographische Einordnung gegeben hätte. So kann man die einzelnen Gerichte nur einordnen, wenn man sie selbst kennt oder halt nachschlägt. Bei zwei ausprobierten Rezepten musste man selbst etwas mitdenken, das war für mich kein Problem, könnte einen Anfänger aber irritieren.

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Das Buch „Heimatküche“ umfasst 206 Seiten, kostet 25 Euro und erschien im Tre Torri Verlag. Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.
Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.

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