Rezension: Kaukasis

Das Buch, was ich euch heute mitgebracht habe, wurde schon von vielen sehnsüchtig erwartet: Es geht in den Kaukasus! Die Küche Aserbaidschans und Georgiens ist noch immer ziemlich unbekannt und besonders viel Literatur gibt es nicht darüber. Da kommt das Buch von Olia Hercules also wie gerufen.

Die Autorin wurde in der Ukraine geboren, lebt schon lange in London und hat armenische Wurzeln. So ist ihr die Kaukasus Region vor allem aus Geschichten und durch Geschmäcker bekannt. Für dieses Buch hat sie sich zusätzlich noch auf eine Reise durch Georgien und Aserbaidschan gemacht. Toll ist, dass es in diesem Buch durch diese Reise viele Bilder von Landschaft und Menschen gibt. Gerade bei solch einem Länderkochbuch machen diese Art von Bildern viel Authentizität aus, finde ich. Auch die kleinen Einleitungstexte tragen viel dazu bei und erzählen von den Geschmäckern, Geschichten und Urhebern der Rezepte.

Die Rezepte selbst sind sehr vielfältig: Es gibt für jede Tageszeit etwas, für alle Kochniveaus und sowohl Süßes, als auch Herzhaftes, auch Eingelegtes gibt es einiges, was typisch für diese Küche ist. Neben den tollen Landschaftsaufnahmen gibt es auch ansprechende, rustikale Bilder der Gerichte. Viele Rezepte lassen sich relativ gut zu Hause umsetzen. Allerdings werden durchaus immer wieder typische Zutaten verwendet, die man hier nicht unbedingt an jeder Ecke kaufen kann. Für viele davon gibt es Rezepte zum Selbermachen oder Alternativvorschläge.

Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe:
Chatschapuri: Chatschapuri hatte ich euch ja bereits in zwei unterschiedlichen Variationen vorgestellt (Hier und Hier) und bin dabei ein großer Fan dieses gefüllten Brots geworden. Hier gibt es die berühmte Schiffchenform, auf die nach der Hälfte des Backens ein Ei geschlagen wird. Auch wenn beide anderen Formen großartig waren, ist diese hier mein absoluter Favorit! Wie wäre es mit einem dritten Chatschapuri-Rezept auf dem Blog?

Kükü: Bei einem Kükü oder auch manchmal Kuku handelt es sich um einen Verwandten des Omeletts, der hier aus jeder Menge Kräutern besteht, die von etwas Ei zusammengehalten werden. Der Urpsrung dieses Gerichts liegt im Iran (von dort hatte ich euch auch schon einmal ein Auberginen Kuku vorgestelt), es wird aber auch in Aserbaidschan sehr gerne gegessen. Insgesamt: Sehr frisch und lecker!

Davondschin: Passend für den ersten Bärlauch des Jahres habe ich diese leckeren, ossetischen Hefeteigfladen gebacken, die mit einer Füllung aus Bärlauch, Ricotta und Feta gefüllt werden. Gebacken werden sie im Ofen und die Kombination der Zutaten passte ganz wunderbar!

Mein Fazit: Das Buch ist ein spannendes Guckloch in die Küche des Kaukasus‘. Die Rezepte wirken sehr authentisch, dadurch lassen sich gleichzeitig nicht alle problemlos umsetzen, aber das ist in Ordnung. Nichtsdestotrotz gibt es sehr viele Rezepte, die man sehr gut nachkochen kann und die sehr lecker sind!

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Lust auf georgische und aserbaidschanische Küche bekommen? Mit einem Klick auf das jeweilige Bild geht es zum Rezept auf meinem Blog!

Und übrigens: Falls ihr Kochbücher auch so sehr liebt, dann schaut unbedingt nächste Woche hier noch einmal vorbei! Zum Welttag des Buches habe ich etwas Tolles für euch im Gepäck!

Walnussrolle aus Aserbaidschan

Gebratene Auberginen, gefüllt mit einer Walnusspaste – aus Georgien

Chatschapuri – Mit Käse gefüllte Brote

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Das Buch „Kaukasis“ von Olia Hercules umfasst 240 Seiten, erschien im Knesebeck Verlag und kostet 30 Euro. Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.
Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.

 

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2 Antworten zu Rezension: Kaukasis

  1. treibsandblog schreibt:

    Schönes Buch. Ich war letztes Jahr in Georgien (und Armenien) und habe mich direkt in das Essen dort verliebt. Ich habe Die georgische Küche von Dwalischwili/Panjikidze. Das ist auch gut.

    • Becky schreibt:

      Oh, das klingt spannend! Ich würde auch unheimlich gerne nach Georgien reisen. Wie klappte das mit der Sprache? Wie lang warst du dort? Hast du Tipps für eine Reise für mich?
      Viele Grüße, Becky

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