Rezension: Kochen mit dem Papst

Passend zu Ostern und dem Namenstag von Papst Franziskus am 23. April ist ein spannendes, neues Buch erschienen: Kochen mit dem Papst von Roberto Alborghetti.

Alborghetti ist ein Biograf des Papstes und hat bereits einige Bücher über ihn geschrieben. Nun hat er ein Buch mit Gerichten zusammengestellt, die alle auf die ein oder andere Weise eine große Bedeutung für Franziskus haben. Das fängt bei seinen italienischen Wurzeln und den Gerichten seiner Familie an, geht über sein Leben in Argentinien und natürlich gibt es noch mehr italienische Gerichte aus seiner Pontifikatszeit. Insgesamt sind die meisten Rezepte italienischen Urpsrungs, es gibt aber auch ein paar argentinische Klassiker – wie Empanadas, Dulce de Leche oder Alfajores.

Vorbereitungen für das Risotto alla Piemontese

Das Buch ist aber kein reines Kochbuch – auf guten 200 Seiten gibt es 36 Rezepte. Vielmehr gibt es viele Bilder vom Papst, Zitate von ihm, Familienmitgliedern oder auch Bekannten und in erster Linie Anekdoten und Geschichten, die verdeutlichen, was für eine große Rolle das (gemeinsame) Essen für ihn spielt. Viele seine Entscheidungen und Haltungen hängen mit dem gemeinsamen Essen, Gesprächen und Teilen zusammen.

Die Rezepte an sich sind quer über das Buch verteilt, passen zu den jeweiligen Anekdoten oder Lebenszeiten und fügen sich so perfekt ein. Jedes Rezept wird von einem einfachen, aber ansehnlichen Bild begleitet. Die Zutatenlisten sind meist recht kurz und voller Zutaten, die auch hierzulande problemlos zu beschaffen sind. Die Zubereitungsschritte sind recht ausführlich, sodass ihnen jeder problemlos folgen können sollte. Bei der Auswahl der Rezepte wird auch deutlich, was im gesamten Buch erzählt wird: Der Papst mag einfaches, aber gutes Essen. Gute Zutaten, nicht zu viele Komponenten und traditionelle Gerichte.

Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe:
Risotto alla Piemontese: Ein klassisches Risotto und das Rezept ist für Anfänger super geeignet, weil es einfach sehr ausführlich beschrieben ist, worauf man achten sollte. Hat man schon einige Risotti gekocht, kann man das etwas überfliegen. Gewürzt wird mit Rosmarin, da ich den gar nicht mag, habe ich hier etwas variiert. Ansonsten ein gutes, einfaches Grundrezept für Risotto. Sehr lecker!

Empanadas: Bei einem argentinischen Papst gehören Empanadas einfach in solch ein Buch! Verbloggt hatte ich euch ja schon einmal ein Rezept für argentinische Empanadas und auch hier ist das Prinzip das gleiche: Ein recht dünner Teig, der mit einer leckeren Füllung gebacken (nicht frittiert!) wird. Im Buch steht eine Fleischfüllung, die habe ich durch eine Käsemischung ersetzt, die ebenfalls im Text erwähnt wird und sehr traditionell ist.

Mein Fazit: Das Buch ist ein Buch, in dem man gern blättert, hier und dort etwas liest – oder es auch von vorne, nach hinten durchliest, das ist aber nicht so meine Art. Das Essen und Geschichten darüber stehen im Zentrum, kombiniert werden sie aber die ganze Zeit mit Anekdoten über Papst Franziskus. Wer so überhaupt keinen Bezug zu ihm hat, für den würde ich das Buch weniger empfehlen. Die Rezepte, die enthalten sind, fügen sich wunderbar in das gesamte Buch ein und die ausprobierten waren sehr lecker. Eine sehr gute Kombination aus beiden Welten.

Zu meinem Rezept für argentinische Empanadas

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Das Buch „Kochen mit dem Papst“ umfasst rund 210 Seiten, kostet 25 Euro und erschien im Südwest Verlag. Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.
Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.

 

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2 Antworten zu Rezension: Kochen mit dem Papst

  1. Thank you so much for this beautiful post! So grateful!

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