Neue Reiselektüre…

Leider kann man selbst nicht immer jede Reise unternehmen, die man gerade im Kopf hat… Toll sind da umso mehr Bücher über das Reisen und da ich sehr gern welche lese, möchte ich euch heute noch einmal ein paar vorstellen. Viel Freude daran!

Markus Huth hat gerade einen richtigen Tiefpunkt: Job weg, Freundin so gut wie weg. In diesem Moment schreibt ihm ein Freund und fragt, ob er mit nach Kirgisistan kommt. In zwei Wochen! Die zwei, kein wirklicher Plan, einfach los und das Land erkunden. Klingt ein bisschen abstrus? Ja, aber das sind ja oft die besten Anfänge für große Veränderungen (auf jeden Fall in Büchern).
Die beiden machen sich also auf den Weg, landen erst einmal in der doch sehr dörflichen Metropole Bischkek und machen sich auf den Weg in die alte Seidenstraßenstadt Osch. Das klingt nach 1001 Nacht und orientalischer Romantik? Ja, das denkt Markus Huth auch, in der Realität sieht es dann doch etwas anders aus. Auch das Reiten auf kleinen Pferden durch die bergig, abgelegenen Regionen des Landes, erweisen sich als durchaus abenteuerlich. Was macht man, wenn man als ungelernter Reiter auf einmal mitten in einem Fluss steht und das Pferd sich nicht mehr bewegen möchte? Auch die letzte deutsche Siedlung in Rot-Front (der Name ist ein Relikt, das hübscher klingende „Bergtal“ wurde für den Kommunismus umbenannt) besuchen die beiden, die malerischen Seen Yssyköl und Songköl werden genauso besucht, wie einige Nächte in Jurten verbracht und die Gastfreundschaft kennengelernt.
All diese Geschichten beschreibt der Autor sehr authentisch wirkend, hier wird nichts geschönt, aber dann auch wieder so bildlich beschrieben, dass mich das Buch auf jeden Fall noch neugieriger auf diesen Landstrich gemacht hat. Gerade die Landschaft finde ich wunderschön und würde zu gern mal dorthin reisen. Besonders viele Reiseberichte zu Kirgisistan, Usbekistan und Co gibt es nicht und umso spannender war es, diesen hier zu lesen.
Mein Fazit: Wenn ihr euch für spannende, kurzweilige Reiseberichte und Zentralasien im Speziellen interessiert, ist dieses Buch quasi ein Muss für euch. Es lässt sich sehr gut lesen, enthält einige tolle Bilder und lässt gleichzeitig einiges unkommentiert, sodass man sich seinen eigenen Eindruck machen kann.

 

Das zweite Buch, was ich euch heute vorstellen möchte, stammt von einer anderen Bloggerin: Anika Landsteiner bloggt auf Ani denkt. Ihr Buch trägt den Titel „Gehen, um zu bleiben“ mit dem Untertitel „Wie ich in die Welt zog, um bei mir anzukommen“.
Das Buch ist in 15 Kapitel unterteilt. Jedes der Kapitel dreht sich um eine Reise, die gleichzeitig für eine Empfindung wie Freiheit, Scheitern, Angst, Frieden, Sehnsucht oder ähnliches steht.
Hier wird schon im Inhaltsverzeichnis deutlich, dass dieses Buch nicht einfach ein Reisebuch ist. Es geht vielmehr darum, bestimmte Reiseerlebnisse in einen groößeren Kontext zu stellen und mehr als Beispiel zu begreifen. So ist auch fast jedes Kapitel gleich aufgebaut: Zuerst geht es um eine konkrete Reise. Anika erzählt uns über ihre Erlebnisse auf der Reise, über ein Land, über Begegnungen mit anderen Menschen und ähnliches. Auf den letzten Seiten jedes Kapitels geht es dann eher um allgemeine Gedanken zu den Erlebnissen, ein bisschen wie eine „Moral der Geschichte“. Ich kann mir vorstellen, dass die Schlüsse nicht jeder so komplett teilen wird, was aber gar nicht schlimm ist. Persönlich hatte ich kein Problem damit, weil ich die Folgerungen gut nachvollziehen konnte und wohl ähnlich gefühlt hätte.
Einen kleinen Minuspunkt gibt es von meiner Kleinen: Sie fand es doof, dass es keine Bilder im Buch gab. Tatsächlich sind Bilder natürlich immer sehr schön, gerade bei Reisebüchern. Wobei ich es bei diesem Buch als nicht so störend empfand.
Mein Fazit: Dieses Reisebuch ist wirklich mal etwas anderes: Es geht nicht nur um das Reisen direkt und das Berichten über Erlebnisse, sondern zusätzlich auch um die Lehren und das Einordnen in ein größeres Bild. Bilder wären ein schöner Zusatz gewesen. Ebenfalls bemerkenswert fand ich, dass Anika deutlich macht, dass sie gern reist und das ein wichtiger Teil ihres Lebens ist, gleichzeitig aber auch sehr heimatverbunden ist.

 

Gehört ihr zu den Menschen, die gern Listen schreiben? To-Do-Listen jeder Art? Dann haben bestimmt auch einige von euch eine Bucket List, oder?
Ich muss sagen, dass ich zwar im Allgemeinen auch so ein Listentyp bin, aber eine wirkliche Bucket List habe ich nicht. Warum? Um ehrlich zu sein hängt das wohl damit zusammen, dass ich in den letzten Jahren wenig Reisen konnte, wie ich gern gewollt hätte, und so kam mir eine Bucket List eher traurig vor… Für dieses Jahr habe ich mir allerdings tatsächlich eine kleine Liste von 17 Dingen gemacht, die ich gern in 2017 tun würde. Darauf sind eher kleine, realistische Dinge aufgeführt, aber irgendwo muss man ja anfangen.

Abgehakt habe ich noch nichts, aber damit fange ich demnächst mal an…

Wenn ihr nun aber auch Listen so toll findet oder euch einfach gern für ein größeres oder kleineres Abenteuer inspirieren lassen möchtet, habe ich heute einen tollen Buchtipp! Elise de Rijck hat 500 Dinge zusammengetragen, die man ihrer Meinung nach unbedingt in seinem Leben getan haben sollte. Herausgekommen ist dabei ein Buch, dass ein bisschen Notizblock-Charakter hat und dem ich unheimlich gern blättere, seit es mich vor rund 2 Wochen erreicht hat. Das Tolle an ihren 500 Dingen: Es sind nicht nur aufwändige Aufgaben darin, wie beispielsweise in jedem Ozean einmal geschwommen sein, Pyramiden besuchen oder ähnliches. Auch eher familiäre oder freundschaftliche Dinge, wie Pate eines Babys zu werden, selbst Mutter / Vater zu werden sind im Buch aufgeführt. Bis hin zu alltäglichen Erlebnissen, wie ein Gewitter sehen, zwei verschiedene Socken tragen und einiges mehr. Durch diese bunte Mischung bleibt das Buch zum einen sehr abwechslungsreich und wenn man darin blättert, hat man alle paar Seiten das Gefühl, dass man schon einiges abhaken könnte. Das motiviert und ich finde, dadurch bekommt das Buch nicht so schnell den Charakter eines großen, unbesteigbaren Berges.
Mein Fazit: Ich blättere unheimlich gern in diesem Büchlein herum, lasse mich inspirieren und freue mich darüber, dass ich schon einiges abhaken kann. Ein paar kleine Illustrationen runden das Buch ab, am Ende gibt es eine Abhakliste mit 500 Kästen und Tipps für das Aufstellen einer eigenen Bucket List.

Und nun bin ich aber neugierig! Habt ihr eine Bucket List? Wie viel habt ihr schon abgehakt und habt ihr darüber schon gebloggt? Dann lasst mir unbedingt einen Link in den Kommentaren!

 

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„Ohne Plan durch Kirgisistan“ von Markus Huth umfasst rund 220 Seiten, kostet 13 Euro und erschien im Penguin Verlag.
„Gehen um zu bleiben“ von Anika Landsteiner umfasst rund 280 Seiten, kostet 10 Euro und erschien im Goldmann Verlag.
„Die Bucket List“ von Elise de Rijck umfasst  Seiten, kostet 9,99 Euro und erschien im Heel Verlag.
Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

 

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Eine Antwort zu Neue Reiselektüre…

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