Rezension: La Dolce Vita

Rom… Ewige Stadt, Sehnsuchtsort, historisches Zentrum und kulinarische Hochburg… Wenige Städte in der Welt haben solch eine Anziehungskraft auf Menschen verschiedenster Hintergründe und natürlich spielt da auch Essen immer eine nicht zu vernachlässigende Rolle. In solchen Ballungsräumen vermischen sich Gerichte und Traditionen verschiedenster Kulturen und werden zu einem großen Ganzen. In Rom wird das Ganze dann noch von der typischen Mentalität der Leichtigkeit und gleichzeitig Bodenständigkeit getragen.

Den ein oder anderen von euch wird es vielleicht dieses Jahr sogar nach Rom verschlagen, andere träumen von Reisen dorthin und wir alle können uns die römische Gelassenheit ein Stückchen weit nach Hause holen, in dem wir typische Speisen kochen. Wie wäre es da mit einem schönen Mozzarella Toast, Bomboloni oder Polenta-Sandwiches, gefüllt mit Käse? Eleonora Galasso nimmt uns mit auf eine Reise nach Rom und wir entdecken mit ihr die leckeren Speisen, kleinen Straßenstände und das hektische Markttreiben. Untermalt wird all das von großartigen Fotografien von David Loftus, wohl einem der berühmtesten Food-Fotografen. Wenn man solch einen Fotografen für sein Buch gewinnen kann, muss man schon ein bisschen bekannt sein und am besten etwas zu erzählen haben. Die Autorin ist ebenfalls Bloggerin und wird als Instram-Sensation verkauft – was auch immer das genau heißen mag.

Kommen wir mal zum Buch ganz konkret: Es geht um typisch römisches Essen, von der einfachsten Hausmannskost, bis hin zu etwas aufwändigeren Gerichten ist alles dabei. Die Zutaten sind klassisch, manchmal aufgepeppt, aber immer stimmig. Die Bilder sind großartig! Sowohl von den meisten Gerichten gibt es ansprechende Fotos, als auch von vielen Straßenszenen und immer mal wieder von der Autorin, auf denen sie als klassische, römische Schönheit gestyled inszeniert wird – kann man machen und passt irgendwie auch gut zu Rom. Die Rezeptauswahl und -vielfalt ist groß und sogar Vegetarier werden fündig – das ist lange nicht in allen Büchern zum Thema der Fall! Tolle, kleine Einleitungstexte erzählen zu jedem Gericht eine kleine Geschichte und man bekommt direkt ein Gefühl dafür. Im ausführlichen Register findet man direkt alles, was man sucht. Also alles prima? Ehrlich gesagt habe ich bei diesem Buch tatsächlich keine größeren Dinge, die mich stören!

Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe:
Spaghetti Omelett: Dieses ist so ein Rezept für mich, wie es typisch für römische Hausmannskost ist. Einfache Zutaten, keine Verschwendung und leckeres Essen. Aromatisiert wird mit Käse und Salbei.

Schokoladen Brioche: Auf den ersten Blick eher französisch anmutend, aber auch in Italien haben weiche Brote Tradition. Das ursprüngliche Rezept habe ich etwas abgewandet: Den Teig habe ich 1:1 übernommen, dann aber etwas mehr Schokolade eingearbeitet und alles als Brötchen und nicht als Laib Brot gebacken. Ein toller Snack für unterwegs.

Kokos-Ricotta-Kugeln: Ich liebe einfache Rezepte, die nur eine handvoll Zutaten verwenden. Hier werden Kokos mit Ricotta vermischt und zu Pralinen geformt. Im Kühlschrank zieht das Ganze schön durch und wird zu einem Genuss. Im Rezept geht leider etwas durcheinander, welche Kokosraspeln für die Pralinen und welche zum Wälzen sind. (Wer etwas ähnliches ausprobieren möchte, dem empfehle ich die indischen Kokos-Laddoo, die noch etwas süßer sind.)

Mein Fazit: Ein tolles Buch zur römischen Küche! Die meisten Rezepte wirken sehr authentisch, alltagstauglich und gleichzeitig wie ein Kurzurlaub in Italiens Hauptstadt. Die Aufnahmen von der Stadt und dem Essen sind ebenfalls wunderbar und man blättert gerne durch das Buch.  Ich hatte schon einige Bücher zu speziell römischer Küche in den Händen und dieses hier gefällt mir bis jetzt am besten. Sicherlich werde ich es noch deutlich öfter in die Hand nehmen und mich nach Rom kochen.

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Das Buch „La dolce vita“ von Eleonora Galasso umfasst 300 Seiten, kostet 29,95 Euro und erschien im Knesebeck Verlag.
Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

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