Rezension: Skandinavisch kochen

Skandinavische Küche… Schon seit einer Weile wird sie immer mal wieder als das „nächste große Thema“ beschrieben, aber irgendwie kommt der Durchbruch doch nicht so richtig… Zumindest ist das mein Eindruck. Ob das Buch, was ich euch heute mitgebracht habe, daran etwas ändern wird? Wer weiß, jedenfalls dürfte es die Autorin, Trine Hahnemann, nicht stören.

Trine Hahnemann kennen wir schon von ihrem letzten Buch, in dem sich alles um das Skandinavische Backen gedreht hat. Das Buch hat mir an sich gut gefallen, es hatte aber ein paar Schwächen im Detail – die komplette Rezension gitb es HIER. Dieses Mal wurde also das Spektrum erweitert und es dreht sich alles um das Skandinavische Kochen. Präsentiert werden 100 Rezepte, die alle das Hygge-Gefühl zu uns bringen sollen. Hygge ist immer gut, also werfen wir mal gemeinsam einen genaueren Blick in das Werk.

Es beginnt klassisch mit einem Inhaltsverzeichnis, aus dem direkt ersichtlich ist, dass hier für alle Tageszeiten, Stimmungs- und Wetterlagen und einige besondere Festtage das Richtige zu finden sein dürfte. Blättert man weiter durch das Buch sieht man vor allem die tollen Bilder, sie sind rustikal, bodenständig und man erkennt immer das jeweilige Essen im Mittelpunkt. Zusätzlich gibt es immer mal wieder stimmungsvolle Landschaftsaufnahmen, die einen tatsächlich wünschen lassen, sich direkt ein schönes Ferienhaus in Dänemark oder Schweden zu mieten. Wie das im hohen Norden vermeintlich ist, gibt es in diesem Buch recht viele Gerichte mit Fisch oder Fleisch. Für Vegetarier bleiben aber glücklicherweise auch allerhand Gerichte übrig, die wir ausprobieren können. Zu den einzelnen Rezepten weiß die Autorin immer kleine Geschichten zu erzählen, was ich immer wieder schön finde und mir ein Gefühl für das Gericht bringt. Die Zutaten sind gut zu besorgen und auch die Zubereitung ist meist absolut alltagstauglich.

Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe:
Essiggurken: Ok, hier ist im Rezept ein bisschen was schief gelaufen: 1 Liter Essig + 400 g Zucker + 4 Gurken + einige Kleinigkeiten sollen gemeinsam in ein Glas mit 1 Liter Volumen passen? Hm, dürfte schwierig werden. Wie war der Geschmack? Großartig! Ich liebe dänischen Gurkensalat, den man so kaufen kann, und dieser war mindestens genauso gut. Das Rezept wird es noch häufig geben!

Ostereier: Zu diesem Rezept erzählt Trine Hahnemann, dass die Marzipaneier verschenkt und getauscht werden zu Ostern. Das ist eine tolle Sache und gerade an der Dekoration hatte meine Kleine große Freude!

Zitronen Mondkuchen: Ein sehr einfacher Kuchen, der ein tolles Topping aus Quark, Frischkäse und Zitrone bekommt. Den Kuchen habe ich selbst nicht probiert, sondern mein Freund nahm ihn mit zur Arbeit und schoss auch das Bild zusammen mit seinem Kollegen. Alle waren begeistert und so backe ich ihn bestimmt mal wieder, um dann auch selbst ein Stück zu probieren.

Mein Fazit: Es macht Spaß, das Buch durchzublättern und sich in Gedanken mit in den Norden treiben zu lassen. Die Gerichte sind alle sehr stimmig und passen wunderbar zum Thema, genau wie die schönen Bilder. Hier stimmt beim Durchblättern einfach alles. Die Gerichte sind vielfältig, alltagstauglich, nur für uns Vegetarier ist es manchmal etwas nervig, weite Teile des Bücher überblättern zu müssen – was bei diesem Thema aber durchaus zu erwarten war, es sollte aber erwähnt werden. Insgesamt ein schönes Buch, besonders selbstverständlich für Freunde Skandinaviens.

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Das Buch „Skandinavisch kochen“ von Trine Hahnemann umfasst 286 Seiten, kostet 34,99 Euro und erschien in der Edition Michael Fischer.
Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

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Eine Antwort zu Rezension: Skandinavisch kochen

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