China: Tangyuan {Reisbällchen mit Füllung}

Heute habe ich das erste Rezept für die Rote Bohnenpaste im Gepäck, von der ich euch bereits berichtet hatte. Es handelt sich dabei um kleine Bällchen, die aus einem Reisteig bestehen und mit einer süßen Füllung gefüllt werden. In diesem Falle habe ich sie mit zwei verschiedenen Füllungen zubereitet: Da ist zum einen Dousha (oder Anko) und zum anderen eine schwarze Sesammischung.

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Tangyuan werden traditionell zu hohen Feiertagen, wie beispielsweise dem Mondfest, gegessen. Und in China kennt sie jedes Kind. Ein Freund, der aus Hongkong stammt, kannte die Bällchen gut von seiner Mutter – und hat bescheinigt, dass sie schon nah ans Original herankommen. Diese Mutter war es übrigens auch, die uns etwas Osmanthus geben konnte, welchen sie selbst aus Hongkong mitgebracht hatte. In Deutschland diese Gewürzblüte zu bekommen, dürfte recht schwer werden, ihr könnt sie auch einfach weglassen.

Ich sollte euch gleich warnen: Diese Tangyuan sind extrem sättigend und reichhaltig – von der unten angegebenen Menge wurden locker vier Menschen satt und am Ende hatten wir noch einiges übrig. Für die Zubereitung nehmt ihr euch am besten Zeit, denn die Herstellung ist etwas aufwändiger. Toll ist auch, wenn man nicht allein in der Küche steht, sondern sich dabei nett unterhalten kann – so war es auch bei mir.

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Zutaten (für 40 oder mehr Bällchen):
Für den Teig:
400 g Reismehl
etwa 300 ml warmes Wasser
Für die Füllung (berechnet für jeweils die Hälfte des Teiges):
Eine mittlere Schüssel voll Dousha / Roter Bohnenpaste
oder:
30 g schwarzen Sesam
30 g Zucker
20 g Butterschmalz, geschmolzen (oder etwas mehr, damit die Füllung besser zusammenhält)
Zubereitung:

  • Zuerst wird der Teig vorbereitet: Dazu gebt ihr das Reismehl in eine Schüssel und das meiste vom Wasser. Dann müsst ihr den Teig kneten – ähnlich wie bei einem schönen Hefeteig sollte er am Ende zusammenhalten. Es kann sein, dass ihr etwas mehr Mehl dazu geben müsst. Der Teig hat, wenn er fertig ist, eine ähnliche Konsistenz wie Bastelton. In zwei Teile teilen, gut in Frischhaltefolie einwickeln und 30 Minuten ruhen lassen.
  • In der Zwischenzeit den Sesam in eine Pfanne geben, leicht anrösten und abkühlen. Danach zusammen mit dem Zucker in einem Mixer fein mixen, bis man keine einzelnen Körner mehr erkennen kann. (Man kann das auch in einem Mörser machen, wenn man keinen Mixer zur Hand hat.) Anschließend den Butterschmalz untermischen. Bei uns wurde das eine ziemlich bröselige Angelegenheit, die nicht wirklich zusammenhielt. Wer mag, kann auch mehr Schmalz verwenden, das erleichtert mit Sicherheit auch das Füllen.
  • Als Vorbereitung zum Füllen kann man vom Dousha kleine Stücke abstechen und zu Kugeln formen.
  • Nun geht es ans Füllen: Dafür den Teig teilen (bei uns in 40 Stücke,je kleiner man die Bällchen macht, desto feiner sind sie) und auf der Handfläche zu einer Scheibe drücken. Anschließend etwas von der Füllung darauf geben, den Teig wie ein Säckchen verschließen und zu einer Kugel formen. Es kann helfen, die Innenseite des Teiges leicht zu befeuchten. Den ganzen Teig und die Füllungen so verbrauchen. (Da Reis kein Gluten enthält, ist dieses Füllen leider etwas anstrengender als bei Weizenteig, aber man bekommt recht schnell etwas Übung.)
  • Wenn alle Tangyuan gefüllt sind, nehmt ihr einen großen Topf (solch ein chinesicher Hotpot wie bei uns ist natürlich notwendig, aber praktisch) und erwärmt etwa 1,5 l Wasser darin. Wenn das Wasser fast kocht, gebt die Bällchen hinein. Zwischendurch vorsichtig rühren, weil sie sich gern am Topfboden absetzen. Wenn sie oben schwimmen, sind sie fertig.
  • Serviert werden sie direkt im Kochwasser, dass ihr noch mit etwas Zucker und Osmanthus würzen könnt.

Guten Appetit!

Ihr habt dieses oder ein anderes meiner Rezepte ausprobiert? Ich würde mich über eine Rückmeldung freuen! Gerne mit Bild für meine Nachgemachtseite!

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Mit einem Klick auf das Bild geht es zum Rezept für selbstgemachtes Dousha.

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9 Antworten zu China: Tangyuan {Reisbällchen mit Füllung}

  1. Pingback: Rezension: Der Atlas der Abenteuer | Cooking around the world

  2. sunnymoeller schreibt:

    Sehen etwas glibschig aus, hören sich aber zu lecker an. Ich probier die mal am Wochenende. danke, Becky! ❤

  3. Pingback: Japan: Anko / China: Dousha / Korea: Pat | Cooking around the world

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