Japan: Anko / China: Dousha / Korea: Pat

Wie ihr schon an dem etwas sperrigen Titel dieses Rezeptes erkennen konnt, ist das heutige Rezept in mehreren Ländern bekannt und beliebt und ich konnte mich einfach nicht entscheiden, wem ich es zuordnen soll.

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Bei Anko handelt es sich um eine rote Bohnenpaste, die gern für Süßspeisen verwendet wird. Gerade in Japan und Korea werden damit traditionell gerne Pancakes, Reisbällchen, Mochi und ähnliches gefüllt. Das Tolle an dieser Paste ist, dass es sie zwar nicht so oft hier zu kaufen gibt, aber man kann sie sehr leicht selbst herstellen! Man benötigt lediglich Rote Bohnen (Adzuki im Bestfall), die es im Reformhaus, Bio Markt oder Asia Markt gibt. Außerdem noch Zucker und Wasser, noch eine Weile kochen und fertig ist das selbstgemachte Anko / Dousha / Pat.

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Und da ich es meist nur so semi-hilfreich finde, wenn man ein Grundrezept an die Hand bekommt, aber nicht unbedingt Rezepte zur weiteren Verwendung kennt, gibt es hier in nächster Zeit noch das ein oder andere Rezept, in dem Anko verwendet wird.

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Zutaten (für eine ganze Menge Anko):
400 g Adzukibohnen
400 g Zucker
Wasser zum Kochen
Evtl. einen Pürierstab oder Kartoffelstampfer
Zubereitung:

  • Die Bohnen am Abend vor der weiteren Verwendung in einen großen Topf oder Schüssel geben und großzügig mit Wasser bedecken. Über Nacht einweichen lassen.
  • Am nächsten Tag das Einweichwasser ausgießen, neues Wasser zu den Bohnen geben und in einem großen Topf einmal ordentlich aufkochen lassen. Dann das Wasser wieder abgießen, die Bohnen zurück in den Topf geben, wieder mit Wasser auffüllen, sodass die Bohnen komplett bedeckt sind und wieder aufkochen lassen.
  • Die Herdplatte auf eine kleine Stufe stellen und die Bohnen gar kochen. Das kann bis zu 2 Stunden dauern, dabei immer mal im Topf rühren und darauf achten, dass die Bohnen immer von Wasser bedeckt sind.
  • Wenn die Bohnen auf leichten Druck nachgeben, sind sie fertig gekocht. Dann das Wasser abgießen, aber ein bisschen übrig behalten.
  • Anschließend die Bohnen wieder in den Topf geben, den Zucker ebenfalls hineingeben und die Mischung noch einmal köcheln lassen. Anko ist fertig, wenn sie eine marmeladenartige Konsistenz hat und schön scheint – bitte wartet nicht darauf, dass sie zerfallen.
  • Nun könnt ihr Anko pürieren, dadurch wird es sofort deutlich fester, oder zerstampfen mit einem Kartoffelstampfer. Ihr könnt die Masse aber auch einfach so lassen, wie sie ist. Im Kühlschrank oder Tiefkühler aufbewahren.

Guten Appetit!

Ihr habt dieses oder ein anderes meiner Rezepte ausprobiert? Ich würde mich über eine Rückmeldung freuen! Gerne mit Bild für meine Nachgemachtseite!

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Ihr sucht Rezepte, die mit Anko zubereitet werden? Dann schaut doch mal hier – mit einem Klick auf das Bild geht es zum Artikel:

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Chinesische Tangyuan – Reisbällchen mit zweierlei süßer Füllung

Japanische Anpan – Mit Anko gefüllte, weiche Brötchen

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3 Antworten zu Japan: Anko / China: Dousha / Korea: Pat

  1. synonymfuerglueck schreibt:

    Gerade gestern hab ich mich über ein Buch unterhalten, „Kirschblüten und Rote Bohnen“, in dem es genau um diese Paste geht. Heute falle ich hier bei dir über ein Rezept dazu – wenn das kein Zufall ist. Das wird auf jeden Fall mal ausprobiert 🙂
    Liebe Grüße von Miriam 🙂

  2. Pingback: Japan: Anpan | Cooking around the world

  3. Pingback: China: Tangyuan {Reisbällchen mit Füllung} | Cooking around the world

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