Oman: Spicy Möhrensalat

Der Oman ist eines dieser Länder, von deren Küche ich bis vor kurzem sehr wenig Ahnung hatte. Klar: Es gibt so die typischen arabischen Köstlichkeiten, aber irgendetwas wirklich Besonderes? Und dann fiel mir mehr oder weniger durch Zufall dieses tolle Rezept in die Hände. Mir war sofort klar, dass ich einen Spicy Möhrensalat unbedingt ausprobieren müsste und da mich das Ergebnis überzeugte, gibt es heute das Rezept auch für euch.

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Lasst euch verzaubern von Gewürzen, einem sehr aromatischen Sud und einem Salat, der unheimlich glücklich macht. Bei uns ist es oft so, dass wir eigentlich total gern Salat essen, aber er sollte schon etwas Konsistenz haben und immer das gleiche sollte es ebenfalls nicht sein. Dieser Salat hat das, was man so gemeinhin vielleicht als „Charakter“ bezeichnen würde: Er bringt großen Geschmack, ist dabei aber trotzdem leicht. Ein ziemlich optimaler Salat, wie ich finde. Dazu gab es bei uns einfach selbstgebackene Simit (= türkischer Sesamkringel), was perfekt passte: Der scharf-würzige Salat aus knackigen Möhren und die flaumigen, leicht süßlichen Kringel ergänzten sich prima.

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Das Originalrezept stammt vom Küchenchef des Alila-Hotels im Oman und ich habe es in dem Buch „My Yoga Canteen“ von Marlo Scheder-Bieschin entdeckt. Im Buch erfährt ein bisschen was über Yoga, ein paar Hintergründe und wichtige Zweige. Hierzulande kennt man Yoga ja meist in erster Linie als eine Art Gymnastik, aber zum echten gehört natürlich eine ganze Menge mehr! Ein wichtiger Teil ist die Achtsamkeit, im Allgemeinen und insbesondere für seinen Körper. Dazu gehört auch die Ernährung und dass die nicht fad und langweilig ist, wird in diesem Buch sehr deutlich! Ich habe neben diesem Möhrensalat noch eine grandiose Auberginen-Mozzarella-Lasagne nachgebacken und es gibt noch einige weitere Rezepte die mich sehr reizen. Die Rezeptauswahl ist vielfältig, sehr oft vegetarisch und die Gerichte werden ansprechend präsentiert. Das meiste ist leicht zuzubereiten, oft asiatisch geprägt, aber lange nicht immer, und den Zubereitungsschritten kann man gut folgen. Immer mal wieder fließt zwischendurch in Kommentaren oder Zitaten die yogiistische Weltsicht ein, aber nie aufdringlich. Insgesamt ein wirklich gelungenes Buch über tolle Ernährung, die Spaß macht und gesund ist.

Noch ein Hinweis zu den Curryblättern: Es handelt sich dabei nicht um Currypulver oder etwas nah verwandtes, also bitte nicht dadurch ersetzen! Curryblätter bekommt ihr im Asia Shop. Ansonsten einfach weglassen, der Salat schmeckt auch ohne. Selbstverständlich könnt ihr auch ansonsten bei den Gewürzen variieren: Wenn ihr beispielsweise nicht gern scharf esst, vermindert ruhig erst einmal den Chilianteil. Ich selbst fand den Salat zwar schön würzig, aber nicht zu scharf, aber das ist einfach sehr individuell.

Zutaten:
1 kg Möhren
5 Knoblauchzehen
50 g Ingwer
3 TL Öl
2 TL Senfsamen
4 TL Kreuzkümmel, gemahlen
3 kleine, getrocknete Chilis (ich habe stattdessen Chiliflocken benutzt)
1 TL Salz
1 TL Kurkuma
75 g Zucker
4 Curryblätter, getrocknet
100 ml Apfelsaft
200 ml Apfelessig
1 Gemüsereibe, 1 Topf (2 l Volumen)
Zubereitung:
Die Möhren schälen, die Enden abschneiden und grob hobeln. Den Knoblauch und Ingwer schälen und beides fein hacken – ihr könnt beides ruhig zusammen hacken und dabei vermischen.
Das Öl im Topf erhitzen und die Senfsamen darin anrösten, bis sie Farbe annehmen und hüpfen. Dann den Knoblauch und Ingwer dazu geben und ein paar Minuten mit anschwitzen.
Alle restlichen trockenen Zutaten in einer kleinen Schüssel oder Tasse mischen und mit in den Topf geben, ebenfalls kurz anrösten. Apfelsaft und -essig dazu geben, aufkochen lassen und dann die Möhren dazu geben. Das Ganze mischen und bei kleiner Hitze 10-15 Minuten köcheln lassen.
Anschließend abkühlen lassen, in eine Schüssel mit Deckel füllen und im Kühlschrank für 12 – 20 Stunden durchziehen lassen. Anschließend noch einmal kurz abschmecken und dann genießen!

Guten Appetit!

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Das Buch „Yoga Canteen“ von Marlo Scheder-Bieschin umfasst 170 Seiten, kostet 24,90 Euro und erschien im ZS Verlag.
Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

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3 Antworten zu Oman: Spicy Möhrensalat

  1. Anna C. schreibt:

    den hab ich mir doch glatt auf die unendliche Nachkoch-Liste gesetzt

  2. Klingt super! Werde ich mal ausprobieren 😊

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