Türkische Gerichte für zu Hause {Rezensionen}

Diesen Herbst gibt es nicht nur viele neue Orient-Kochbücher, nein, es gibt auch einige neue Bücher zum Thema „Türkische Küche“. Zwei Werke habe ich euch heute mitgebracht und möchte sie euch gerne vorstellen!

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Beginnen möchte ich mit dem Buch „Istanbul – Die Kultrezepte“ von Pomme Larmoyer. Bei diesem Buch und mir war es Liebe auf den ersten Blick. Nicht nur, dass ich die türkische Küche sowieso liebe und in diesem Buch die allermeisten meiner Lieblingsgerichte versammelt sind. Hier gibt es so viele Zusatzinformationen, dass es teilweise schon fast als Reiseführer durchgehen könnte. Jedenfalls würde ich jedem Foodie, der nach Istanbul reisen möchte, einen Blick in dieses Buch empfehlen. Es ist vollgepackt mit Rezepten, ansprechenden Fotografien sowohl von den einzelnen Gerichten, als auch von der Stadt, und es gibt dazu noch viele Tipps für Restaurants, Informationen, welche Art des Essens man in bestimmten Vierteln der Stadt findet und für alle, die noch nicht sattelfest in der Zutatenbestimmung sind, gibt es am Ende des Buches dazu noch einmal bebilderte Übersichten. Jedes Rezept wird mit einem deutschen und türkischen Titel überschrieben (diese Lösung finde ich persönlich optiomal) , es gibt ausführliche Einleitungstexte und übersichtliche Zutatenlisten. Bei den Zubereitungschritten bin ich persönlich kein großer Freund von Fleißtext (wie hier), aber nun gut, letztlich fällt das nicht besonders ins Gewicht für mich. Die Rezeptauswahl ist so vielfältig wie die türkische Küche mit all ihren verschiedenen, kulturellen Einschlägen. Hier gibt es vom Frühstück, über Vorspeisen, Suppen, Street Food, Hauptgerichte, Gebäck und Süßes, bis hin zu Getränken alles zu finden. Rund 50 von 270 Seiten widmen sich süßen Sachen, was ich super finde! Abschließend gibt es dann noch zwei Register – eines sortiert nach Zutaten, eines nach Art des Gerichtes.
Bei uns gab es die drei ausprobierten Rezepte gleich alle auf einen Schlag: Cacik (die türkische Version von Zaziki), Menemen (Rührei mit gebratener Paprika und Tomaten) und Pagaca (gefüllte Joghurtbrötchen). Alle drei gelangen sehr gut und schmeckten wunderbar! Ein Bild habe ich leider nur von den Pogaca machen können:

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Auch von dem zweiten Buch, was ich euch vorstellen möchte, bin ich sehr begeistert. Verfasst wurde es von Leanne Kitchen und es heißt ganz schlicht und einfach: „Türkisch kochen“
Von der Autorin kannte ich schon ihr Buch „East“ (das vor Kurzem auch auf Deutsch erschien), was mir von der Aufmachung her gust gefiel, allerdings so extrem fleischlastig ist, dass ich damit wenig anfangen konnte. Das ist hier zum Glück besser, die türkische Küche ist an sich schon recht vegetarierfreundlich. Trotzdem gibt es auch hier noch ganze Kapitel, die sich nur Fisch, Fleisch und Geflügel widmen. Auch so ist die Rezeptauswahl absolut vielfältig und spiegelt die türkische Küche sehr schön wieder. Wer möchte, kann hier für jede Tageszeit und jeden Anlass etwas passendes finden. Die Zutaten sind meist gut zu beschaffen, einiges muss aber auch hier im türkischen Supermarkt erstanden werden. Das Buch ist voller Bilder von Gerichten, aber auch Straßenszenen, Menschen, Zutaten und Landschaften. Immer wieder zwischendrin gibt es Doppelseiten, die sich einer bestimmten Spezialität oder einem Brauch gewidmet sind und auf den man viel Wissenswertes nachlesen kann, das die Speisen noch einmal genauer vorstellen. Leider gibt es keine eigenen Einleitungstexte zu den Gerichten und auch die türkischen Namen wurden nicht mit abgedruckt.

Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe:
Pide: Ein einfaches Weißbrot, bestreut mit Kreuzkümmel, das sich optimal als Beigabe zu quasi jedem Essen eignet. Schnell, einfach, lecker.

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Simit: Diese Sesamkringel sind wohl der Inbegriff türkischer und speziell Istanbuler-Kultur. Auf jedem Stand hierzulande sind sie der Renner und ich habe mich immer gefragt, was das Geheimnis dieses bestimmten Geschmacks ist. Jetzt weiß ich es endlich: Pekmez, ein Traubensirup.

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Süße Tahini-Spiralen: Ich liebe Tahini und ich liebe Hefegebäck und so musste ich diese Spiralen einfach ausprobieren.

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Mein Fazit: Beide Bücher und die vorgestellten Rezepte haben mir gut gefallen. Das Istanbul-Buch wirkte auf mich noch etwas künstlerischer und es hat mich irgendwie noch etwas mehr mitgerissen. Aber auch „Türkisch kochen“ bietet eine große Vielfalt an Gerichten und schönen Fotografien. Beide Werke sind ähnlich umfangreich und so wohl eher für alle geeignet, die sich etwas intensiver mit der türkischen Küche auseinander setzen wollen.

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Das Buch „Istanbul – Die Kultrezepte“ von Pomme Larmoyer umfasst 270 Seiten, kostet 29,99 Euro und erschien im Christian Verlag.
Das Buch „Türkisch kochen“ von Leanne Kitchen umfasst 270 Seiten, kostet 14,95 Euro und erschien im Anaconda Verlag.
Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplare.

 

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6 Antworten zu Türkische Gerichte für zu Hause {Rezensionen}

  1. Anna C. schreibt:

    Pogaca, kannst du die Pogaca vorstellen?

  2. Ira Moritz schreibt:

    Becky Chapeau, Du schaffst es immer wieder ein Buch, dass ich nicht auf meinem persönlichen „Must have-Radar zu haben, mir wirklich schmackhaft zu machen!

    • Becky schreibt:

      Oh, danke dir, vielleicht sollte ich mal für einen Verlag arbeiten. 😉
      Diese beiden Bücher fand ich wirklich super!
      Viele Grüße!

  3. Bei den Fotos bekommt man echt Hunger!
    Liebe Grüße

    • Becky schreibt:

      Danke schön. 🙂
      An welchem Rezept hättest du denn Interesse zum nachkochen?

      • Hey Becky,
        Sorry, Ich habe dir noch gar nicht geantwortet. Ziehe gerade um…Gibt schöneres! 😉
        Spontan denke ich da an die Sesamkringel. Ich glaube die würden mich besonders reizen. Sesam wärmt ja auch so schön. 😉
        Viele liebe Grüße, Jenny

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