Rezension: Schwedischer Inselsommer

Schwedischer Sommer… da denke ich an angenehme Wärme, lauschige Seen, Kanufahrten auf selbigen, Schäreninseln, kleine Sommerhäuschen in der Einsamkeit… Vor vielen Jahren habe ich mit meiner Familie mal einen solchen Urlaub erlebt, der dieser Vorstellung recht nahe kam – bis auf die Schäreninseln, denn wir waren auf dem Festland im Süden Schwedens.

Das Buch ist vollgestopft mit Rezepten, die die beiden Freundinnen während eines ihrer Sommerurlaube mit ihren Familien umgesetzt haben. Und diese Geschichte glaube ich tatsächlich – oft ist so etwas ja leider doch im Nachhinein konstruiert – denn alle Bilder, Geschichten und Zutaten passen wunderbar zu dieser Geschichte. Viele Bilder von Blumen, einem See und Details vom Wohnen fügen sich perfekt in das Buch ein, sind aber nicht zu oft zu sehen, als dass man vergisst, dass es sich hier um ein Kochbuch handelt. Die meisten Rezepte sind bebildert, aber nicht alle, wobei ich das hier gar nicht besonders störend finde.

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Was mir an den Rezepten besonders gut gefällt, ist, dass sie alle sehr alltagstauglich sind und man sie so oder so ähnlich in vielen Familien nachmachen könnte oder sowieso schon macht. Einige der Rezepte sind so, dass ich ähnliches auch gern mal mache und ein Rezept schon fast komisch wirkt – ein einfacher Knoblauchdip beispielsweise oder Nudeln mit Pesto. Aber diese extrem einfachen Rezepte stören mich überhaupt nicht, weil es genügend Menschen gibt, die sich über solche Basics freuen oder auch nur eine kleine Auffrischung der Erinnerung gern haben. Viele Rezepte sind schwedisch geprägt, können aber auch ohne irgendwelche Probleme bei uns nachgemacht werden. Insgesamt gefällt mir die Rezeptauswahl sehr gut, sie sind alltagstauglich, setzen keine exotischen Zutaten voraus und können auch leicht nach persönlichem Geschmack variiert werden.

Das einzige, was mir an dem Buch nicht gefällt, ist das Cover. Tatsächlich ist es so, dass ich dieses Buch schon lange im Hinterkopf herumschwirren habe, aber immer hat mich das Cover abgeschreckt. Für mich wirkt es gephotoshopped und meine Befürchtung war, dass das ganze Buch so sein könnte. Zum Glück ist das nicht der Fall!

 

Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe:

Käse-Tarte: Vier Zutaten, ein großartiges Ergebnis! So kann man diese Tarte zusammenfassen. Das Ergebnis ist nicht gerade Diätfutter, aber zwischendurch darf es auch mal etwas anderes sein und wenn dann noch ein schöner großer Salat dazu kommt, hat man hier ein einfaches, super leckeres Essen in geradezu keiner Zeit gebaut.

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Gebackener Brie: Okay, ihr müsst den Eindruck bekommen, es seien nur Kalorienbomben im Buch zu finden, das stimmt so nicht. Aber an diesem Rezept konnte ich einfach nicht vorbei gehen: Gebackener Brie oder Camembert, darauf ein Topping aus Tomaten, Walnüssen (bei mir eine Mischung aus Sonnenblumen- und Kürbiskernen), etwas Öl und Honig. Ab in den Ofen und backen. Großartig! Was soll man da mehr sagen?!

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Mein Fazit: Das Buch schafft, was der Titel vermuten lässt: Es nimmt einen mit in einen schwedischen Sommerurlaub, alles ist entspannt, ruhig und natürlich. Wenn jemand also ein Ferienhaus auf einer Schäreninsel übrig hat: Ich bin jetzt voll in Sommerlaune!

 

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Das Buch „Schwedischer Inselsommer“ von Hannah Widell und Amanda Schulman umfasst 160 Seiten, kostet 19,99 Euro und erschien bei Bassermann inspiration.

Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

 

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