Rezension: Eat on the Street

Der Streetfood-Trend ist inzwischen selbst in den kleineren Städten und sehr vielen Bucherscheinungen angekommen und so hat man inzwischen die Qual der Wahl: Welches Buch ist wirklich brauchbar? Wer springt nur mit auf den Zug auf? Heute stelle ich euch eines dieser Bücher vor, bei denen ich das Gefühl habe, dass sie eine echte Bereicherung sind!

Konkret geht es um das Buch „Eat on the Street“ von Stefan Braun und Jutta Mennerich. Der Autor reiste zwei Jahre durch die Welt, probierte sich durch asiatische Garküchengerichte, lateinamerikanische Leckerbissen in New York, indische in London und einiges mehr. Zusammen mit Jutta Mennerich hat er dazu die passenden Rezepte gesammelt und aufbereitet, sodass wir uns nun alle die passenden Gerichte nach Hause holen können.

Die Rezepte sind unterteilt in die folgenden Kapitel:

  • New York
  • London
  • Istanbul
  • Berlin, Hamburg, München & Co
  • Hanoi, Saignon, Bangkok & Co
  • Porto

Die meisten Rezepte werden von Bildern begleitet und an diesen merkt man, dass der Autor nicht einfach im stillen Kämmerchen Rezepte entwickelt hat, sondern tatsächlich vor Ort war. Wenn man durch das Buch blättert, kann man etwas von den verschiedenen Stimmungen und Atmosphären vor Ort spüren, wir sehen türkische Bäcker, die Backwerke jonglieren, viele Aushänge von Trucks, die typischen asiatischen Garküchen und vieles mehr. Zusätzlich wird jedes Kapitel begonnen mit einem ausführlichen Text zur jeweiligen Station, die Besonderheiten werden erläutert und man bekommt einen recht guten Eindruck von der jeweiligen Mentalität und Art des Essens. Auch jedes Rezept wird von einem Einleitungstext eingeführt, man erfährt viel über die Geschichte, über Variationsmöglichkeiten und vieles mehr. Das ist alles sehr informativ und gleichzeitig angenehm lesbar.

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Am Ende des Buches gibt es eine Aufzählung der Gerichte, geordnet und unterteilt nach den sechs verschiedenen Stationen. Schön hätte ich ein zusätzliches Register gefunden, damit man besser im Buch nach Rezepten suchen kann, bei dem bestimmte Zutaten verwendet werden.

Das einzige, was mir am Buch nicht gefällt, ist der Einband… Der farbige Teil, den ihr auf dem Bild seht, ist eine Banderole, die naturgemäß leicht abgeht. Ich persönlich hätte es schöner gefunden, wenn der farbliche Teil ebenfalls direkter Teil des Einbandes wäre. Aber das ist natürlich reine Geschmackssache und kein wirkliches Manko für das komplette Buch!

Nicht alle Rezepte im Buch sind vegetarisch, aber man findet auch als Vegetarier eine gute Auswahl. Ich jedenfalls hatte keine Probleme, einiges im Buch zu finden, was ich gern ausprobieren würde. Auf der Liste stehen noch so leckere Dinge wie Cocodas, White Sangria, Jesuitas oder Samosas.

 

Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe:

Quiche: Eine vegetarische Quiche, die mit Blätterteig und einer Füllung aus Lauch, Birnen und Gorgonzola besticht. Darauf kommt noch eine Eiermasse und ab in den Ofen. Super lecker! Kräftig würzen nicht vergessen, denn die Masse „verschluckt“ davon einiges. Kann man warm, wie kalt essen und eignet sich so prima für ein Buffet.

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Pogaca: Diese türkischen Hefeteigtaschen werden mit einer Feta-Petersilien-Mischung gefüllt, mit Eigelb bestrichen und mit Sesam bestreut. Der Teig ist sehr fettig, was etwas gewöhnungsbedürftig ist, beim Backen wird das Ganze aber zu einer wunderbaren Hülle: Leicht knusprig, sehr saftig und mit der Füllung zusammen eine sehr runde Sache. Toll zum Mitnehmen zur Arbeit, zur Uni, auf den Spielplatz… Echtes Streetfood eben.

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Mein Fazit: Bestimmt das beste Buch, was ich zum Thema Streetfood kenne. Die Rezepte sind absolut alltagstauglich, es gibt stimmungsvolle Bilder und aussagekräftige Einleitungstexte. Die Auswahl der Stationen finde ich persönlich ebenfalls ansprechend, aber da hat natürlich jeder seine Lieblingsküchen.

 

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Das Buch „Eat on the street“ von Jutta Mennerich und Stefan Braun umfasst knapp 170 Seiten, kostet 21,99 Euro und erschien im ZS Verlag.

Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

 

 

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9 Antworten zu Rezension: Eat on the Street

  1. Pingback: Türkei: Pogaca | Cooking around the world

  2. Anna C. schreibt:

    ah ja, da komme ich ja meinen türkischen Urlaubsbrötchen näher- das war sicher eine Variante dieser von dir vorgestellten.

  3. anneinsideoffice schreibt:

    Ich hätte gerne so Streetfood Stände um die Bürogebäude wo ich arbeite, Abwechslung zum Kantinen Essen 😉

    • Becky schreibt:

      Ja, das wäre bestimmt eine schöne Sache. 🙂
      Ich war bis jetzt auf zwei von diesen Streetfood Märkten und leider fand ich beide sehr enttäuschend. Schade, denn man hört ansonsten ja so viel Gutes davon.

  4. maradakamui schreibt:

    Das wandert auch wieder auf meine Wunschliste! Danke für den Tipp!

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