Rezension: Meine jüdische Küche

Vor gar nicht allzu langer Zeit hatte ich euch bereits das Buch „Die moderne jüdische Küche“ von Leah Koenig vorgestellt. Heute habe ich ein Buch für euch im Gepäck, das fast das gleiche Thema hat: „Meine jüdische Küche“ von Florence Kahn.

Die Autorin betreibt in Paris einen Feinkostladen, in dem auch Backwerke verkauft werden. Wie schon Leah Koenig entstammt auch Florence Kahn der aschkenasischen Tradition des Judentums und so geht es auch in diesem Buch wieder eher in eine osteuropäische Richtung und nicht in die Mittelmeer-Regionen. Das hat den Vorteil, dass man quasi alle Zutaten leicht bekommt und wenig „Exotisches“ benötigt wird.

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Rezeptkapitel gibt es zu den Themen:

  • Vorspeisen
  • Hauptgerichte
  • Feiertagsgerichte
  • Bagels & Anderes herzhaftes Gebäck
  • Süsse Leckereien (übrigens das umfangreichste Kapitel)

Zu vielen Rezepten gibt es kurze Einleitungstexte, die vor allem auf den Geschmack oder die Herkunft des Gerichtes eingehen. Die Zutatenlisten sind übersichtlich, die Zubereitungsschritte sind verständlich und ausführlich aufgeschrieben. Auch ein ansprechendes Bild gibt es zu jedem Rezept.

 

Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe:

Bagel: Ich LIEBE Bagel! Die weichen, fluffigen Dinger dürfte es für mich gern oft geben, aber ehrlich gesagt bin ich so im Alltag etwas zu faul, Hefeteig zu machen, alles fertig zu machen, dann die Teiglinge zu „kochen“, mit Ei zu bestreichen und zu backen. Hier gibt es eine Alternative. Das Kochen entfällt komplett und sogar das Gehen der Hefe wird übersprungen. Interessant! Heraus kamen wunderschöne Bagel, die etwas kompakter waren als sonst, aber trotzdem sehr lecker.

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Matzen-Spinat-Lasagne: Matzen ist das ungesäuerte Brot, das es zum Pessah-Fest gibt und daraus wurde eine Lasagne kreiert, die es inzwischen zu einem traditionellen Gericht gebracht hat. Bereits bei Leah Koenig hatte ich von diesem Gericht gelesen, jetzt habe ich das von Florence Kahn ausprobiert. Mir gefiel die Kombination sehr gut!

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Mein Fazit: Vielleicht werdet ihr es bemerkt haben: Mir hat das Buch gut gefallen. Die ausprobierten Rezepte waren beide sehr lecker, speziell und trotzdem leicht nachzumachen. Auch die Aufmachung, die Bilder und alles andere sind an diesem Buch gut und wer sich für jüdische Küche und traditionelle Gerichte interessiert, wird hier fündig werden (das Preis-Leistungs-Verhältnis halte ich übrigens für ausgesprochen gut!).

Trotzdem komme ich nicht umhin, das Buch mit dem anderen jüdischen Kochbuch zu vergleichen, weil ich beide gerade erst in Händen hielt. Florence Kahn hat hier ein wunderbares Kochbuch geschrieben, das leckere Gerichte präsentiert. Leah Koenig ist allerdings noch ein bisschen mehr gelungen, indem sie den Leser mit in die jüdische Welt nimmt, erklärt, was askenasisch überhaupt bedeutet, welche Festtage es gibt und welche Speisen dort traditionell verspeist werden. Was ich übrigens schön finde, ist die Tatsache, dass es durchaus einige Gerichte gibt, die in beiden Büchern vorkommen, das verdeutlicht für mich als Leser, dass diese doppelten tatsächlich unverzichtbar sind. Beide Bücher kann ich weiter empfehlen und dieses von Florence Kahn ist sicherlich das, was noch mehr für Anfänger geeignet ist.

 

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Das Buch „Meine jüdische Küche“ von Florence Kahn umfasst 144 Seiten, kostet 12,99 Euro und erschien bei h.f.ullmann.

Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

 

 

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7 Antworten zu Rezension: Meine jüdische Küche

  1. Pingback: Matzen-Spinat-Pie – magentratzerl

  2. Ulla schreibt:

    Optisch tolle Bagels. Trotzdem frage ich mich gerade (bei meinen Backvorbereitungen nach Buch), wie das Rezept funktionieren soll. 35 ml Wasser sind trotz Öl- und Eizugabe auf 1 kg Mehl sehr spärlich. Eine Teigausbeute von 152 – 160 ist damit nicht erreichbar, wäre aber Voraussetzung.
    Die Bagels müssen danach sehr kompakt ausfallen!
    Trotzdem Dank und beste Grüße

    Ulla

    • Becky schreibt:

      Hallo Ulla, du hast Recht, das kann nicht klappen, da fehlt eine Null. Ich habe mein Buch gerade nicht zur Hand, aber wenn das da so im Rezept steht, ist das eindeutig ein Druckfehler und ich habe das vergessen zu erwähnen in meiner Rezension. Hast du deine Bagel noch gebacken? Viele Grüße, Becky

  3. Casa Selvanegra schreibt:

    Scheint ein wunderbares Buch zu sein
    xo & liebste Grüße, Sina
    http://CasaSelvanegra.com

  4. Anna C. schreibt:

    Die Bagel sehen wunderbar aus!

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