Mongolei: Suutei Tsai (Gesalzener Grüner Tee)

Schon seit vielen Jahren frage ich mich, wie bestimmte Spezialitäten schmecken, die es hier einfach nicht gibt. Mit dabei sind beispielsweise der tibetische Buttertee oder auch der gesalzene Milchtee aus der Mongolei. Nun endlich habe ich einen der beiden ausprobiert und möchte ihn euch gern vorstellen:

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Den Suutei Tasi dürft ihr euch nicht vorstellen, wie unsere „normalen“ Tees. Er ist deutlich dickflüssiger, wird durch mitgekochte Hirse reichhaltig und sättigend und er ist nicht süß, sondern salzig. Insgesamt würde ich fast sagen, dass dieser mongolische Tee eher an eine Art Suppe erinnert, als an einen Tee. Wobei ihr gerade die Dickflüssigkeit selbstverständlich auch selbst in der Hand habt: Bei mir wurde der Suutei Tsai wirklich recht dick, wenn ihr ihn dünnflüssig haben möchtet, gebt einfach am Ende noch etwas mehr Wasser hinzu.

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Erinnert ihr euch noch an meine Rezension von dem Buch von Julia Malchow, in dem sie von ihrer Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn erzählt, die sie gemeinsam mit ihrem kleinen Sohn unternommen hat? Oder an die Geschichte von Heike Praschel und ihrer Weltenbummler-Familie*? Beide Bücher fand ich sehr spannend zu lesen, am Liebsten wäre ich gleich mitten reingesprungen in die Planung meiner / unserer ganz persönlichen Entdeckungsreise. Da daraus nichts wurde, ist dieser mongolische Tee eine schöne Möglichkeit, immerhin in Gedanken eine kleine Reise ins Reich von Dschingis Khan zu unternehmen.

Mongolei-SuuteiTsai

Und wie schmeckt er nun, der gesalzene Tee? Mit schmeckte er sehr gut! Man darf sich nur nicht zu sehr innerlich an unsere Vorstellung von Tee klammern. Wenn man das Ganze eher als eine Art Suppe sieht, die man in kleinen Portionen zum Aufwärmen trinkt, ist es feine, aromatische Sache und die Hirse rundet den Suutei Tsai toll ab.  (Man kann die Hirse natürlich auch weglassen, wenn man gerade keine zur Hand hat.)

 

Zutaten:

500 ml Wasser

500 ml Milch

1/4 – 1/2 TL Salz

1 EL Grüner Tee oder alternativ 2-3 Teebeutel

Für die Hirseeinlage:

1 EL Butter

1/4 cup Hirse

1 TL Mehl

Zubereitung:

Zuerst wird der Tee gekocht:

  • Dazu das Wasser, die Milch und das Salz in einen genügend großen Topf geben und fast bis zum Siedepunkt erhitzen. Dann den Tee hinzugeben (falls ihr losen benutzt, tut ihn vorher in ein Tee-Ei), für etwa 5 Minuten ziehen lassen und danach den Tee entfernen.

In der Zwischenzeit die Hirse vorbereiten:

  • Die Butter und die Hirse in eine kleine Pfanne geben und anrösten, das Mehl darüber streuen und warten, bis die Hirse goldbraun ist.
  • Danach die Hirse mit in den Topf geben und alles aufkochen lassen, bis die Hirse gegart ist – das kann etwa 15 – 30 Minuten dauern. Eventuell noch etwas Wasser hinzu geben, heiß servieren und darauf achten, dass man in jede Tasse auch etwas Hirse gibt.

 

Das Rezept habe ich grundsätzlich von dem lesenswerten Blog Global Table Adventures übernommen. Dort unternimmt Sasha Martin mit ihren Lesern ebenfalls eine Reise um die Welt – wobei sie es tatsächlich schon einmal rundherum geschafft hat.

* Das Buch „Weltenbummler“ von Heike Praschel gibt es übrigens seit kurzem auch in einer Taschenbuch-Version für 14,99 Euro bei Malik! Der Umfang und die Texte sind bei beiden Versionen identisch.

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6 Antworten zu Mongolei: Suutei Tsai (Gesalzener Grüner Tee)

  1. mandelkernchen schreibt:

    Und jetzt warte ich nur noch auf den tibetischen Buttertee! Seitdem vor vielen Jahren am Abendbrot-Tisch das Buch Alexandra David-Néels über ihre heimliche Reise in Tibet vorgelesen wurden, gehört dieses Getränk in das Reich der herrlichen Mythen – Das Pendant zum Essen, Tsampa, kann man mittlerweile ja in Biogeschäften kaufen…
    Beste Grüße!

    • Becky schreibt:

      Oh ja, der tibetische Buttertee reizt mich auch noch sehr, wie ich oben schon erwähnte. Ich werde mal schauen, was sich da machen läßt.🙂
      Vorgelesen am Abendbrottisch? Klingt interessant! Lest ihr euch immer gegenseitig etwas vor?
      Viele Grüße, Becky

      • mandelkernchen schreibt:

        Oh, habe die Antwort erst jetzt registriert. Vorgelesen wurde va. von der Mama den Kindern, die sowieso ewig zum Essen brauchten. Das war schön🙂

      • Becky schreibt:

        Das ist eine tolle Idee, ich stelle mir das auch sehr kuschelig vor. Auf der anderen Seite braucht man dann vielleicht noch länger zum Essen, weil es einfach so schön ist.😉 Und die Mama bekommt auch erst einmal nichts…

  2. Elisa schreibt:

    Im ersten Moment dachte ich: Uhh – gesalzener Tee? Aber deine Erklärung dazu, dass es eine Art Suppe ist, hat mich dann neugierig gemacht. Es wird bestimmt mal gekocht!🙂
    Liebe Grüße – Elisa

    • Becky schreibt:

      Ja, den ersten Gedanken kann ich absolut verstehen! Mit Tee in unserem Sinne oder unserer ersten Assoziation hat dies hier halt wenig zu tun, davon muss man sich frei machen und dann ist der Suutei Tsai wirklich lecker.
      Ich bin gespannt, wie er dir gefallen wird. Berichte unbedingt.🙂
      Liebe Grüße, Becky

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