Peru: Quinotto del valle sagrado (Pilz-Quinotto) & Kurzrezension „Ceviche“

Ich wünsche euch ein frohes neues Jahr!

Hat bei euch der Winter auch Einzug gehalten? Bei uns herrscht ein eisiger Wind mit Sturmböen, mindestens knöchelhoher Schnee und wundervoll schneeiges Licht. Tolles Winterwetter! (Jedenfalls, wenn man nirgends dringend hin muss, denn das Auto sollte man besser stehen lassen, das habe ich heute selbst gemerkt.) Ich habe euch hier ein paar Impressionen von gestern Abend und heute Vormittag mitgebracht:

Der erste Beitrag des Jahres führt uns auf die andere Atlantikseite: Bereits vor einer Weile haben wir schon einmal einen Zwischenstopp in Peru eingelegt. Damals gab es eines der Nationalgericht schlechthin: Papa a la Huancaína, also Kartoffeln mit einer speziellen Käsesauce. Heute reisen wir ein zweites Mal nach Peru. Mitgebracht habe ich euch ein „Quinotto“, also Quinoa, die ähnlich einem Risotto verarbeitet wird.

QuinottoPilz2

Quinoa ist inzwischen kein wirklicher Geheimtipp mehr, meist wird das Pseudogetreide als Salat oder einfache Beilage verwendet. An diesem Rezept hier gefiel mir, dass es tatsächlich aus Peru stammt – genau wie der Großteil der Quinoa selbst. Das Quinotto wurde sehr aromatisch, die Pilze fügen sich wunderbar ein und insgesamt ist dies ein Gericht, das rundum glücklich macht. In Ordnung, ich streite gar nicht erst ab, dass das fertige Essen nicht gerade eine Fotoschönheit ist, aber ich möchte euch das Rezept trotzdem keinesfalls vorenthalten!

Die Idee für das Quinotto stammt übrigens aus dem Buch „Ceviche“ von Martin Morales. Der Autor führt das peruanische Restaurant „Ceviche“ in Soho, London, und lässt uns in diesem Buch an seinen Rezepten teilhaben. Das Buch ist sehr umfangreich und vielfältig: Es gibt Rezepten zu Vorspeisen, verschiedenen Ceviches, Fisch, Fleisch, Vegetarisches, Salate, Desserts, Drinks und Grundrezepte. Zusätzlich zu jedem Rezept gibt es einen persönlichen Einführungstext, meist ein Bild und vor allem viele authentische Geschmackserlebnisse für zu Hause. Damit kommen wir auch schon zu dem Punkt, der für mich etwas schwierig war: Die Rezepte sind wirklich SEHR authentisch, soll heißen, dass einiges verwendet wird, was man nicht in jedem normalen Supermarkt bei uns findet. Bei so etwas bin ich immer etwas hin- und hergerissen. Auf der einen Seite finde ich es super, wenn die Rezepte nicht zu sehr angepasst sind, auf der anderen Seite bringt mir ein Kochbuch, aus dem ich fast nichts ausprobieren kann, ohne einen südamerikanischen Laden gefunden zu haben, auch nicht viel. Für einen Liebhaber der südamerikanischen Küche dürfte dieses Buch allerdings eine Schatzkammer der Möglichkeiten sein! Ein spannendes Buch!

Nun zum Rezept für das leckere Pilz-Quinotto, für das man auch keine allzu exotischen Zutaten benötigt:

 

Zutaten:

250 g Quinoa

1 l Wasser

1 Zwiebel

130 g Pilze

3 Knoblauchzehen

1 EL Olivenöl

30 g Butter

125 ml Weißwein

125 ml Sahne

Zum Würzen: Salz, Pfeffer, Muskat, klein gehackte Petersilie

50 g Parmesan, gerieben

Zubereitung:

  • Den Quinoa in ein Sieb geben und unter fließendem Wasser einmal gut abspülen. Danach in einen Topf geben, mit 1 Liter kaltem Wasser bedecken, etwas Salz hinzugeben und alles aufkochen lassen. Bei kleiner Hitze noch etwa 10 – 20 Minuten köcheln lassen, bis das Wasser aufgesogen wurde.
  • In der Zwischenzeit die Zwiebel, die Pilze und die Knoblauchzehen waschen, evtl. schälen und klein hacken.
  • Olivenöl und Butter in einen mittelgroßen Topf geben und erhitzen. Dann die gehackten Zwiebel, Pilze und Knoblauchzehen hinzu geben und einige Minuten anschwitzen. Schließlich den Weißwein dazu geben, einmal ordentlich aufkochen lassen und dann die Sahne dazu gießen. Schließlich den gekochten Quinoa mit in den Topf geben, alles gut verrühren und mit den Gewürzen und dem Parmesan abschmecken.

 

 

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Das Buch „Ceviche“ von Martin Morales umfasst gute 250 Seiten, kostet 24,95 Euro und erschien in der Edition Fackelträger.

Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

 

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Eine Antwort zu Peru: Quinotto del valle sagrado (Pilz-Quinotto) & Kurzrezension „Ceviche“

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