Neuseeland: ANZAC Biscuits

Heute geht es für uns nach Neuseeland, das weit entfernte Land, von dem viele träumen. Ward ihr schon dort? Wie war es denn? Ich war leider noch nicht dort und kann bis jetzt nur mit einigen Dokus und Fotografien aufwarten. Aber immerhin – und dafür unternehmen wir hier ja auch unsere Weltreise – waren wir an dieser Stelle schon ein paar Mal gemeinsam in der neuseeländischen Küche unterwegs. Als eines der allersten Rezepte auf dem Blog gab es Hokey Pokey Biscuits, dann nahm Kristin uns mit auf eine kleine Reise durch ihre Wahlheimat auf Zeit und schließlich verkosteten wir noch eine erdbeerige Pavlova.

ANZACBiscuits3

Heute habe ich euch noch eine Institution der neuseeländischen Küche mitgebracht: ANZAC Biscuits! Benannt sind sie nach den „Australian and New Zealand Army Corps“, die im 1. Weltkrieg gegründet wurden. Da der Keks nichts enthält, was leicht verderblich ist und auch sonst nicht besonders anfällig ist, wurde er den Soldaten nach Europa nachgeschickt.

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Für die schlanke Linie ist der ANZAC Biscuit übrigens nicht: Es kommt ordentlich Butter, Zucker und Golden Syrup in den Teig. Dazu kommen dann noch Haferflocken und Kokos für den Geschmack. Geschmacklich erinnern mich die Biscuits immer ein bisschen an Toffee, verfeinert durch eine Hafer-Kokos-Note. Sehr lecker!

Man muss sehr aufpassen, dass man die Kekse nicht zu lange bäckt. Wenn man sie aus dem Ofen nimmt, sollen sie noch sehr weich sein, sie härten noch deutlich nach, wenn sie abkühlen.

 

Zutaten:

125 g Butter

60 ml Golden Syrup (Alternative: Zuckerrübensirup, 60 ml sind ungefähr 4 EL)

60 g Mehl

110 g Zucker

100 g Kokosraspel

90 g Haferflocken

1/2 TL Natron

1 EL heißes Wasser

1-2 Backbleche, ausgelegt mit Backpapier

Zubereitung:

  • Den Backofen auf 180 °C vorheizen.
  • In einem Topf die Butter mit dem Golden Syrup schmelzen. Danach von der Platte nehmen.
  • In einer Rührschüssel das Mehl, Zucker, Kokos und Haferflocken vermischen.
  • Den Natron in eine kleine Tasse o.ä. geben und das heiße Wasser darüber gießen.
  • Sowohl die Butter-, als auch die Natron-Mischung mit in die Rührschüssel geben und verrühren, bis alles gut vermischt ist.
  • Den Teig portionsweise auf das Backblech geben – vorsicht, sie laufen beim Backen sehr auseinander. Ich habe zum Portionieren einen Eiskugelportionierer verwendet, ihr könnt aber auch einfach Teelöffel benutzen.
  • Die Biscuits 10 – 12 Minuten backen, bis die Ränder etwas dunkel sind, in der Mitte sollten sie aber noch hell sein. Auf dem Blech auskühlen lassen, sonst brechen sie sehr leicht.

Enjoy your Biscuits!

Das Rezept stammt aus einem spannenden Buch (-Projekt), bei dem über 80 verschiedene Köche quer durch Neuseeland besucht wurden. Herausgekommen ist das Buch gerade im Knesebeck Verlag und ich habe eine digitale Version des Buches zur Ansicht erhalten. Darüber, wie sich das Buch anfühlt und welche genauen Ausmaße es hat, kann ich deswegen nicht viel erzählen. Allerdings ist es mit über 400 Seiten sicher ein guter Wälzer. Im Buch werden wie gesagt viele verschiedene Neuseeländer Köche und Bäcker besucht, jeder steuerte zum Buch zwei bis vier Rezepte bei, das Team um Murray Thom besuchte jeden und schoss auch vor Ort Bilder. Jeder Koch schrieb außerdem einige persönliche Zeilen über seinen Kochstil, über Neuseeland oder seine Familie(ntradition). Herausgekommen ist so ein äußert vielfältiges Bild der neuseeländischen Küche. Es sind alle Klassiker vertreten, aber auch viele Gerichte, die ihren Ursprung in Italien, Bali, Indien und vielen anderen Ländern haben.

 

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Eine Antwort zu Neuseeland: ANZAC Biscuits

  1. Grünzeug schreibt:

    Ob du es glaubst oder nicht – beinahe hätte ich heute auch Anzac-Kekse gebacken!🙂
    Im Moment backe und koche ich mich auch begeistert durch verschiedene Küchen und hätte heute wie gesagt fast der neuseeländischen einen Besuch abgestattet. Aber dann bin ich doch in Italien und England geblieben und habe Torta Caprese und Short Breads gebacken.😉

    Liebe Grüße!
    Jenni

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