Rezension: „Backen wie in Bullerbü“ & „Köttbullar & Co“

Heute habe ich euch nicht nut eine einzelne Rezension mitgebracht, sondern gleich ein Doppelpack. Es geht für uns nach Schweden und besonders diejenigen von euch, die Kinder haben, dürften sich für die folgenden Bücher interessieren. Konkret geht es um „Backen wie in Bullerbü“ und „Köttbullar & Co“ beide von Lena Göransson und Kristina Franzén. Beide Bücher sind sehr ähnlich aufgebaut, deswegen stelle ich sie euch auch gemeinsam vor.

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Der Untertitel beider Bücher lautet: „Kinderleichte Rezepte aus Schweden“. Die Originaltitel lauten „Barnens egen matbok“ und „Barnens egen bakbok“, was so viel wie „Eigenes Kochbuch / Backbuch für Kinder“. Die Auswahl der Rezepte orientiert sich entsprechend auch eher an den schwedischen Originaltiteln: Hier werden keine typischen schwedischen Rezepte gesammelt, wie der deutsche Titel vermuten lässt. Stattdessen werden Lieblingsgerichte schwedischer Kinder gesammelt. Natürlich kommen einige Klassiker der schwedischen Küche wie Chocoladbollar, Kladdkaka oder Köttbullar in den Büchern vor. Die meisten Gerichte sind aber nicht klassisch schwedisch und würden vermutlich genauso in einem Buch über deutsche Kinderlieblingsgerichte vorkommen.

Chokloadbollar

Einzelne Kapitel gibt es nicht wirklich, dafür sind alle Rezepte einzeln im Inhaltsverzeichnis aufgeführt. Es gibt einige Variationsvorschläge und so gibt es Grundteige und einige Rezepte, die darauf aufbauen. Auch diese Variationen sind im Inhaltsverzeichnis enthalten. Alle Rezepte sind gleich aufgebaut: Die Zutaten sind alle bildlich als Foto dargestellt, was besonders für Kinder toll ist. Die Zubereitungsschritte sind nicht nur in Textform, sondern auch als Bilder dargestellt und man kann dabei Kindern zusehen, wie sie die jeweiligen Gerichte und Gebäcke zubereiten. Das ist eine schöne Idee und man kann die Zubereitung so gut nachvollziehen.

Was mir an beiden Büchern nicht gut gefällt, ist das Fehlen von Backformgrößen und ähnlichem. Durch die zahlreichen Bilder von der Zubereitung kann man sich zwar ungefähr denken, wie groß die Form sein sollte, aber eine genaue Angabe wäre auf jeden Fall hilfreich gewesen – vor allem bei „Backen wie in Bullerbü“. Außerdem werden oft Tassenangaben benutzt – also „nimmt 1 Tasse Mehl“. Ich weiß zwar, dass die Schweden auch trockene Zutaten oft in dl abmessen – ähnlich wie Amerikaner – aber wie viele Milliliter genau mit einer Tasse in diesen beiden konkreten Büchern gemeint ist, bleibt offen. Würden immer alle Zutaten in Tassenangaben vorkommen, wäre dies natürlich nicht so schlimm, aber einige Zutaten werden auch in Gramm oder Stückzahlen angegeben.

 

Bereits ausprobierte Rezepte aus „Köttbullar & Co“:

Tortillapizza: Wenn man mal keine Zeit und / oder Lust darauf hat, Hefeteig für Pizza herzustellen, sind fertige Tortillafladen eine schnelle Alternative. Nach Lust und Laune belegt wird daraus eine schöne Pizza(alternative).

TortillaPizza2

Plusterecken: Blätterteig, gefüllt mit Pesto und Feta. Kann man da etwas falsch machen? Eher nicht! Schnell, einfach, gut.

BlaetterteigFetaPesto1

Bereits ausprobierte Rezepte aus „Backen wie in Bullerbü“:

Schokoladen-Haferflocken-Kugeln: Diese Chokladbollar waren bei einer kleinen Feier mit Freunden der absolute Renner. Sie sind schnell gemacht, man benötigt keinen Backofen und gut vorzubereiten sind sie ebenfalls. Das Rezept habe ich bereits HIER verbloggt.

Chokloadbollar2

Mein Fazit: Die Bücher konnten leider beide meine Erwartungen nicht ganz erfüllen. Das liegt zum einen daran, dass ich deutlich schwedischere Rezepte erwartet hatte. Zum anderen haben mich die Ungenauigkeiten bezüglich Backformen und Maßeinheiten gestört – gerade bei Kinderbüchern sollte man so etwas möglichst vermeiden, finde ich. Auf der anderen Seite haben die ausprobierten Rezepte sehr gut funktioniert und waren lecker. Die Bilder sind hell und freundlich und besonders die Schritt-für-Schritt-Bilder für die Zubereitung gefallen mir sehr gut. Aus diesem Grund ist mein Fazit auch nicht ganz eindeutig: Die Bücher haben sehr schöne und nicht ganz so gelungene Aspekte.

 

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Die beiden Bücher „Backen wie in Bullerbü“ und „Köttbullar & Co“ von Lena Göransson und Kristina Franzén umfassen jeweils rund 50 Seiten, kosten 12,90 Euro und sind im Südpol Verlag erschienen.

Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

 

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