Rezension: Das Paris-Kochbuch

Paris… Das sind große Kunstwerke, kleine Gassen, romantische Cafés, Bummel an der Seine, … und viele verschiedene Kulturen. Um diese vielen verschiedenen Kulturen, die sich in Paris vermischen, geht es in meiner heutigen Kochbuchempfehlung für euch.

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Danyel Couet ist ein Sternekoch mit schwedischer Mutter und französischem Vater. Sein Restaurant F 12 ist in Stockholm, die französische Küche bezieht er aber stark mit ein und so gibt es bei ihm moderne, schwedisch-französische Küche. Ich finde, das klingt sehr spannend. Ehrlich gesagt kannte ich Danyel Couet vor diesem Buch nicht und so hatte ich eher etwas rustikalere Gerichte erwartet, wie sie in den Straßen und auf den Märkten von Paris angeboten werden. Stattdessen gibt es die aufgehübschten Sternevarianten dieser Gerichte im Buch.

Die folgenden Viertel werden besucht:

ParisInhaltsverzeichnis

Bilder gibt es in diesem Buch sehr viele und ich denke, man kann sie in drei Kategorien unterteilen:

  • Die Food-Fotos von den Gerichten: Die Bilder sind sehr gut, das Essen ist aber ziemlich clean und oft wie in einem Restaurant mit gehobener Küche angerichtet. Letzteres irritierte mich anfangs etwas – zum einen, weil der Stil nicht komplett durchgezogen wurde, zum anderen, weil ich es schlicht nicht erwartet hatte.
  • Die Non-Food-Fotos von Straßenszenen, Parkanlagen, Details des Straßenbildes, Auslagen in Geschäften etc. Diese Bilder gefallen mir sehr gut und ich finde sie sehr stimmungsvoll und sie treffen Paris perfekt.
  • Die Non-Food-Fotos vom Autor. Immer wieder räkelt sich der Autor beim Picknick, schaut gedankenverloren in die Luft, geht geschäftig über die Straße, … Ich persönlich mag die Häufung solcher Bilder nicht, aber das ist Geschmackssache.

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Als ich so durch das Buch blätterte, fiel mir nicht nur auf, dass mir der Stil und die Stimmung des Buches bekannt vorkam, auch einige der Bilder von Straßenszenen, Auslagen von Geschäften oder Gewürzplatten kamen mir verdächtig bekannt vor. Warum? Ich hatte gerade vorher das Buch „In 80 Gerichten um die Welt“ von David Loftus in der Hand gehabt und nun ratet mal, wer die Bilder zum Paris Kochbuch geschossen hatte. Genau, ebenfalls David Loftus. Die Gerichte selbst sind aber alle neu und extra für dieses Buch aufgenommen worden und auch in einem ganz anderen Stil. Ich denke, schöne Non-Food-Aufnahmen darf man durchaus in zwei verschiedenen Büchern verwenden.

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Wie das bei französischer Küche oft der Fall ist, gibt es bei den herzhaften Gerichten einen deutlichen Fleischüberhang, der sich auch in die restlichen Länderküchen zieht. Das erschwert die Auswahl für Vegetarier leider recht deutlich, auch wenn es immer noch einige Rezepte gibt, die wir ausprobieren können (die fraglichen Zutaten weglassen, ist selbstverständlich wie immer eine andere Variante).

 

Rezepte, die ich bereits ausprobiert habe:

Chapati-Brot: Das indische Brot ist hefefrei und wird portionsweise in der Pfanne gebacken, entsprechend schnell ist es zubereitet. Chapati ist relativ geschmacksneutral und passt wunderbar zu Dhal oder anderen dicken Eintöpfen, die traditionell mit dem Brot gelöffelt werden.

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Zaziki: Ein Klassiker der griechischen Küche, den ich sehr schätze. Aber 100 g Joghurt auf eine ganze Salatgurke? Das Verhältnis kam mir etwas komisch vor. Herauskam dann auch eher ein Gurkensalat mit Joghurtdressing. Aber egal, lecker war’s.

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Griechischer Joghurt mit Oliven: Neben griechischem Joghurt, getrockneten Oliven und Oregano kommt auch noch etwas Feta mit in die Creme. Ein schöner Dip. Schnell gemacht, aromatisch und von angenehmer Konsistenz.

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Mein Fazit: In diesem Buch möchte Danyel Couet eine Weltreise durch Paris mit uns unternehmen. Jedes Viertel beherbergt unterschiedliche Länderküchen und von denen hat er sich für seine Gerichte inspirieren lassen. Die Idee finde ich klasse, die zahlreichen Bilder ebenfalls und die ausprobierten Rezepte waren lecker und gut beschrieben. So ganz ist der Funke allerdings trotzdem nicht auf mich übergesprungen, vielleicht war mir das Buch zu clean?

 

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Das Buch „Das Paris Kochbuch – Kulinarische Weltreise durch die Quartiere“ von Danyel Couet umfasst 99 Rezepte auf 260 Seiten. Es kostet 24,95 Euro und ist im Gerstenberg Verlag erschienen.

Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

 

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3 Antworten zu Rezension: Das Paris-Kochbuch

  1. Bina schreibt:

    Wer will schon den Koch sehen? 😀 Mich interessiert nur das Essen und das sollte lecker aussehen…

  2. Anna C. schreibt:

    also ich hab auch Probleme mit „selbstdarstellerischen“ Kochbüchern. Besser ist doch der Koch schreibt als setzt sich in Szene, es gibt einige die das gut können. Ottolenghi, Slater, Klink fallen mir da ein.

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