Rezension: Vier um die Welt

Wer bei meiner Rezension von „Mut für zwei“ schon gedacht hat: „Zu zweit eine Weltreise? Was für ein Aufwand!“, für den habe ich jetzt etwas: Ich verdoppele quasi noch einmal, denn heute geht es gleich um eine vierköpfige Familie, die um die Welt gereist ist.

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Schon den Blog von Alexandra Frank habe ich gespannt verfolgt und als ich nun in einer Buchhandlung ihr Buch sah, war klar, dass ich das unbedingt auch lesen müsste. Aber von vorn: Alexandra Frank und ihr Mann nutzen die Elternzeit ihrer jüngeren Tochter (bei Reiseantritt 6 Monate alt) gemeinsam mit ihrer größeren Tochter (4 Jahre alt) für eine Weltreise: Sie starten in Argentinien, fahren nach Chile, machen einen Abstecher nach Uruguay, erkunden ausführlich Neuseeland, fahren von Melbourne nach Sydney und legen schließlich einen Zwischenstopp in Singapur ein. Über ihre Erfahrungen und Erlebnisse bloggt die Mutter von unterwegs und schreibt auch den ein oder anderen Artikel darüber auf Spiegel online.

Anders als bei „Mut für zwei“ geht es in diesem Buch nicht um die Suche nach Antworten auf große Lebensfragen. Es geht vielmehr einfach um die gemeinsame Zeit als Familie, dem Nachgehen der Reiselust und der Neugierde auf neue Menschen, Tiere und Erlebnisse. Da wird berichtet über die neue Eissorte Dulce de Leche, die die größere Tochter – im Buch immer „das Kind“ genannt, in Abgrenzung zum „Baby“, also der kleineren – in Argentinien kennenlernt, das Fladen backen in der chilenischen Ruka bei den indigenen Mapuche, abenteuerliche Fahrten von Argentinien nach Chile, Weihnachten im Sommer in Neuseeland – besonders schwierig, wenn einem ausgerechnet kurz vor Abflug von Chile nach Neuseeland noch der Rucksack mit den Weihnachtsgeschenken geklaut wird -, einem Babychino in der australischen Pampa und köstlichen Dumplings in Singapur, die vor allem dem Kind großartig schmecken. Die Familie reist immer möglichst kostensparend und macht viele neue Bekanntschaften beim Couchsurfen (ja, das geht auch als Familie) oder durch ihr (erst zufällig in einem Teil Neuseelands und dann in Australien) gemietetes Wohnmobil. Auch gekocht wird oft selbst und so kommt es zu Babybreikocherlebnissen in Chile, wo der Vorrat durch den Garten der Gastgeberin aufgefüllt wird, oder Verkostungen in Hostels mit anderen Reisenden.

Bereichert wird das Buch durch viele Fotografien, die einem noch mehr das Gefühl zu geben, direkt mit der Familie mitzureisen. Man sieht viel die Kinder, wie sie Wombats streicheln, Koalas besuchen, das Kind mit einem Gaucho reiten darf, in Hobbingen umherstreift, …

Als kleinen Zusatz gibt es noch einen Anhang mit lauter Tipps zu Packlisten, Flügen, Impfungen, Elternzeit etc.

Mein Fazit: Das Buch lässt sich sehr gut lesen, es ist unterhaltsam und gleichzeitig informativ. Wenn ich irgendwann mal in den Genuss kommen sollte, eine Weltreise planen zu dürfen, werde ich mir bestimmt noch einmal den Anhang dieses Buches genauer durchschauen, um ein paar Tipps mitzunehmen.

 

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Das Buch „Vier um die Welt“ von Alexandra Frank umfasst rund 250 Seiten, ist im Goldmann Verlag erschienen und kostet 8,99 Euro.

Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

 

P.S. Das Copyright der Bilder liegt bei Alexandra Frank.

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4 Antworten zu Rezension: Vier um die Welt

  1. Pingback: Reisen eher zweitrangig? | Die Zaunreiterin

  2. Pingback: Rezension: Weltenbummler | Cooking around the world

  3. Rabin schreibt:

    Oh das ging aber schnell. Ich hoffe, das Buch wird auch seinen Weg zu mir finden.

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