Rezension: Persiana

Ottolenghi hat ganz sicher einen kleinen Trend losgetreten und die nahöstliche und orientalische Küche hier im Westen bekannter und beliebter gemacht. In diesem Strom schwimmt auch Sabrina Ghayours Buch, das ich euch heute vorstellen möchte. Die Autorin ist im Iran geboren, lebte aber die meiste Zeit ihres Lebens in Großbritannien, von wo sie einen Blog schreibt, Supperclubs veranstaltet und schon öfter im Fernsehen aufgetreten ist. Gerichte, die einfach, aber schmackhaft sind, möchte sie uns in ihrem Buch präsentieren und ich finde, das gelingt ihr wunderbar – um mein Fazit schon einmal vorweg zu nehmen.

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Die Rezepte sind in die folgenden Kapitel unterteilt:

  • Mezze & kleine Gerichte
  • Brot, Reis & Getreide
  • Suppen & Schmorgerichte
  • Gebraten, gebacken & gegrillt
  • Gemüse & Salate
  • Desserts & Süßes

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Alle Rezepte nehmen eine Doppelseite ein, die Zubereitungsschritte sind übersichtlich und gut beschrieben. Jeweils ein Einleitungstext ist dem eigentlichen Rezept vorangestellt, in dem etwas über das Gericht erzählt wird. Dazu gibt es ansprechende Bilder, die sofort Appetit machen.

ShakshukaFeta2

Bei dieser Art von Länderküchenkochbüchern wird naheliegenderweise oft die Frage gestellt, wie gut sich die vorgestellten Gerichte denn zu Hause nachkochen lassen. Tatsächlich schafft Sabrina Ghayour es, mit sehr wenigen speziellen Zutaten auszukommen. Im Haus haben sollte man Kreuzkümmel, Tahini und auch Koriander ist von Vorteil. In einigen wenigen Rezepten werden auch Granatapfelsirup, Bockshornkleesamen, Tamarindenpaste, Kurkuma oder gesalzene Zitronen verwendet, aber man kommt auch wunderbar ohne diese Zutaten zurecht und kann sie im Bedarfsfall noch immer besorgen.

FattoushPersien1

Für Vegetarier ist dieses Buch ehrlich gesagt nur bedingt geeignet: Viele der Hauptspeisen enthalten Fisch oder Fleisch. Das süße Kapitel ist recht kurz, dort findet man also auch nicht viel Auswahl. Trotzdem habe ich besonders bei den Mezze, beim Brot und den Gemüsegerichten einiges gefunden, was ich gern ausprobieren würde.

 

Rezepte, die bereits ausprobiert habe:

Naan Barbari: Persisches Fladenbrot, das eine Weile braucht, das meiste ist aber Wartezeit und das Ergebnis ist super lecker. Passt klasse zu Shakshuka oder vielen Dips.

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Eier in Harissa-Tomatensauce: Eine Variante der Shakshuka. Eier garen in einer würzigen Sauce aus Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch und Harissa. Zusätzlich gibt es noch etwas Feta über die Sauce, was ich sehr toll finde und sowieso manchmal mache, wenn es bei uns Shakshuka gibt. Dadurch sieht man auf den Bildern auch nicht so viel von der Tomatensauce, aber der Geschmack ist klasse! Dazu am besten frisches Brot servieren.

ShakshukaFeta1

Fattoush: Lange hielt ich nicht besonders viel von Salaten, weil sie mir irgendwie langweilig erschienen. Aber dann fand ich Fattoush und diesen Salat liebe ich! Knuspriges Fladenbrot, eine würzige Sauce und jede Menge knackiges Gemüse. Sehr fein und noch toller mit Sumach, wie hier.

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Mein Fazit: Das Buch ist bunt, macht sofort Laune, verschiedene Gerichte zuzubereiten und ein großes Festmahl auszurichten. Wer gern durch die Bücher von Ottolenghi blättert, aber von den Zutatenlisten oder durchaus manchmal langwierigeren Zubereitungen abgeschreckt wird, für den ist Persiana eine sehr gute Alternative. Hier gibt es authentische, schnell gemachte orientalische Küche.

 

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Das Buch „Persiana“ von Sabrina Ghayour umfasst rund 240 Seiten, ist im Hölker Verlag erschienen und kostet 24,95 Euro.

Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

 

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