Rezension: Mister Todiwalas Bombay

Indien… Küche der Gerüche, Farben und spannenden Gewürze.

Genau wie mich die orientalische Küche interessiert, finde ich auch die indische immer wieder faszinierend. Hier auf meinem Blog sind wir schon ein paar Mal nach Indien gereist und es macht immer wieder Spaß!

712-7_cover_mister-todiwallas-bombay_02Das Buch von Cyrus Todiwala lebt nach meinem Eindruck in erster Linie von den Geschichten und der Begeisterung des Autors. In Bombay geboren, aufgewachsen und seine Ausbildung gemacht, lebt er inzwischen in London und eröffnete dort 1991 sein erstes Restaurant. Er führt drei bekannte indische Restaurants in seiner Wahlheimat, ist Fernsehkoch und vertreibt seine eigene Gewürz- und Saucenreihe. (Unter uns, mich erinnerte die Aufzählung ein bisschen an Johan Lafer und Alfons Schuhbeck.)

Süßes, saftiges Möhrenkonfekt

Süßes, saftiges Möhrenkonfekt

Jedes Rezept nimmt eine Doppelseite ein: Die Überschrift ist immer der indische und deutsche Rezeptname. Es folgt ein kleiner Einleitungstext, in dem Todiwala oft Erinnerungen und Gefühle mit dem Gericht verknüpft, er erzählt gern auch kleine Geschichten aus seiner Familie. Zusätzlich darüber, wie das Gericht schmeckt und wozu es passt. Diese Texte machen dieses Buch besonders spannend, weil sie so persönlich wirken.

Die Rezepte sind aufgeteilt in die Kapitel:

  • Snacks
  • Fisch und Meeresfrüchte
  • Fleisch und Geflügel
  • Gemüse
  • Straßenküche
  • Brot und Reis
  • Pickles und Chutneys
  • Desserts
  • Getränke
Todiwalas Rührei mit Masala Roti

Todiwalas Rührei mit Masala Roti

Das Buch wirkt sehr hochwertig. Was mich etwas stört, ist die künstlerische Schriftart, die für die Überschriften der Rezepte gewählt wurde. Sie sieht zwar sehr hübsch aus, ist aber leider recht schwer zu lesen, vor allem, wenn man etwas zügiger durch das Buch blättert.

Perfekte Kombi: Gajjar ka Halwa mit Matchaeis

Perfekte Kombi: Gajjar ka Halwa mit Matchaeis

Todiwala berichtet, dass Parsen gern und viel Eier und Kartoffeln verspeisen, das ist sehr schön, denn für diese beiden Komponenten gibt es auch in diesem Buch viele Rezepte. Leider ist die vorgestellt Küche ansonsten aus Vegetariersicht sehr fleischlastig, was mir die Auswahl der Gerichte erschwerte. Es bleiben zwar bei genauerer Betracht einige Gerichte übrig, die für Vegetarier geeignet sind, der Großteil enthält allerdings Fleisch.

Die Verwendung von exotischen Zutaten hält sich erstaunlicherweise im Rahmen: Man sollte allerdings mit Gewürzen ausgestattet sein – vor allem Kreuzkümmel, Koriandersamen, Kardamom, Zimt, Garam Masala, Kurkuma und verschiedene Chilisorten werden oft verwendet.

Rezepte, die bereits ausprobiert habe:

Lusan Murcha na Charvaela Eeda: Braucht die Welt noch ein Rezept für Rührei? Nun ja, ich will ehrlich sein: Ich mache mein Rührei schon seit Jahren genauso… Eier mit etwas Sahne aufschlagen, nach Belieben Kräuter und Gewürze hinzu und unter Rühren in der Pfanne stocken lassen. Das Ergebnis war lecker, aber nicht besser als sonst.

RuehreiIndisch1

Bhakhri: In der Pfanne gebratenes Masala Roti. Da wurde ich direkt neugierig und machte mit dem oben erwähnten Rührei ein schönes Essen daraus. Für den Teig sollte außer Joghurt und etwas Öl keine Flüssigkeit zugegeben werden. Ich brauchte mehr als die doppelte Menge Joghurt und am Ende auch noch zusätzlich Wasser, um einen Teig herzustellen. Ein Druckfehler? Beim Backen in der Pfanne ist es wichtig, dass sie schön heiß ist. Nach 1-2 Broten hat man den Dreh raus und es funktioniert recht gut. Das Ergebnis war lecker.

MasalaRoti2

Gajjar ka Halwa: Inzwischen dürfte dieses Möhrenkonfekt schon recht bekannt sein. Hergestellt hatte ich es selbst noch nicht, habe aber dieses Buch als Anlass genommen, dies zu ändern. Eine Vorwarnung: Das Ganze braucht Zeit und die meiste davon dürft ihr euch auch nicht besonders weit vom Topf entfernen. Ich hatte zum Glück Gesellschaft von einer Freundin und wir konnten dabei quatschen, ansonsten hätte mich die Herstellung vermutlich etwas genervt. Das Ergebnis war allerdings wirklich sehr lecker! So pur ist das Gajjar ka Halwa extrem süß, deswegen solltet ihr unbedingt etwas Eis dazu servieren. Kaltes Eis in Kombination mit dem süßen, warmen Möhrenkonfekt ist super!

GajjarKaHalwa2

Mein Fazit: Es macht Freude, in diesem Buch zu blättern, in Gedanken mit dem Autoren durch sein Bombay zu schlendern, an Straßenverkäuferständen stehen zu bleiben und einfach die Küche zu genießen. Die Rezeptauswahl fiel mir nicht ganz so leicht wie bei „Rosenwasser & Granatapfelkerne“, funktioniert haben die ausprobierten Rezepte aber recht gut.

 

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Das Buch „Mister Todiwalas Bombay – Originalrezepte & Erinnerungen aus Indien“ von Cyrus Todiwala hat rund 270 Seiten, kostet 29.95 Euro und ist im Knesebeck Verlag erschienen. Ihr könnt das Buch beispielsweise direkt beim Verlag bestellen, dort gibt es auch einen schönen Blick ins Buch. KLICK.

Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar!

 

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2 Antworten zu Rezension: Mister Todiwalas Bombay

  1. Nadine schreibt:

    Mhhh ich liebe dieindische Küche… Vorallem das Brot sieht sehr lecker aus…
    Lg Nadine

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