Nicaragua: Pastel de Tres Leche

… oder auch: Manchmal ist eine Diät eben auch keine Lösung!

An alle, die gerade versuchen abzunehmen: Merkt euch dieses Rezept für später, aber gerade ist das leider nichts für euch. An alle anderen: Probiert diesen Kuchen aus, er ist unheimlich gut!

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Von dem berühmten Pastel de Tres Leche hatte ich schon viel gehört, aber irgendwie war ich nie dazu gekommen, ihn selbst zu probieren. Dann, vor einer guten Woche, musste es aber eines Abends doch dringend einen Kuchen geben und zufälligerweise hatten wir alle Zutaten da. Also ab in die Küche und den Teig schnell zusammengerührt, die drei Milcharten vermischt und über den gebackenen Kuchen gegeben, noch etwas warten, mit Sahne und Dulce de Leche verziert und fertig war der Kuchen. Zugegeben, der Kuchen ist leider nichts für den ganz spontanen Besuch, aber das allermeiste ist Wartezeit, ihr steht also nicht stundenlang in der Küche. Heraus kam ein sehr saftiger Rührküchen, der ein eher feines, aber sehr leckeres Aroma hatte.

PastelDeTresLeche2

Dieser Kuchen ist in ganz Südamerika bekannt und beliebt, aber der Ursprung des Kuchens liegt wohl in Nicaragua, deswegen wird er für unsere Weltreise auch dort einsortiert. Eine etwas andere Version gibt es beispielsweise Ecuador, wo Kokosmilch statt der normalen Milch verwendet wird. Es könnte gut sein, dass ich diese Abwandlung ebenfalls noch ausprobieren werde.

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Saftige Kuchen sind eigentlich genau meins: Ich mag es nicht, wenn Gebäck besonders trocken ist, für mich darf es lieber etwas zu saftig (manche würden eher „matschig“ sagen) sein. Der Pastel de Tres Leche ist aber selbst für mich hart an der Grenze gewesen und ich würde ihn nächstes Mal mit etwas weniger Milchtopping begießen. Unten angegeben sind die Mengen, die ich dieses Mal benutzt habe. Ich denke aber, dass eine Dose Milch vollkommen reichen würde. Abgemessen habe ich die Milch und die Kondensmilch in der Dose der gezuckerten Kondensmilch.

Solltet ihr statt einer dichten Auflaufform eine Springform verwenden wollen, solltet ihr sie zur Sicherheit vorher abdichten: Dazu nehmt ihr ein doppelt gefaltetes Stücl Alufolie, stellt die Form darauf, klappt die Alufolie an den Seiten hoch und drückt sie fest an, sodass die Springform in einer Art Alufolienschuh steckt.

 

Zutaten:

Für den Teig:

120 g Butter

4 Eier

200 g Zucker

1 EL Vanillezucker

200 g Mehl

1 TL Backpulver

Für die Milchmischung:

1 Dose gezuckerte Kondensmilch (400 g)

1,5 Dose (vgl. oben) Milch

1 Dose Kondensmilch

Für das Topping:

200 g Sahne

2 EL Vanillezucker

Dulce de Leche (oder eine ähnliche Karamellcreme)

1 runde, hohe Auflaufform, 28 cm Durchmesser oder entsprechende Formen *

Zubereitung:

  • Den Backofen auf 180 °C vorheizen.

Als erstes wird der Teig zubereitet:

  • Schlagt in einer Rührschüssel Butter, Eier, Zucker und Vanillezucker einige Minuten gründlich auf. Dann gebt das Mehl und Backpulver hinzu und rührt, bis ihr einen homogenen Teig erhalten habt.
  • Dieser Teig kommt in die Auflaufform, wird leicht glatt gestrichen und wandert in den vorgeheizten Ofen. Der Kuchen muss nun etwa 30 – 40 Minuten backen, bis er oben drauf goldbraun ist und ein hinein gesteckter Holzstab sauber wieder herauskommt.

Während der Kuchen bäckt, wird die Milchmischung zubereitet:

  • Die gezuckerte Kondensmilch in einen Messbecher geben und beide anderen Milchsorten in der nun leeren Dose abmessen und hinzu geben. Gut verrühren, bis das Ganze eine homogene Masse ist.
  • Sobald der Kuchen aus dem Ofen kommt, mit einer Gabel oder einem Zahnstocher oft einstechen Dabei dürft ihr ruhig ein bisschen Frust ablassen und ihn ordentlich löchern.😉 Den Kuchen etwa 15 Minuten abkühlen lassen.
  • Danach die Milchmischung noch einmal durchrühren und vorsichtig über den Kuchen gießen. Am Anfang erscheint es sehr viel zu sein, der Kuchen wird aber alles aufsaugen. Den Kuchen nun mindestens 2 Stunden, besser über Nacht, ruhen lassen.

Kurz vor dem Verzehr das Topping herstellen:

  • Die Sahne mit dem Vanillezucker aufschlagen, bis sie steif ist. Die Sahne wird nun auf den Kuchen gestrichen und mit der Dulce de Leche nach Belieben verziert. Sollte die Dulce de Leche zu hart sein, einfach kurz in heißes Wasser stellen, dann wird sie weich – vorsichtig sein, die Dose wird auch heiß.

¡Buen provecho!

 

* Auf den Bildern seht ihr keinen Kuchen dieser Größe, ich habe einen zusätzlichen kleinen Fotokuchen gebacken.

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4 Antworten zu Nicaragua: Pastel de Tres Leche

  1. Kristin schreibt:

    Hmmm.. davon könnte ich jetzt auch ein Stück vertragen!

    Ich war mal so frei, dich für einen Award zu taggen🙂 Vielleicht hast du ja Lust auch mitzumachen!
    -> http://wp.me/p3ntSV-no

    Liebe Grüße
    Kristin

    • Becky schreibt:

      Der ist leider schon weg, aber ich nähme jetzt auch gern noch ein Stück.🙂
      Vielen Dank für die Nominierung, ich schaue mal, wann ich genau dazu komme.

      Liebe Grüße, Becky

  2. Iris Schaper schreibt:

    Jetzt war ich schon so oft in Ecuador, aber den kannte ich noch nicht, klingt megalecker!

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