Albanien: Şekerpare (Zuckertaler)

Die deutsche Übersetzung sagt eigentlich schon einiges: Solltet ihr im Moment irgendeine Art von Diät ohne Zucker machen, ist dieser Beitrag leider nichts für euch. Speichert ihn aber unbedingt für später, denn die Şekerpare sind unheimlich lecker!

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Inzwischen ist es keine Neuigkeit mehr, dass ich orientalische Süßigkeiten toll finde, nicht wahr? Die Şekerpare sind klassische dieser Süßigkeiten: Sie werden aus einem einfachen Teig hergestellt, sind nach dem Backen recht trocken und auch nicht besonders aromatisch, werden dann einige Stunden (besser über Nacht) in Sirup gebadet und danach hat man einen saftigen, süßen, aromatischen Gaumenschmaus.

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Den Sirup könnt ihr zusätzlich noch nach eigenem Geschmack aromatisieren. Gut passen könnten Zitronen- oder Orangenabrieb, Rosenblütenwasser, Zimt, Kardamom, Vanille und so weiter und so fort.

Ich persönlich fand den Teig sehr fettig, damit muss man vielleicht noch einmal experimentieren, wobei ich schon den am wenigsten fettigsten Teig zubereitet habe, den ich finden konnte. Beim Backen hatte ich zwischendurch den Eindruckt, dass die Plätzchen fast schon frittiert werden. Später nach dem Sirupbad war davon nichts mehr zu merken, aber ein Diätessen wird daraus sicherlich nicht. Ebenfalls hat mich etwas gestört, dass sehr viel Sirup von den Şekerpare nicht aufgesogen wurde und ich am Ende noch recht viel Sirup übrig hatte. Vielleicht kann man es einfach aufheben und darin noch einmal etwas anderes aromatisieren? Darüber werde ich noch etwas nachdenken. Man kann wahrscheinlich auch nur die Hälfte an Sirup zubereiten, wenn man zwischendurch immer mal Sirup wieder über die einzelnen Şekerpare träufelt, damit sie gleichmäßig etwas abbekommen.

Lecker sind sie aber in jedem Fall und deswegen unbedingt empfehlenswert!

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Zutaten (für 40 Taler):
Für den Teig:
250 g Fett, zerlassen
400 g Mehl
120 g Puderzucker
3 Eier
1/2 TL Salz
1 EL Vanillezucker
Ca. 40 geschälte Mandeln
Für den Sirup:
750 g Zucker
750 ml Wasser
Saft einer Zitrone
2 Backbleche, ausgelegt mit Backpapier

Zubereitung:

  • Den Backofen auf 180 °C vorheizen.
  • Alle Zutaten für den Teig – außer den Mandeln – zu einem Teig verarbeiten. Er wird recht fettig, wird nicht so fest und glatt wie ein Hefeteig, sollte aber formbar sein. Aus dem Teig etwa walnussgroße Kugeln formen, auf die Backbleche setzen und mit jeweils einer Mandel glatt drücken. Während des Backens werden sie noch etwas größer werden, aber nicht viel.
  • Die Bleche nacheinander ca. 20 Minuten backen, bis die Şekerpare durchgebacken, aber nicht dunkel sind. Aus dem Ofen nehmen.

Während des Backens den Sirup zubereiten:

  • Dafür alle Zutaten in einen großen Topf geben und unter gelegentlichem Rühren aufkochen lassen. 3-5 Minuten kochen lassen, bis der Sirup anfängt, leicht einzudicken. Dann vom Herd nehmen.
  • Die fertig gebackenen Şekerpare in eine Auflaufform o.ä. setzen und sofort mit dem Sirup übergießen. Für mindestens eine Stunde, besser über Nacht, ziehen lassen.

Ju bëftë mirë!

 

P.S. Und da die Kombi aus Zucker und Fett nun einmal glücklich macht (zumindest beim Essen, später nicht unbedingt, aber das ist ein anderes Thema), sind die Şekerpare das perfekte Winter Soulfood und deswegen nehmen sie am Food Event von bushcooks kitchen teil.

3 Jahre Bushcooks Kitchen - Blog-Event Winter-Soulfood

 

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12 Antworten zu Albanien: Şekerpare (Zuckertaler)

  1. Pingback: Ein Award und noch einer … | MaLu's Köstlichkeiten

  2. lisettelmg schreibt:

    Uuuh, die mag ich gern 😀 Auch wenn sie doch recht süß sind (aber eben lecker ^^)

    Danke für’s abonnieren meines Blogs. 🙂 So bin ich jetzt auf deinen absolut köstlichen Blog gestoßen, bei dem ich sicherlich häufiger vorbei schaue. 🙂 Vielleicht kannst du ja mal eine brasilianische Leckerei zaubern? Ich würde mich riesig freuen.

    alles Liebe und weiterhin frohes Bloggen und Backen/Kochen,
    Lisette 🙂

    • Becky schreibt:

      Dann freue ich mich schon auf viele weitere Besuche von dir. 🙂 Etwas brasilianisches steht auch noch weit oben auf meiner Liste, weil ich dazu auch persönliche Beziehungen habe, wird es also sicherlich bald mal geben. Hast du einen speziellen Wunsch?
      Liebe Grüße, Becky

      • lisettelmg schreibt:

        Ich werde auf jeden Fall wiederkommen 😀
        Sehr persönliche Beziehungen? *neugierig bin*
        Oh, ich würde gern mal das Rezept für Bolo de Maçã oder Cuca de Banana sehen oder aber eine andere Leckerei. Hauptsache lecker! 🙂

        alles Liebe,
        Lisette

      • Becky schreibt:

        Ich denke, etwas Leckeres bekomme ich hin. 😉 🙂 Deine beiden Vorschläge klingen aber sehr gut, ich werde sie auf jeden Fall im Kopf behalten, verwirklicht werden können sie allerdings leider erst nach Ostern. Und das andere beantworte ich dann gern in dem Brasilienpost, ein bisschen Spannung muss ja noch bleiben. 😉
        Liebe Grüße, Becky

      • lisettelmg schreibt:

        😀 Dann freue ich mich auf ’nach Ostern‘. 😀 (mein Deutsch ist sooo toll 😉 )
        Und dann nicht nur auf das Rezept. ^-^

        alles Liebe,
        Lisette

  3. Uih, die sind bestimmt süß. Aber ich mag ja auch Baklava und sowas. Auf jeden Fall wieder spannend, was du uns da entdecken lässt.
    Liebe Grüße Maren

    • Becky schreibt:

      Baklava ist auch genau mein Fall. Wenn du das magst, würden dir die Sekerpare sicherlich auch schmecken! Es gibt so viele dieser tollen Süßigkeiten… Ich glaube, ich könnte allein darüber ein Blog schreiben. 😉
      Liebe Grüße, Becky

  4. bushcook schreibt:

    Die müssen ja glücklich machen, bei den Zutaten und so wie sie aussehen. Vielen Dank für Deinen schönen Beitrag.

    • Becky schreibt:

      Ja, bei den Zutaten kann es eigentlich nur schmecken. 😉 Sie waren wirklich lecker und ich liebe solche Süßigkeiten einfach… Ich freue mich, wenn dir der Beitrag gefällt.
      LG, Becky

  5. Schokohimmel schreibt:

    Oh, das Rezept hört sich nach einem leckeren Zuckerbömbchen an! Kann ich mir als Weihnachtsplätzchen gut vorstellen. Ist war noch etwas hin, aber was soll’s ;-).

    • Becky schreibt:

      Klar, warum eigentlich nicht… aber ich denke, dann sollte man sie in dem Sirup schwimmen lassen, weil sie sonst wieder austrocknen… Ich denke aber, dass sie auch gut passen, wenn man nach dem Grillen noch ein bisschen zusammsitzt und etwas Kleines haben möchte…
      LG, Becky

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