Deutschland: Ostfriesische Knetwaffeln

Heute geht es noch einmal vor meine Haustür, so rein geographisch betrachtet… Es wird ja gern die britische und japanische Teekultur beschrieben und beide sind ohne Frage etwas ganz Besonderes, aber wir haben hier in Deutschland ebenfalls eine sehr traditionelle Teekultur und zwar die ostfriesische!

Für den Moment habe ich euch Ostfriesische Knetwaffeln mitgebracht, ein Gebäck, was unbedingt zu einer Teezeremonie gehört. Bei Gelegenheit werde ich euch noch ein paar weitere Dinge dazu erzählen.

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Die Waffeln haben einen feinen Geschmack und sind schön mürbe, das perfekte Teegebäck halt. Ich finde, sie schmecken am besten, wenn sie ein paar Tage Zeit hatten, um ihr Aroma zu entwickeln, frisch kann man sie aber natürlich ebenfalls prima essen.

Bekannter als die Knetwaffeln und eng verwandt sind die Krüllkoken, die es traditionell zu Neujahr gibt. Sie sind bei der Herstellung leider ein starker Angriff auf die Fingerkuppen: Die Krüllkoken müssen nämlich, direkt aus dem Waffeleisen kommend, möglichst eng aufgerollt werden. Auch die Knetwaffeln müssen noch heiß geformt werden, allerdings benutzt man hierfür ein spitzzulaufendes Glas oder eine Tasse. Dorthinein werden sie gestellt, solange die nächste Waffel bäckt, kühlen dort aus und nehmen die Form an, dann kann man sie aus dem Glas nehmen, und die nächste kommt hinein. Das Ganze ist deutlich fingerkuppenschonender.

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Aus dem gleichen Rezept könnt ihr auch beispielsweise Eiswaffeln (wie ich es hier gemacht habe) oder Waffelschüsseln formen. Einfach, direkt aus dem Waffeleisen kommend, entsprechend formen, auskühlen lassen und bis zur Verwendung in einer Blechdose luftdicht verschlossen aufbewahren.

Traditionell gehören in die Waffeln Anis oder Kardamom, da ich beides nicht im Haus hatte, habe ich stattdessen Zimt verwendet. Wer es originaler haben möchte, verwendet eines der anderen beiden Gewürze.

Ihr benötigt für die Herstellung der Knetwaffeln ein Waffeleisen, wie man es beispielsweise auch für Eiswaffeln benutzt. Ich hatte selbst keines, konnte mir aber eins von meiner Großmutter ausleihen.

 

Zutaten (für ca. 15 Waffeln):

125 g Butter

2 Eier

125 g Zucker

1 Prise Salz

1 TL Zimt (oder Anis oder Kardamom)

250 g Mehl

1 Waffeleisen für Krüllkoken oder Eiswaffeln

Zubereitung:

  • Die Butter in einem Topf schmelzen und leicht braun werden lassen. Zur Seite stellen und leicht abkühlen lassen.
  • In einer Rührschüssel Eier, Zucker und Salz cremig aufschlagen. Dann die Butter dazu geben und unterrühren. Zimt und Mehl ebenfalls unterrühren, bis ein homogener Teig entstanden ist.
  • Den Teig für mindestens eine Stunde oder besser über Nacht ruhen lassen – ich habe ihn über Nacht in den Kühlschrank gestellt und ihn eine halbe Stunde vor der Weiterverarbeitung wieder raus geholt.
  • Das Waffeleisen leicht einfetten, anschalten und jeweils ca. einen Esslöffel Teig ausbacken, bis der Teig goldbraun ist.
  • Sofort in ein spitzzulaufendes Glas oder eine Tasse stellen und dort auskühlen lassen – das geht sehr schnell, ihr benötigt also nur ein Glas.
  • Mit dem Rest des Teiges ebenfalls so verfahren.
  • In einer Blechdose aufbewahren und am Besten mit einer Tasse Ostfriesentee genießen.

Mohltied!

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8 Antworten zu Deutschland: Ostfriesische Knetwaffeln

  1. teaDarling schreibt:

    Die sind so lecker …hmm. Und Dein Blog ist genial🙂

  2. Pingback: Auszeichnungen für Raspberrysue, Blogvorstellung und Frühlingsblumen | Raspberrysue

  3. Ich seh schon, ich komme doch nicht darum herum mir so eine Waffeleisen zuzulegen…seufz! Sehr, sehr lecker, deine Waffeln!
    Liebe Grüße Maren

    • Becky schreibt:

      Vielen Dank! Nur schade, dass man sie so selten macht und auch die entsprechenden Eisen dann wahrscheinlich mehr im Schrank stehen… Ich hatte Glück und konnte mir eines ausleihen – wobei ich auch immer wieder bei schönen Geräten in Versuchung gerate.😉
      Liebe Grüße, Becky

  4. Schokohimmel schreibt:

    Die Waffeln sehen aber gut aus! Und ich hätte auch Zimt genommen😉. Kann ich mir super zum Tee vorstellen!

    • Becky schreibt:

      Ja, das ist die perfekte Ergänzung zu einer schönen Tasse Tee, die ganzen traditionellen Gebäcke haben schon ihren festen Platz nicht umsonst ergattern können…🙂
      Ich persönlich mag Zimt ja auch am Liebsten.😉

  5. Pingback: Wovon ich mich für mein erstes Mehrgänge-Menü inspirieren ließ und ein erstes Rezept | Becky's Diner

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