China: Baozi nach Shanghaier Art

Passend zum chinesischen Neujahrsfest gab es bei uns Baozi. Lange wollte ich diese gedämpften Teigtaschen schon selbst ausprobieren und ich kann euch sagen: Es hat sich gelohnt und es wird bestimmt bald wieder welche bei uns geben.

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Im Reich der Mitte werden Baozi mit diversen verschiedenen Füllungen angeboten – von süß bis herzhaft, von eher trockenen bis zu komplett flüssigen ist alles dabei. Sie sind vor allem ein Snack für zwischendurch, gern auch schon zum Frühstück. Normalerweise werden sie also weniger als eigenständiges Gericht verstanden, was uns allerdings nicht davon abgehalten hat, sie als solches zu essen.

Was mich bis jetzt vom eigenen Ausprobieren abgehalten hat, ist vor allem die Tatsache, dass ich keinen Dämpfkorb habe, aber dann habe ich hier gelesen, dass es auch eine Variante gibt, bei der die Baozi in einer Pfanne zuerst angebraten werden und dann im Wasser gedämpft / gekocht werden. Scheinbar ist diese Variante vor allem in Shanghai zu finden, deswegen habe ich die Baozi „nach Shanghaier Art“ genannt. Die Füllung ist eine selbstausgedachte, ihr könnt die Baozi prinzipiell mit allem füllen, worauf ihr Lust habt.

Hier also die chinesische Variante von dem, was man in Deutschland als Dampfnudeln kennt:

Zutaten (für 8 große Baozis):

Für den Teig (den ich im Prinzip von hier übernommen habe):

500 g Mehl

1 Pck. Trockenhefe

2 TL Salz

1 EL Zucker

2 Eier

100 – 140 ml Wasser

70 g Butter

Für die Füllung:

200 g schnittfester Tofu

1 Zwiebel

Etwas Öl zum Anbraten

1 halber Chinakohl

Salz, Pfeffer, Curry

1 große beschichtete Pfanne

Zubereitung:

  • In einem kleinen Topf 100 ml Wasser mit der Butter erhitzen, sodass die Butter geschmolzen ist. Die Mischung auf Handwärme abkühlen lassen.
  • Aus den Teigzutaten einen geschmeidigen, glänzenden Hefeteig kneten (nach Bedarf noch etwas mehr warmes Wasser hinzugeben), mit einem Geschirrtuch abdecken und ca. 1 Stunde an einem warmen, nicht zugigen Ort gehen lassen.

Währenddessen die Füllung zubereiten:

  • Dafür Zwiebel und Tofu fein hacken, mit dem Öl in die Pfanne geben und leicht anbraten, bis der Tofu etwas Farbe bekommt.
  • Den Chinakohl ebenfalls fein hacken und mit in die Pfanne geben. Die Füllung für ca. 5 Minuten anbraten, dann einen guten Schluck Wasser dazu geben, mit dem Pfannendeckel abdecken und bei leichter Temperatur schmoren lassen, bis der Chinakohl gar ist.
  • Die Füllung gut würzen. Wenn ihr das Gefühl habt, sie ist genau richtig, würzt noch etwas mehr, denn der Hefeteig „verschluckt“ einiges an Gewürz.
  • Die Füllung in eine Schüssel umfüllen und die Pfanne abspülen (oder ihr benutzt zwei Pfannen, das ist natürlich euch überlassen).

Nun geht es ans Füllen:

  • Den Hefeteig, der sein Volumen verdoppelt haben sollte, in 8 (oder mehr) Stücke teilen. Jedes einzeln ausrollen und dann Füllung in die Mitte geben und dann eine Art Beutel formen, sodass keine Füllung herauslaufen kann. Die Teigenden oben gut aneinander drücken. Mit allen Teigstücken so verfahren.
  • Wenn der ganze Teig und die Füllung zu Baozis geformt wurde, etwas Öl in die Pfanne geben und heiß werden lassen. Wenn die Pfanne heiß ist, die Baozis in die Pfanne setzen und zwar mit der aneinander gedrückten Seite nach oben. Ein paar Minuten anbraten, bis die Teigtaschen einen leicht bräunlichen Boden haben. Dann 300 ml heißes Wasser vorsichtig dazu gießen, sofort den Pfannendeckel schließen und für die nächsten 30 Minuten möglichst einfach in Ruhe lassen. Ich habe dabei die Herdplatte auf die kleinstmögliche Stufe gestellt, das reichte vollkommen.
  • Nach den 30 Minuten könnt ihr den Pfannendeckel anheben und die Baozis noch 5 – 10 Minuten bei offenem Deckel garen lassen, dann verdampft das restliche Wasser und der Boden wird wieder knusprig. Ihr könnt sie auch direkt essen, dann ist der Boden aber wahrscheinlich noch etwas klitschig.

Guten Appetit!

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