Ägypten: Basbousa

Kennt ihr diese ganzen tollen orientalischen, arabischen und türkischen Süßigkeiten? Ich liebe sie und immer, wenn ich an einem Laden vorbeikomme, wo es welche gibt, muss ich schauen, was sie im Angebot haben. Baklava in seinen vielfältigen Varianten ist natürlich der Klassiker schlechthin, aber heute habe ich eine neue großartige Süßigkeit für euch im Gepäck: Basbousa! Aus einem Grießteig bestehend, belegt mit Nüssen und natürlich mit dem obligatorischen Sirup getränkt.

Basbousa ist im ganzen arabischen Raum, Nahen Osten und auch in der Türkei und in Griechenland (dort unter dem Namen Revani oder Ravani) bekannt. Da es (laut Wikipedia) vermutlich auf ma’mounia aus Ägypten zurückgeht, habe ich die Basbousa für unsere Weltreise ebenfalls dort einsortiert.

Nordafrika.Basboussa54

Ich habe einen Teil des Wassers für den Sirup durch den Saft und etwas Schalenabrieb einer Orange ersetzt. Das verleiht der Basbousa noch zusätzliches Aroma und passt meiner Meinung nach perfekt. Der Orangengeschmack ist dabei nicht zu dominant.

Klassischerweise werden Walnusshälften, Mandeln oder auch Haselnüsse als Belag verwendet. Ich habe zusätzlich eine Variante mit Cranberries ausprobiert. Uns haben die mit Mandeln oder Haselnüssen am besten geschmeckt, Cranberries wird die Klassiker wohl für uns nicht ablösen.

Nordafrika.Basboussa55

Solltet ihr eine Springform verwenden, solltet ihr sie vor dem Backen mit reichlich Alufolie umwickeln, damit der Sirup später nicht auslaufen kann. Praktischer ist aber eine Auflaufform oder ähnliches, die einen festen Boden hat. Der Basboussateig erscheint am Anfang recht wenig und flach, bedenkt bei der Auswahl eurer Form aber, dass die Basboussa am Ende ungefähr 2 – 3 Mal so hoch wie am Anfang ist.

Dieses Rezept ist übrigens leider nichts für den spontanen Besuch, da die Basbousa eine Nacht ruhen sollte, bevor sie gegessen wird.

 

Zutaten:

Für  den Grießteig:

500 g Hartweizengrieß

150 g Butter

1 Pck. Backpulver

1 – 2 TL Zimt

1 Prise Salz

2 TL Zitronensaft

100 g Nüsse

Für den Sirup:

550 ml Wasser (oder eine Mischung aus Wasser und Orangensaft)

550 g Zucker

Eine Backform (vgl. oben) mit 28 cm Durchmesser

Zubereitung:

  • Den Backofen auf 175 °C vorheizen.
  • Aus allen Teigzutaten, außer den Nüssen, einen Teig kneten und in der Form verteilen und leicht am Boden andrücken. In den Teig Rauten ritzen, dabei nicht ganz durchschneiden, sondern die Rauten lediglich markieren. In jede Raute eine Nuss setzen und eindrücken.
  • Im Backofen ca. 40 Minuten backen, bis der Teig goldbraun ist.
  • In der Zwischenzeit den Sirup kochen:
  • Die Sirupzutaten in einen großen Topf füllen und aufkochen lassen. Dabei zwischendurch rühren (Vorsicht, Sirup wird sehr heiß!) und 3 – 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Danach von der heißen Platte ziehen und etwas abkühlen lassen.
  • Wenn der Teig fertig gebacken ist, die Form aus dem Ofen nehmen und sofort mit einem Messer die Rauten nachschneiden (dieses Mal bis auf den Boden durchschneiden) und den Sirup vorsichtig darüber gießen.
  • Die Basbousa mindestens 12 Stunden stehen lassen und dann genießen!

Enjoy!

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Afrika, Ägypten, Desserts, Süßigkeiten, Teatime, Uncategorized abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

10 Antworten zu Ägypten: Basbousa

  1. Pingback: Rezension: Israel kocht vegetarisch | Cooking around the world

  2. ReiseSpeisen schreibt:

    Ach cool! Diese in Zucker getränkten orientalischen Desserts sind der Wahnsinn. Dieses Basboussa sieht aus wie Revani, auch eine Süßspeise aus Grieß, die wir immer aus dem türkischen Backwarengeschäft holen. Saulecker, aber für mich geht nichts über Baklava 🙂

    • Becky schreibt:

      Ja, ich liebe diese Süßspeisen auch sehr!
      Basbousa und Revani sind tatsächlich genau das gleiche, der Name variiert je nach Land, inhaltlich ist es aber das gleiche. 🙂
      Baklava liebe ich ebenfalls sehr, habe ich zu hause aber noch nicht perfektioniert.
      LG, Becky

  3. Pingback: Rezension: Hummus, Bulgur und Za’atar | Cooking around the world

  4. Aruna Panangipally schreibt:

    I will try this version next time, Becky!

  5. Pingback: Griechenland: Bugatsa (Grießbreistrudel) | Cooking around the world

  6. Pingback: Griechenland: Spanakopita (Spinattaschen) | Cooking around the world

  7. Pingback: Türkei – Türkischer Joghurtkuchen | Cooking around the world

Möchtest du mir deine Meinung mitteilen? Ich freue mich über jeden Kommentar!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s